Gotteslästerung

12. Dezember 2012 15:28; Akt: 12.12.2012 15:35 Print

Atheist in Ägypten muss drei Jahre hinter Gitter

Eine religionskritische Äusserungen im Internet kommt einen 27-jährigen Ägypter teuer zu stehen. Albert Saber Ajad wurde wegen Blasphemie zu einer Haftstrafe verurteilt.

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Ein Gericht in Ägypten hat einen angeblich atheistischen Aktivisten zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Wie die Tageszeitung «Al-Masry Al-Youm» am Mittwoch meldete, wurde der aus einer koptischen Familie stammende Albert Saber Ajad der Gotteslästerung und Religionsbeleidigung für schuldig befunden.

Laut Angaben der Ermittler hat Ajad, der selbst nicht religiös ist, religionskritische Äusserungen im Internet veröffentlicht. Der 27 Jahre alte Mann war im September festgenommen worden. Eine Menschenmenge hatte ihn beschuldigt, den islamfeindlichen Film «Innocence of Muslims» weiter verbreitet zu haben.

Menschenrechtsgruppen verurteilten seine Festnahme. Ajads Familie habe aus Angst vor Angriffen ihr Haus verlassen, erklärten Aktivisten. Amnesty International hatte im Oktober berichtet, Ajad sei im Gefängnis schwer misshandelt worden. Der Straftatbestand der Blasphemie werde zunehmend dazu missbraucht, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans Meier am 14.12.2012 19:28 Report Diesen Beitrag melden

    Wegsehen ist Verblödung

    Wo sind die Menschenrechtsaktivisten ? Ist das gleichgueltig weil in einem islamangehauchten Staat? Klardoch Glaubens und Gewissenfreiheit gilt doch nur den Christen oder hab ich da was falsch mitbekommen ?

  • Paskal Helmut am 13.12.2012 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinn?

    was ist der sinn des Leben ohne religion?

    • Franz am 13.12.2012 21:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ganz einfach...

      gegen Religion mit pseudointellektuellen Argumenten zu missionieren!

    • Andreas Schulthess am 13.12.2012 22:36 Report Diesen Beitrag melden

      Die Religion gibt keine Antwort darauf

      Die Religion gibt keine Antwort auf den Sinn des Lebens. Warum hat der Mensch die Freiheit zu glauben oder nicht zu glauben? Ist diese Freiheit nicht ein Wiederspruch, wenn der Sinn d. Lebens darin besteht Gott zu gehorchen? Ist es dann nicht sinnlos? Die Antwort auf den Sinn d. Lebens liefert die Philosophie und nicht die Religion. Jeder Mensch kann durch eigenes Denken sein Leben gestalten und selber bestimmen was sinnvoll / sinnlos ist und seine eigenen Werte durch seine Vernunft herleiten. Die Religion entwertet doch gerade das diesseitige Leben mit dem Glaube an einen Himmel!

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  • André am 13.12.2012 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    Religion oder Gehirnwäsche?

    Ich würde mich nicht als religiös bezeichnen, bin auch aus der Kirche ausgetreten. Dennoch bin ich der Meinung, dass ich wesentlich sozialer bin und mehr nach Gewissen handle als viele, die sich als religiös bezeichnen. Es gibt keine Beweise für einen Gott, auch keine dagegen. Sollten wir unser Leben Gott widmen, dann bin ich überzeugt, würde dieser es uns selbst mitteilen. Klar die religiösen würden wieder sagen die Bibel oder sonstige heilige Schriften sind die Beweise. Für mich sind diese einfach nur von Menschen geschrieben und deshalb kein akzeptabler Beweis.

  • Jackmans am 13.12.2012 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Religion ist ein Mittel für Macht

    Religionsfreiheit bedeutet nicht nur die Akzeptanz anderer Religionen, sondern auch die Kritikfähigkeit zur eigenen Religion. Religion oder Atheismus sind eine freiwillige Einstellung eines jeden Menschen u unantastbar. So sollte es jedenfalls sein. In Ländern, wo die Religion die Staatsform bestimmt, wird Glaube zwangsweise auferlegt, ohne Rücksicht auf die freie Einstellung eines jeden Bürgers, um so den freien Willen zu unterdrücken u die Religion individuell interpretieren zu können. So wird Macht aufrechterhalten u ein Volk zu Sklaven einer Religion ohne freie Persönlichkeit.

  • D.Menzi am 12.12.2012 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Religionen kein Krieg

    Ich Glaube an den Frieden aber so wie die Lage aussieht, ist er nur ohne Religionen möglich. Es ist immer verheerend gute Ideen mit einer Religionsstruktur zu versehen.

    • Inga am 13.12.2012 08:34 Report Diesen Beitrag melden

      Frieden ohne Religion ein Irrtum

      Ich glaube, da irren sie sich gewaltig. Öffnen sie die Augen! Wie steht es mit Gewalt bei all jenen, die keinen Sinn und keine Werte mehr mitbekommen in ihrer Jugend? Natürlich kann man sagen, dass dies nicht mit Religion zusammen hängt, aber seien wir ehrlich, was für einen Wert hat das Leben ohne höheres Ziel? Was in Ägypten abläuft ist hat allerdings nichts mit Christentum... zu tun und ist eine Schande. Dazu könnte genauso Esotherik, Freidenken... missbraucht werden. Das liegt am Mensch, der immer einen Vorwand zur Macht braucht, egal was.

    • Beobachter am 13.12.2012 09:16 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt nicht

      Buddismus und Hinduismus sind extrem friedliche Religionen. Shiks sind ausgezeichnete Krieger und Kaempfer aber ehrlich und bekannt fuer ihre zuverlaessigkeit. Und dann gibt es halt andere Religionen die alles eliminieren wollen das ihnen nicht passt. Aber das hat auch nur teilweise mit Religion zu tun. Oft ist es einfach eine Machtgier die in eine Religion projeziert wird. Gaebe es nicht solche Religionen dann waren es halt machtgierige Atheisten. Die Gewalt bleibt. Oft ist sie auch eine Folge der Ueberpopulation. Zuviele Menschen auf zuwenig Platz. Man kaempft ums ueberleben.

    • Jackmans am 13.12.2012 10:51 Report Diesen Beitrag melden

      Frieden ist Glaubensunabhängig

      Ein Frieden ist nicht zwingend von einer Religion abhängig, kann aber dazu beitragen, das Frieden sich entwickelt. Entscheidend für Frieden ist die persönliche Akzeptanz fremder Kulturen u Religionen, doch im Wesentlichen aber von der eigenen Einstellung zur Umwelt abhängig. In Ländern, wo die Religion aber dazu missbraucht wird, um eine Staatsform aufrecht zu erhalten, welche ein Volk zwingt, dieser Religion Folge zu leisten u keine andere Kultur oder Religion zu akzeptieren, wird nie Frieden finden, da hier die persönl. Glaubensfrage beschnitten wird. Instrumentalisierung zur Macht ist das.

    • Danny am 13.12.2012 13:07 Report Diesen Beitrag melden

      @Inga

      Sinn und Werte bedürfen nicht den Beistand fixtiver Gottheiten, des Nikolaus' und des Christkindes. Ein gesundes Mass an Intelligenz, Ethik, Moral und Anstand, welche durch ein "gesundes" Elternhaus an die Kids vermittelt werden sollte, würde ausreichen. Sollte es einen Gott geben, der uns geschaffen hat, so hat er uns schon lange uns selbst überlassen. Jeder soll glauben (glauben heisst: nicht sicher wissen) was er mag. Dazu braucht es keine Religion mit von Menschen erlassenen Gesetzen (Bibel, Thora, Koran). Und es braucht auch kein Missionieren.

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