Prozess in London

01. Juni 2018 11:53; Akt: 01.06.2018 11:53 Print

Brite plante Anschlag auf Prinz George

Er rief dazu auf, die Schule des vierjährigen Sohnes von Prinz William und Herzogin Kate anzugreifen. Husnain Rashid wollte zudem Früchte, Gemüse und Glaces vergiften.

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Ein 32-jähriger Brite hat vor Gericht gestanden, zu einem Terroranschlag auf Prinz George, den vierjährigen Sohn von Prinz William und Herzogin Kate, aufgerufen zu haben. Dafür soll Husnain Rashid ein Foto des Knaben und die Adresse der Schule in der Nachrichten-App Telegram geteilt haben. «Selbst die Royals werden nicht verschont», schrieb Rashid dazu. «Die Schule beginnt früh.»

Der Angeklagte, der am Donnerstag vor dem Londoner Gericht mit langem Bart erschienen war, hatte ausserdem zu Anschlägen auf Fussballstadien aufgerufen – und auch dazu, in die Glaces von Supermärkten Gift zu spritzen und Gemüse und Früchte mit Zyankali zu versetzen.

Darüber hinaus wirft die Staatsanwaltschaft dem 32-Jährigen vor, er habe nach Syrien reisen und sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anschliessen wollen. Rashid arbeitete laut Anklage auch an einem Online-Magazin mit Tipps für potenzielle Einzeltäter, die Anschläge planen.

Richter erwägt lebenslange Haftstrafe

Der arbeitslose Webdesigner war im vergangenen November festgenommen worden. Er ist wegen Vorbereitung einer terroristischen Straftat und Unterstützung der Vorbereitung terroristischer Straftaten angeklagt. Das Urteil wird am 28. Juni verkündet.

Richter Andrew Lees machte Rashid gegenüber deutlich, dass er mit einer langen Haftstrafe rechnen müsse: «Ich habe verstörende Anschuldigungen gehört. Es ist unvermeidlich, dass Sie zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt werden. Auch eine lebenslange Haftstrafe wird erwogen.»

(gux/sda)