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Nationalfeiertag in Kuba
27. Juli 2010 07:09; Akt: 27.07.2010 08:07 Print
Fidel Castro legt Kranz nieder
Der frühere kubanische Staatschef Fidel Castro hat sich anlässlich des Nationalfeiertags auf dem Platz der Revolution in der Hauptstadt Havanna gezeigt.

(Bild: Reuters)
Castro legte am Denkmal für den Nationalhelden José Marti Blumen nieder und unterhielt sich mit Intellektuellen. Sein Bruder, der jetzige Staatschef Raúl Castro, verzichtete bei der zentralen Feier in Santa Clara auf eine Ansprache an das Volk.
Infografik Die kubanische RevolutionTimeline Fidel CastroFidel Castro, der im August 84 Jahre alt wird, trat zum siebten Mal innerhalb eines Monats öffentlich auf. Seit dem Ausbruch seiner Krankheit, die ihn zur Übergabe der Macht an seinen jüngeren Bruder im Juli 2006 bewogen hatte, hat er sich nur selten in der Öffentlichkeit gezeigt.
Der in seine olivgrüne Uniform gekleidete Ex-Staatschef traf sich in einem Raum im Inneren des Denkmals auf dem Platz der Revolution mit kubanischen Intellektuellen, Künstlern und Journalisten, wie kubanische Medien berichteten.
Keine Rede von Raúl Castro
Auf dem Che-Guevara-Platz in Santa Clara versammelten sich zehntausende Menschen, um des Angriffs auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba 1953 zu gedenken. Der 79-jährige Raúl Castro nahm an den Feierlichkeiten teil, verzichtete aber darauf, eine Rede zu halten. Nach Angaben der Behörden kamen rund
Anstelle des Staatschefs hielt bei der Feier der Erste Vizepräsident José Ramon Machado Ventura die Hauptrede. Beobachter hatten erwartet, dass Raúl Castro bei der Nationalfeier Lockerungen der Kontrollen in dem kommunistischen Karibikstaat ankündigen könnte.
Er hatte sich erst kürzlich dafür ausgesprochen, das kubanische «Modell» für Wirtschaftswachstum zu «erneuern». Im Jahr 2007 hatte Raúl Castro bei der Nationalfeier gesagt, die Wirtschaft des Landes benötige «strukturelle Veränderungen». Inzwischen kommen in den Staatsmedien immer öfter Stimmen zu Wort, die mehr Privateigentum zulassen wollen.
Erinnerung an Sturz des Batista-Regimes
Die Kubaner erinnern jedes Jahr am 26. Juli an den Sturm auf die Moncada-Kaserne, an dem etwa 100 Rebellen, darunter Castro selbst, beteiligt waren.
Der gegen die Diktatur von Fulgencio Batista gerichtete Angriff schlug zwar fehl und mehr als ein Drittel der Rebellen wurde gefangen genommen, gefoltert und getötet. Dennoch wird der Angriff in Kuba als Beginn der Revolution auf der Karibikinsel gefeiert.
(sda)






















