Razzia bei Hells Angels

25. Mai 2012 11:31; Akt: 25.05.2012 13:41 Print

Wo steckt die Leiche im Beton?

Die Suche nach einem verschwundenen Kieler Familienvater ist einen Tag nach der bislang grössten Razzia gegen norddeutsche Hells Angels fortgesetzt worden. Noch fehlt jede Spur.

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Die Hells Angels werden immer wieder Ziel von Polizeiaktionen. (Archivbild) (Bild: Keystone/AP/Jakob Studnar)

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Einsatzkräfte scannten die Lagerhalle der Hells Angels in Norddeutschland mit speziellen Geräten, auch Chemikalien kamen zum Einsatz, wie die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Hess am Freitag auf dapd-Anfrage sagte. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass der verschwundene Mann, ein Kieler Familienvater, im Fundament der von der Rocker-Organisation genutzten Halle in Altenholz (Kreis Rendsburg-Eckernförde) einbetoniert ist.

Der 47-jährige Mann war am 30. April 2010 verschwunden. Nach ihm war 2011 auch in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» gesucht worden. Ob der Vermisste Verbindungen zu den Hells Angels hatte, wollte die Polizei am Freitag nicht sagen. Mögliche Zusammenhänge seien noch nicht geklärt.

Auch die Durchsuchungen von weiteren Objekten sollten am Freitag weitergehen, wenn auch nicht in dem Umfang wie am Tag zuvor, hiess es seitens der Staatsanwaltschaft.

Hund erschossen

Am Donnerstag hatten 1200 Beamte, darunter auch Kräfte der Anti-Terror-Einheit GSG 9, sowie über 60 Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft zahlreiche Bordelle, Kneipen und Wohnungen durchsucht, die dem verzweigten Imperium der Rocker-Organisation zugerechnet werden. Dabei handelte es sich um 87 Adressen im Raum Kiel, die Wohnung eines Rockers in Hamburg sowie das Haus des Hells-Angels-Chefs Frank Hanebuth nahe Hannover. Dabei hatten die Beamten nach Polizeiangaben auch Hanebuths Hund erschossen.

Fünf Mitglieder der Führungsspitze des verbotenen Kieler Clubs der Hells Angels wurden festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt (LKA) mitteilten. Zahlreiche Schusswaffen, Messer, Macheten, Computer und Handys wurden beschlagnahmt.

Die Sichtung der strafrechtlich relevanten Beweismittel sollte nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Freitag beginnen.

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • P. Seglias, Zürich am 25.05.2012 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    Ja nee ist klar...

    Die "Angels" wären ja schön blöd, wenn sie in ihren Räumen ne Leiche verbuddeln würden. Aber man ist in Deutschland "bemüht" etwas zu finden. Spart das Geld für Wichtigeres.

  • Hans Zahn am 25.05.2012 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Feige GSG Typen gegen wehrlosen Hund...

    Der Rechtsstaat muss garantiert sein. Einen wehrlosen Hund der niemand angrief, sondern dort wohnte, mit der Maschienenpistole aus dem Helikopter zu erschiessen ist einfach nur feige... Insbesondere da Hanebuth den Hund an die Leine nehmen wollte. Die Aktion ist so übertrieben wie die 2004 in Zürich.Man hat ja gesehen was es uns Steuerzahler hier in Zürich gekostet hat. Die Bundesanwaltschaft hat sich hier lächerlich gemacht ! So wird es auch in Deutschland enden...

    einklappen einklappen
  • Tierschutzt gefragt am 25.05.2012 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    armer Hund

    wie unverhältissmässig die deutscher Polizei gegen gewaltfreie Demonstranten vorgeht wird ja mittlerweile immer offensichtlicher. Aber unbeteiligte Tiere einfach zu exekutieren ist schon ein dicker Hund.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans Zahn am 25.05.2012 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Feige GSG Typen gegen wehrlosen Hund...

    Der Rechtsstaat muss garantiert sein. Einen wehrlosen Hund der niemand angrief, sondern dort wohnte, mit der Maschienenpistole aus dem Helikopter zu erschiessen ist einfach nur feige... Insbesondere da Hanebuth den Hund an die Leine nehmen wollte. Die Aktion ist so übertrieben wie die 2004 in Zürich.Man hat ja gesehen was es uns Steuerzahler hier in Zürich gekostet hat. Die Bundesanwaltschaft hat sich hier lächerlich gemacht ! So wird es auch in Deutschland enden...

    • t.t. am 25.05.2012 21:23 Report Diesen Beitrag melden

      Helden der Polizei!

      Es war ein 6 Monate alter Welpe!

    • E. Gasser am 26.05.2012 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Gefährliche Hunde 

      Die Hunde von dem Rocker hatten schon mehrere Menschen verletzt. Wahrscheinlich wollte man einfach sicher gehen, dass man nicht gebissen wird von dem Hund.

    • m siegrist am 26.05.2012 17:04 Report Diesen Beitrag melden

      keiner

      bravo

    einklappen einklappen
  • P. Seglias, Zürich am 25.05.2012 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    Ja nee ist klar...

    Die "Angels" wären ja schön blöd, wenn sie in ihren Räumen ne Leiche verbuddeln würden. Aber man ist in Deutschland "bemüht" etwas zu finden. Spart das Geld für Wichtigeres.

  • Tierschutzt gefragt am 25.05.2012 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    armer Hund

    wie unverhältissmässig die deutscher Polizei gegen gewaltfreie Demonstranten vorgeht wird ja mittlerweile immer offensichtlicher. Aber unbeteiligte Tiere einfach zu exekutieren ist schon ein dicker Hund.