Syrische Flüchtlinge

06. März 2018 23:44; Akt: 07.03.2018 00:35 Print

AfD-Delegation trifft Assads Grossmufti

Abgeordnete der deutschen AfD haben in Damaskus Assad-Anhänger getroffen. Es ging ihnen um die Rückkehr syrischer Flüchtlinge.

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Eine Gruppe von AfD-Politikern ist nach Damaskus gereist, um die Forderung ihrer Partei nach einer Rückkehr der in Deutschland lebenden syrischen Flüchtlinge zu unterstreichen. Die Mehrheit der nach Deutschland geflüchteten Syrer gehört allerdings zu den Gegnern von Präsident Baschar al-Assad.

Die AfD-Abgeordneten veröffentlichten am Dienstag auf Internet-Plattformen Fotos, die sie unter anderem bei einem Treffen mit dem syrischen Grossmufti Ahmad Badr al-Din Hassun zeigen. Wie aus Parteikreisen verlautete, hatten die Landtags- und Bundestagsabgeordneten die Parteispitze vorab über ihre Reiseabsichten unterrichtet.

Rückkehr syrischer Flüchtlinge

Einer ihrer Gesprächspartner, der regimetreue Grossmufti, hatte 2011 gedroht, sein Land werde im Falle einer westlichen Intervention Selbstmordattentäter nach Europa und Amerika schicken.

Die AfD, die rechtsnationalistische Alternative für Deutschland, hatte im November im Bundestag gefordert, die Bundesregierung solle mit der syrischen Führung Verhandlungen über eine Rückkehr der Flüchtlinge aufnehmen. Abgeordnete anderer Parteien hatten den Rechtspopulisten daraufhin «Zynismus und Heuchelei» vorgeworfen.

Die Wahrheit über die Realität

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete am Montag von dem Treffen der «Deutschen Parlamentsdelegation» mit dem syrischen Parlamentspräsidenten Hammudeh Sabbagh, ohne die AfD beim Namen zu nennen.

Der Grossmufti rief die Abgeordneten der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana zufolge dazu auf, in Deutschland die Wahrheit über die Realität in Syrien zu vermitteln. Westliche Medien versuchten, die Öffentlichkeit über Geschehnisse im Land in die Irre zu führen.

(oli/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • john skeptiko am 07.03.2018 00:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mutig und nötig

    die afd muss man nicht mögen. aber warum tut es denn sonst niemand? allgemein habe ich noch nie einen unterstützer assads in den medien gesehen. wäre es nicht langsam an der zeit nach 7 jahren krieg auch mal die andere seite zu zeigen?

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  • Le Moutarde am 07.03.2018 05:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wir müssens ja auch hören

    Dass die Medien die Realität verdreht, sollte mittlerweile dem Letzten klar sein. Dennoch wird jeder in die rechte Ecke gedrängt, der nicht das linke Gefasel nachlabert oder gar anderer Meinung ist. Dass die Asylpolitik kläglich gescheitert ist, kann in Deutschland gut beobachtet werden. Aber in ihre Ideologie passt die Realität nicht. Die AfD als rechts zu bezeichnen ist falsch. Sie zeigt ganz einfach und klar auf, was alles schief läuft und versucht Lösungen zu finden. Andere Meinungen sollen gehötlrt und akzeptiert werden.

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  • ardi am 07.03.2018 06:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kein pro

    Das stimmt so nicht dir mehrheit der flüchtlinge haz kein problem mit assad. Nur die medien sagen das. Liebe medien geht bitte mal unters volk und glaubt doch nicht alles was die iternationale presse sagt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • EMM am 07.03.2018 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bevor die Etablierten Partei

    Sich über die AFD Künstlich empören, um wiederum Politik zu machen. Was hat die Etablierten Partei in Syrien geleistet, um sich im besseren Licht zu Präsentieren? Nichtstun ist auch keine Option. Tatsache ist, dass die Krisenregionen zugenommen haben, somit auch die Flüchtlingströme, von daher wäre eine Aktive Aussenpolitik richtig und wichtig, um die Probleme vor Ort lösen zu können. Muss nicht jedem gefallen, ist aber meine Meinung.

  • Zeit Geschichte am 07.03.2018 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Nur mal so

    Dieser Grosmufti wurde übrigens 2010 von der Konrad Adenauer Stiftung (CDU nah) nach Deutschland eingeladen.

  • RicBellini am 07.03.2018 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Kehrt nach Hause

    Ja die sind bestimmt herzlich Willkommen. Bashar wird es wenig bis gar nicht interessieren zumal es eine Rechtspartei ist welche die Forderung stellt.

  • Dr Lustig am 07.03.2018 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wie jetzt?

    RNAFD oder RPAFD oder eben doch einfach AFD? Ich bin kein AFD Freund, aber meines Wissens nennen die sich immer noch Alternative für Deutschland und weder "rechts nationalistische Alternative für Deutschland" noch "rechts populistische Alternative für Deutschland". Propaganda?

  • Dave am 07.03.2018 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Überlegt mal

    Die Syrer würden auch lieber nach Hause zurück gehen ... wenn es denn möglich wäre dort ein Leben ohne ständige Lebensgefahr zu führen.