Anschlag in Manchester

24. Mai 2017 14:13; Akt: 24.05.2017 14:13 Print

Ariana Grandes Mutter half panischen Teenagern

Viele Jugendliche hatten Glück in der Terrornacht von Manchester – auch dank selbstlosen Retterinnen wie Joan Grande.

Bildstrecke im Grossformat »
Hashem Abedi besorgte seinem Bruder und Attentäter Salaman Abedi den Sprengstoff: Eine Frau zündet eine Kerze für die Opfer des Attentats in Manchester an. (23. Mai 2017) Von einer Überwachungskamera aufgenommen: Salman Abedi am Tag des Anschlags in Manchester. (22. Mai 2017) Über seine Bewegungen versuchen Experten zu analysieren, ob Abedi Bauteile für die Bombe auf sich trug. Was befindet sich in dem blauen Rollkoffer? Beim Anschlag in der Manchester Arena hat Abedi 22 Menschen getötet und viele weitere verletzt. Der Polizeichef von Manchester informiert nach dem Anschlag die Medien. US-Präsident Donald Trump hat in Brüssel angekündigt, dass er die Verantwortlichen für die Weitergabe interner Ermittlungsergebnisse zum Anschlag in Manchester verfolgen werde. (25. Mai 2017) Die Bewohner der Stadt rücken zusammen: Trauernde bei einer Kundgebung im Zentrum von Manchester. (23. Mai 2017) Kerzen und Botschaften in Manchester zum Gedenken an die Opfer. Kamen Jugendlichen beim Anschlag zur Hilfe: Joan Grande (rechts) und ihre Tochter Ariana. Brachte Teenager in Sicherheit: Die 48-jährige Paula Robinson wird als Heldin gefeiert. Täter identifiziert: Forensiker durchsuchen das Gelände um das Haus, in dem Salman Abedi gewohnt hat. (23. Mai 2017) «Wir haben einen Job zu erledigen»: Trainer von Manchester United, José Mourinho, in Stockholm. (23. Mai 2017) Offenbar handelt es sich bei Abedis Haus um den Ort, wo die Polizei am Morgen eine kontrollierte Explosion vorgenommen hat. Einkaufszentrum evakuiert: Menschen vor dem Arndale Shopping Center in Manchester am Tag nach dem Anschlag am Konzert von Ariana Grande. (23. Mai 2017) Gerüchten zufolge war der Evakuierung eine Bombendrohung vorausgegangen. Polizisten auf einer Brücke am Victoria-Bahnhof in Manchester. Angespannte Sicherheitslage: Polizisten patrouillieren in der Nähe der Manchester Arena. Der Attentäter war unter den Opfern: Forensiker verlassen die Manchester Arena. (23. Mai 2017) Das Gebiet um die Manchester Arena und den Bahnhof Victoria Station bleibt während der forensischen Untersuchungen gesperrt. Ein Polizist sucht die Umgebung ab. Überlebende versuchen sich zu fassen. Während des letzten Songs ertönt ein lauter Knall: Polizei und Konzertbesucher vor der Manchester Arena. (22. Mai 2017) Explosion in Manchester: Die Polizei riegelt das Gebiet um die Konzertarena ab. (22. Mai 2017) Die Polizei ist auf dem Weg zur Veranstaltungsort. (22. Mai 2017) Noch ist das Ausmass der Explosion unklar. Zu Beginn war auch nicht klar, ob es sich um einen Anschlag oder einen andersartigen Vorfall handelt. (22. Mai 2017) Die Lage ist laut Polizei unübersichtlich. (22. Mai 2017) Die Bevölkerung von Manchester ist aufgerufen, den Bereich um den Veranstaltungsort zu meiden. (22. Mai 2017) Panik in Manchester: Fans von Ariana Grande rennen aus dem Konzertsaal. (22. Mai 2017) Laut einem Sprecher geht es ihr gut: Ariana Grande bei einem Konzert. (Archivbild) Polizei meldete zunächst einen «schwerwiegenden Vorfall» an einem Konzert von Ariana Grande. (Archivbild)

Zum Thema
Fehler gesehen?

In den Medien werden immer mehr Geschichten von Frauen publik gemacht, die sich in der Terrornacht von Manchester als Heldinnen entpuppten. Eine davon ist Ariana Grandes Mutter, wie das Onlineportal «TMZ» berichtet. Sie sass offenbar noch in der Front-Reihe, als die Bombe explodierte.

Augenzeugen berichten, Joan Grande sei einer Gruppe von panischen Konzertgängern zu Hilfe geeilt. Gemeinsam mit Sicherheitskräften habe sie die Teenager in den Backstage-Bereich begleitet und gewartet, bis sie sicher nach draussen geleitet werden konnten.

Knapp dem Tod entkommen

Eine Heldentat vollbrachte in dieser Nacht auch die 54-jährige Kim Dick. Sie wartete zusammen mit ihrem Ehemann auf ihre Tochter und ihre Enkelin. Sie wollten die beiden nach dem Konzert abholen und standen nur wenige Meter vom Terroristen Salman Abedi entfernt, wie «The Sun» berichtet. Die beiden seien dem Tod knapp entkommen, nachdem sich Abedi in die Luft gesprengt hatte.

Trotz des Schocks und der Angst um die beiden Familienangehörigen half Kim Dick einer 14-Jährigen, die schwer verletzt am Boden lag. «Ein Plastiksack schmolz in ihren Haaren, aus ihrem Mund floss Blut. Ich schnappte sie und trug sie durchs Foyer, sie kollabierte in meinen Armen», erzählt Dick gegenüber «The Sun». Die Frau, die später als einer der «Engel von Manchester» bezeichnet wurde, blieb so lange bei dem Mädchen, bis die Sanitäter kamen.

Ehemann Phil Dick suchte unterdessen nach der Tochter und der Enkelin. Im heillosen Durcheinander und dem Rauch erwies sich die Aufgabe als nahezu unmöglich. Schliesslich erwischte er seine Tochter am Handy und konnte aufatmen. Beide waren wohlauf.

Anlaufstelle für die Eltern

Auch die 48-jährige Paula Robinson wird auf Facebook und Twitter als Heldin gefeiert. Sie brachte die flüchtenden Teenager in ein nahe gelegenes Hotel in Sicherheit und teilte ihren Kontakt auf Social Media, damit ihre Eltern sie kontaktieren konnten. Dem Aufruf waren Unzählige gefolgt. «Man sollte der Frau einen Orden verleihen», schreibt ein User. «Es sollte mehr solche Menschen geben», meint ein anderer.

(kaf)