Kampf gegen «Fake News»

09. Februar 2018 11:24; Akt: 09.02.2018 14:44 Print

AfD gründet eigenen Nachrichtenkanal

Die deutsche Rechtspartei AfD plant einen eigenen «Newsroom». Dadurch soll die negative Berichterstattung unterbunden werden.

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Die AfD-Bundestagsfraktion will ihre Kommunikation künftig im Wesentlichen über einen eigenen «Newsroom» steuern. Fraktionschefin Alice Weidel sagte dem Magazin «Focus», das Vorhaben sei «eine innovative Zeitenwende in der Bundesrepublik». Grund für die PR-Offensive ist demnach die Missachtung oder negative Darstellung der AfD in vielen Medien. «Solange die AfD von vielen Medien ignoriert oder mit Fake-News gezielt schlechtgemacht wird, kann es nur diesen Weg geben», sagte Weidel.

Wie «Focus» unter Berufung auf Fraktionskreise berichtete, sollen neben der klassischen Pressestelle rund 20 weitere Mitarbeiter für die Kommunikation zuständig sein. Die Arbeitsweise des «Newsrooms» werde der in journalistischen Redaktionen ähneln. Der Schwerpunkt soll auf der Verbreitung der AfD-Inhalte in den sozialen Medien liegen. Starten soll der «Newsroom» demnach im April.

Eigenes TV-Studio

Die Mitarbeiter sollen dem Bericht zufolge im Schichtbetrieb rund um die Uhr tätig sein. Drei von ihnen werden sich auf Recherche spezialisieren und Themen ausfindig machen, die laut Weidel «unter den Teppich gekehrt werden, und sie journalistisch sauber für die Öffentlichkeit aufbereiten». Zu diesem Zweck werde in den Fraktionsräumen der AfD im Berliner Jakob-Kaiser-Haus auch ein eigenes TV-Studio eingerichtet.

Die AfD war mit 12,6 Prozent in den Bundestag eingezogen und ist bei Zustandekommen einer neuen grossen Koalition Oppositionsführer.

(chi/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Edmo am 09.02.2018 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache

    Eine gute Sache, denn Deutschland braucht nicht nur in der Politik eine Alternative, sondern dringend auch in der Medienlandschaft. Der linksgestrickte mediale Einheitsbrei ist weit mehr der Information verpflichtet.

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  • Ex Berliner am 09.02.2018 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann hören die etablierten Parteien das Weckerklin

    Wenn sie nicht wieder über die Eskapaden der eigenen Protagonisten stolpern sicher eine gute Sache. Wenn die AfD nicht das Problem einiger sehr grenzwärtiger Mitglieder hätte, wären sie sicher schon sehr viel weiter. Fakt ist, dass die Politiker der etablierten Parteien in Deutschland das Weckerklingeln einfach nicht hören wollen und Volkes Willen sehr grosszügig für sich interpretieren.... das geht sicher nicht mehr lange so weiter. Es ist schon wirklich dreist mit einem Wahlergebnis von um die 30% von einem klaren Wählerauftrag zu sprechen... (siehe u.a. die Rheinland Pfalz Wahl).

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  • Philipp am 09.02.2018 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    Dieses Phänomen ist bekannt!

    Man nennt das auch "Parallelgesellschaft"!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Andersdenkender am 10.02.2018 15:38 Report Diesen Beitrag melden

    Warum sich Widerstand regt in DE

    Kennen Sie Werner Beinhart?? Das gab es +/- wirklich. Spielt im Sauerland... Diese Alltagskultur der einfachen Leute... Sehen Sie, Supperreiche aus Politik und Wirtschaft kaufen sich Supersportwagen und fahren in Dubai auf der Rennstrecke.... Arme Leute die Handwerken können, basteln sich ihre eigene Fahrzeuge und haben irgendwo auf dem Acker des Nachbarn ihren Spass. Eigenständig lebende Menschen die ihre Dinge selbst Produzieren werden vom Staat genauso wie Konzernen verachtet. Political Correctness, Rot-Grün hat alles dafür gegeben diese Selfmade-Arbeiter Kultur zu zerschlagen. Effektiv.

  • 666777 am 10.02.2018 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Demokratisch sein und anderen zuhören!

    Wer sich die Reden der AFD ansieht, vor dem Deutschen Bundestag und genau zuhört, muss und sollte sich Gedanken machen! Wenn diese Fakten stimmen dann ist sehr viel in Deutschland nicht in Ordnung. Dazu sollte es einen Faktencheck geben. Statt über diese Partei nur zu schimpfen und sie schlecht zu machen!

    • Daniel am 10.02.2018 14:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @666777

      An den Herausforderungen wächst man. Was die Afd betreib ist aber die Herausforderungen als Probleme für sich zu instrumentalisieren. Weder ist es irgendwas neues was die Afd MdB da "aufdecken" noch steckt da irgendein konstruktiver Beitrag hinter den reisserischen Reden. Viele befassen sich leider erst seit youtube mit Politik und Geschichte somit wirkt für manche vieles neu und beängstigend. Ein Bsp. ist der Nahostkonflikt, der eine Folge vieler Verkettung in der Geschichte war, vor allem befeuert furch amerikanische Aussenpolitik konservativer hardliner. Solche brauchen wir hier nicht.

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  • R. Lerch am 10.02.2018 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    nicht ignorieren

    Das gefährlichste was man mit der AfD tun kann, ist sie versuchen zu ignorieren. Wenn 12,6 % der deutschen Bevölkerung AfD gewählt haben so kann man dies nicht einfach ignorieren. Man muss die Partei ernst nehmen und auch nicht einfach in die rechtsradikale Ecke stellen. Es gibt auch in CSU Kreisen Gruppierungen die verdächtig extrem rechts stehen, trotzdem kommt kein Mensch auf die Idee die CSU einfach generell zu verteufeln. Falls es zu Neuwahlen kommt wird die AfD weit vor der SPD liegen und zweitstärkste Macht im Land, spätestens dann führt kein Weg mehr an ihr vorbei.

  • Ella CH am 10.02.2018 11:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    AfD = ängstlich

    Was mich an der AfD am meisten stört, ist dass die immer so derart ängstlich sind...niemand käme auf die Idee wegen 4% Moslemanteil in Panik auszubrechen... Die Angsthasenpartei AfD hingegen zittert vor den Moslems und fürchtet sich auch sonst vor so manchem :-) Darum wohl gabs aus dem Volk nur so wenige Stimmen für die AfD (bloss 13%) - das Volk will halt Stärke und nicht Feigheit.

  • Broetli am 10.02.2018 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kennen wir doch

    Solche News haben ab 1933 gut funktioniert.

    • R. Lerch am 10.02.2018 13:21 Report Diesen Beitrag melden

      differenzieren

      @Broetli Es ist äusserst gefährlich die 12,6 % Wähler einfach als Rechtsradikale zu bezeichnen nur weil sie AfD gewählt haben. Bei Neuwahlen sind es vermutlich weit über 20 %. Das kann man nicht mit "1933" abtun.

    • Swissman73 am 10.02.2018 14:07 Report Diesen Beitrag melden

      @Broetli

      ...und Dank der europäischen Politik läuft alles wieder daruf hinaus... Dieses Mal sollten wir auch aktiver mitmachen, nicht nur so im verborgenen...

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