Kämpfe im Nordosten Burmas

29. August 2009 09:52; Akt: 29.08.2009 10:05 Print

Bombe trifft China

Der neu entflammte Konflikt zwischen Regierungstruppen und Rebellen im Nordosten Burmas weitet sich zunehmend auf China aus. Unbekannte schleuderten eine Bombe über die Grenze auf chinesisches Territorium.

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Das berichtet die Zeitung «China Daily». Beim Anschlag am Freitag wurden mindestens ein Mensch getötet und mehrere verletzt, sagte ein Vertreter des Roten Kreuzes. Zehntausende Menschen flüchteten bereits in den vergangenen Tagen vor den Gefechten in der burmesischen Region Kokang in die chinesische Grenzstadt Nansan.

Heftige Kämpfe

Die chinesische Zeitung «Global Times» berichtete auf ihrer Website, in dem Grenzgebiet seien am Samstagmorgen erneut heftige Kämpfe ausgebrochen. Diese hielten immer noch an. Tausende Menschen hingen in Kokang fest. Es mangle an Lebensmitteln und Trinkwasser.

Waffenstillstandsabkommen gebrochen

Laut burmesischen Exil-Gruppen und chinesischen Medien brachen die Gefechte aus, nachdem das Militär Einrichtungen der Rebellen einnahm. Ein 20 Jahre lang bestehendes Waffenstillstandsabkommen sei gebrochen worden.

Bei den Flüchtlingen soll es sich sowohl um Burmesen als auch Chinesen handeln, die in Burma leben und arbeiten. Am Freitag hatte die chinesische Regierung Burma, das offiziell Burma heisst, aufgefordert, für Stabilität in der Grenzregion zu sorgen sowie chinesische Bürger und deren Rechte zu schützen.

Bald Wahlen in Burma

Der Herausgeber der von Thailand aus betriebenen burmesischen Exil-Zeitschrift «Irrawaddy», Aung Zwa, sagte: «Das Ziel des Regimes ist es, die ethnischen Rebellen zu entwaffnen und zu kontrollieren und so die Bedrohung durch sie vor den Wahlen zu neutralisieren.» 2010 sind das erste Mal seit 20 Jahren Wahlen in Burma angesetzt.

(sda)