Bundeskanzler Christian Kern

12. Januar 2017 08:50; Akt: 12.01.2017 11:08 Print

Auch Österreich will den Inländervorrang

Auch im Nachbarland steigt der Druck auf Zuwanderer: Bundeskanzler Christian Kern will ihren Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt einschränken.

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«Worauf warten? Zeit, die Dinge neu zu ordnen»: Bundeskanzler Christian Kern bei der Rede zur Zukunft Österreichs in Wels. (11. Januar 2016) (Bild: Keystone)

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Was in der Schweiz punkto Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative im Dezember beschlossen wurde, dürfte nun auch in Österreich zum Diskurs werden. Der Sozialdemokrat und Bundeskanzler Christian Kern will den Arbeitsmarkt für Österreichs Bürger stärken.

In einer fast zweistündigen Grundsatzrede vor 1500 geladenen Gästen erklärte der SPÖ-Vorsitzende ein knapp 150-seitiges Arbeitsprogramm. Der Kanzler möchte den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt für Bürger anderer EU-Staaten einschränken.

Konkret fordert er, dass in Krisensituationen Zuwanderer bei der Jobsuche erst an zweiter Stelle berücksichtigt werden. Bei Branchen mit hoher Arbeitslosigkeit solle der Grundsatz gelten, dass erst in den eigenen Reihen nach geeigneten Arbeitskräften gesucht wird, bevor Bürger anderer EU-Staaten dafür in Betracht gezogen werden, wie der «Standard» schreibt.

Erbschaftssteuer und Mindestlohn

Kern kündigte ausserdem an, dass er notfalls alle gesetzlichen Hebel in Bewegung setzen werde, damit in Österreich künftig ein Mindestlohn von 1500 Euro gezahlt werde. Die SPÖ werde sich ausserdem für eine Erbschaftssteuer auf Vermögen von mehr als einer Millionen Euro starkmachen. Des Weiteren sprach der Bundeskanzler von der Schaffung von 200'000 neuen Jobs bis 2020, wie der ORF berichtet. Die hohe Arbeitslosigkeit würde den Staat jährlich Milliarden kosten.

(kat/SDA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Denkpause am 12.01.2017 08:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absolut uneuropäisch ...

    ... aber völlig legitim. Jedes Land ist in erster Linie für sich selber und seine Bürger/Bewohner verantwortlich.

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  • Thomy8703 am 12.01.2017 08:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorrang

    das verbessert die Chancen der Schweiz und die EU schaft sich selbst ab.

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  • Linus am 12.01.2017 08:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im wandel der zeit

    Naja, europa ist es noch nicht ganz bewusst, aber mit dieser regellosen multi kulti und welcome strategie im deck mantel der solidarität gebunden an wir brauchen fachkräfte, passiert nur eines. Man fährt den karren an die wand. dafür muss ich nicht mal experte sein, sondern einfach mal nüchtern links und rechts schauen um mir ein bild zu machen. Aber ich weis, sich selber belügen liegt den meisten in den genen;)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin S. am 14.01.2017 18:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wir arbeiten und leben HIER.

    Da gibt es was, das die Sozis irgendwie einfach nie verstehen wollen. Das Geld das sie so gerne ausgeben muss erst mal von jemandem verdient werden. Wir brauchen eine stabile Kultur und einen gesunden Mittelstand hier in der Schweiz und auch dort in Österreich. Nur das hilft letzten endlich auch den Schwächeren. Wir wollen ja kein zweites Venezuela werden. Inländervorrang bedeutet indirekt auch die schwächeren hier vor Ort bei uns selber zu unterstützen. Liebe deinen nächsten heisst noch lange nicht liebe die ganze Welt bis zur Selbstaufgabe, liebe Sozis!

  • AFD Wähler am 14.01.2017 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    wann merken es die Europäer

    dass nur junge Menschen die ein besseres Leben wollen kommen. Und nur dorthin wo man am meisten bekommt.

  • Ein Leser am 12.01.2017 22:18 Report Diesen Beitrag melden

    Personenfreizügigkeit streichen

    Wenn aufeinmal alle den Inländervorrang wollen, kommt die EU sowieso zum schluss es gibt gar keinen Inländervorrang. Die EU müsste sich komplett reformieren und die Personenfreizügigkeit aus den Grundverträgen streichen. Nur so kann sie überleben.

    • Cartman1993 am 12.01.2017 23:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ein Leser

      Wenn man die EU dann aber reformiert, sollte man aus ihr einen Bundesstaat machen, eine richtige Exekutive, Legislative, Judikative einführen und den Ministerrat abschaffen

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  • Walter am 12.01.2017 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute, richtige und zwangsläufige Idee

    Die Schweiz hat diesbezüglich kläglich, komplett und desaströs versagt. Die Österreicher sind gut beraten, wenn sie sich nicht nach dem Schweizer Vorbild orientieren und ich bin überzeugt, dass da Leute zu Werk gehen, die mit unseren Scharlatanen nicht zu vergleichen sind. Was bei uns entschieden wurde, ist nichts aber rein gar nichts, ausser das Volk kriminell hintergangen.

  • Zimmerli am 12.01.2017 19:41 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Österreicher ich verstehe euch. Ich hoffe Ihr seid klüger wie wir Schweizer und zieht es durch.