Schmuggler erzählt

27. Mai 2016 21:18; Akt: 27.05.2016 21:18 Print

40'000 Dollar für eine Fahrt mit 25 IS-Kämpfern

Erst wurde es nur vermutet, mittlerweile ist die Gefahr real: Der IS nutzt Schmuggler-Routen nach Europa. Die libysche Polizei und ein Schlepper geben Auskunft.

Der Beitrag von CNN-Korrespondent Walsh aus Libyen (auf Englisch).

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Im Sommer versuchen wieder mehr Flüchtlinge und Migranten nach Europa zu gelangen – gerade von Libyen her, das mit seiner riesigen, unbewachten Küste ein wahres Schlepperparadies darstellt. Doch mit den Flüchtlingen kommen auch die Terroristen des «Islamischen Staates» (IS).

Der IS versucht, die Schmuggler-Routen zu infiltrieren, um seine Gefolgsleute in Europa einzuschleusen. «Sie reisen mit ihren Familien, ohne Waffen bei sich zu tragen, als normale Migranten», sagt Oberst Ismail al-Shukri, der für den libyschen Militärgeheimdienst in der Hafenstadt Misrata tätig ist, zu CNN International. «Um keinen Verdacht zu erregen, tragen sie westliche Kleidung und haben englischsprachige Papiere bei sich.» Die Gefahr für Europa sei sehr real, so der Oberst.

«Ob IS-Kämpfer oder nicht, ist unbedeutend»

Ein Schlepper erzählte CNN-Korrespondent Nick Paton Walsh, dass ein IS-Mitglied ihm 40'000 Dollar geboten habe, um 25 seiner Männer auf einem kleinen Boot nach Europa zu bringen. Der Mann hat nach eigenen Angaben abgelehnt – sagt aber, dass das nicht jeder machen würde: «Schmuggler interessiert nur der Handel. Ob IS-Kämpfer oder nicht, ist dabei nicht von Bedeutung. Das Einzige, was zählt, ist das Geld.»

CNN-Journalist Walsh sprach auch mit afrikanischen Migranten, die vor Terroristen in ihrem Heimatland geflohen waren. «Kämpfer von Boko Haram haben meinen Vater und meinen Bruder getötet», erzählt ein Mann aus Nigeria. «Ich bin daheim nicht mehr sicher. Ich wollte nur noch raus.»

IS erschiesst kampfunwillige Zivilisten

Während in Nordafrika IS-nahe Gruppierungen die Menschen zur Flucht bewegen, setzt der IS in seinem Kernland noch einen drauf. Wie jetzt bekannt wurde, tötet die Terrormiliz nach UNO-Angaben in der umkämpften irakischen Stadt Falludscha immer mehr Zivilisten, die nicht für sie kämpfen wollen.

Es gebe Berichte über einen «dramatischen Anstieg» von Opfern unter Männern und männlichen Jugendlichen, meldete die UNO-Flüchtlingsorganisation (UNHCR) am Freitag.

(gux)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • HP Mäder am 27.05.2016 21:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grenzen zu !

    Ich meine es ist endlich Zeit für die Festung Europas,Grenzen dicht machen! Was muss noch alles geschehen damit die Politiker es endlich begreiffen?

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  • Blacklist am 27.05.2016 21:25 Report Diesen Beitrag melden

    Lösung:noch mehr reinlassen!

    Lasst noch mehr unkontrolliert nach Europa,ist ja nicht so als würde Gefahr von Ihnen ausgehen...gebt dann wieder Milliarden für die Integration aus,und noch mal XXXMiliarden für die Bekämpfung von Extremisten :-) einfach Grandios,mir fehlen die Worte!

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  • phil am 27.05.2016 21:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und wir

    und was machen wir. wir lassen es einfach geschehen. die nahe zukunft sieht sehr düster aus. vielen dank denen, die immer noch mit scheuklappen zusehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lina72 am 28.05.2016 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Lina72

    Auch ich möchte helfen, die Schweiz zu verteidigen. Aber wie? Ich bin eine 72jährige Frau. Soll ich noch einen Schiesskurs besuchen?

    • Swiss Homefront am 28.05.2016 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lina72

      Warum nicht!? Jeder kann einen Beitrag leisten. Als ältere Dame können Sie sehr gut unauffällig die Umgebung beobachten und Auffälligkeiten melden.

    • Lina72 am 28.05.2016 18:55 Report Diesen Beitrag melden

      @Swiss Homefront

      Danke, Sie haben mir Mut gemacht. Ich werde mir einen Schiesskurs hier in Zürich heraussuchen und hoffe, dass die mich nicht schräg anschauen.

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  • Kämpfer am 28.05.2016 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bin bereit

    in dem ,Firmengebäude', in dem ich arbeite sind gleich 2 Moscheen. was da rumläuft! Da sieht man schon beim ersten Anblick, auf was diese Männer aus sind! schon schlimm genug, aber die werden immer mehr!! und aus der türkischen Moschee kommen auch Schwarzafrikaner!? hab das mal nett der Basler Polizei mitgeteilt, die haben mir das Telefon abgehängt. Egal, Waffenschein ist beantragt, selbstlos werde ich das Feld nicht räumen.

  • Erfuhrt am 28.05.2016 13:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich warte noch

    Woow 90% hier wollen nicht in Frieden leben sondern suchen den Konflikt. Ziemlich traurig. Ich geniesse es noch so lange es geht dann abet sicher gehe ich euch an die Gurgel

  • Susanne Tobler am 28.05.2016 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht noch mehr

    Ich bin wahrlich kein Fan von der SVP Propaganda Maschinerie. Bin auch dafür, dass man Flüchtlingen helfen muss. Aber bitte nur Frauen, Kindern und älteren Männern. Aber sicher nicht den übermässig vielen jungen Männern, die Europa überschwemmen. Die interessieren sich doch nicht für unsere Integrations Politik. Ihr könnt doch eure Augen nicht davor verschliessen, dass die schon lange versuchen unsere westliche Gesellschaft mit ihren muslimischen Gedankengut zu unterwandern. Jeder der denkt, dass es schon gut kommt ist einfach nur blind.

    • Daniel am 28.05.2016 13:36 Report Diesen Beitrag melden

      Liebe Susanne

      Es interessieren sich nur wenige für unsere Integrationspolitik. Viele würden das Land doch gar nicht verlassen, wenn sie nicht mit der Angst leben müssten, jeden Moment sterben zu müssen.

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  • Mars am 28.05.2016 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erwacht doch endlich

    Bei diesem Artikel könnte man meinen das erste mal konkret von dieser Infiltration der IS zu hören! Es sollte die Pflicht jedes Bürgers sein (egal welcher politischer Richtung) die Weltwoche zu lesen. Da findet Aufklärung pur schon seit langem statt! Wann begreifet ihr endlich?

    • Grisu am 28.05.2016 13:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mars

      Das Problem ist, dass in unserem Land 70% nicht über ihren politischen Schatten springen können!

    • Beat Sutter am 28.05.2016 14:39 Report Diesen Beitrag melden

      Mars

      Aufklärung pur? Lesen Sie die Tätigkeitsberichte der Nachrichtendienste von Deutschland, Frankreich und Grossbritanien, statt manipulative Datenverheimlichung einer Weltwoche als Grundlage umfassender Information zu bewerten. Wenn Sie die Grundlagen der Daten kennen, erkennen Sie die Manipulation. @:Grisu: bevor Sie einen Anspruch an die politische Felxibilität von de Mehrheit der Schweizer fordern, sollten Sie mal genauer betrachten, welche Partei die konkordante Konsenspolitik abgeschafft hat.

    • wasp am 28.05.2016 15:34 Report Diesen Beitrag melden

      Wenn schon Käse,

      dann guter Käse. Die Weltwohe kommt mir nicht ins Haus!

    • Mack am 28.05.2016 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @wasp

      Dann lass dich weiter von den Systemmedien manipulieren! Informier dich mal, wem all die Systemmedien gehören (über Umwege), wo die Fäden fast aller westlichen Medien zusammenlaufen und wer die Fäden in der Hand hat!In welchen NGO's und anderen "Clubs" die Chefredakteure der Massenmedien, dabei sind! Vlt. Geht auch dir dann ein Licht auf.

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