Überschwemmungen drohen

09. Dezember 2012 07:51; Akt: 09.12.2012 09:35 Print

Bopha kehrt auf die Philippinen zurück

Die Philippinen sind erneut vom Sturm «Bopha» heimgesucht worden. Im Norden des Landes kam es zu heftigen Regenfällen. Die Behörden rechneten mit Überschwemmungen.

Bildstrecke im Grossformat »
Taifun Bopha, der am 4. Dezember über die Philippinen gefegt war, hat über 1000 Opfer gefordert. 844 Menschen werden noch vermisst. Die humanitäre Lage war angespannt: Evakuierte Kinder warten hier auf die Ausgabe der Essensration. Drei Tage nachdem der Taifun Bopha über die Philippinen gefegt ist werden immer noch Tote geborgen. Die Suche und der Transport der Leichen sind äusserst beschwerlich. Derweil verteilt der philippinische Präsident Benigno Aquino III. ganz in der Nähe Hilfsgüter an Obdachlose, die in einer Sportanlage in New Bataan untergekommen sind. Andere tragen ihre Güter nach Hause. Der Weg über die umgestürzten Bäume ist halsbrecherisch. Doch neben den Baumstämmen ist es auch nicht einfacher. Der Schlamm ist knietief. Bis am 7. Dezember wurden mindestens 500 Tote geborgen. Ein Regierungsbeamter, der Hilfsgüter verteilt hat, ruht sich kurz aus. Tausende haben ihr Haus verloren. Sie nächtigen in Schulzimmern ... ... oder in Zelten. Mitarbeiter der Küstenwache beladen ihr Schiff mit Hilfsgütern für die Opfer des Taifuns Bopha. Der Taifun Bopha hat auf den Philippinen massive Schäden hinterlassen. Im Compostela-Tal räumen Bewohner am 6. Dezember auf. Der Taifun hat mindestens 475 Todesopfer gefordert. 300'000 Menschen verloren ihr Obdach. Beinahe 400 Menschen werden noch vermisst. Der Taifun «Bopha» erreichte am 4. Dezember 2012 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 185 Kilometern in der Stunde. (Bild: Der Taifun am 2. Dezember auf seinem Weg Richtung Philippinen) Nach den verheerenden Tropensturm, bei dem vor einem Jahr auf Mindanao mehr als 1200 Menschen ums Leben kamen, hatten die Behörden vorgesorgt. «Bopha» ist bereits der 16. schwere Sturm, der in diesem Jahr auf die Inselgruppe im Westen des Pazifiks trifft. Der Taifun ist der bislang mächtigste Sturm der Saison. Am Dienstag herrschte auf der Insel Ausnahmezustand: Tausende Familien wurden vorsichtshalber in Notunterkünften untergebracht. Die Behörden hatten vor Erdrutschen und Sturzfluten gewarnt. Der Schulbetrieb war eingestellt worden und mehr als 100 Flüge wurden gestrichen. Der heftige Sturm war am Dienstagmorgen bei Baganga an der Ostküste der Insel Mindanao auf Land getroffen. Nach Angaben eines Militärsprechers waren unter den Vermissten auch sechs Soldaten. Im Schnitt durchleben die Anwohner der Philippinen etwa 20 schwere Stürme pro Jahr. Im August wurden in dem südostasiatischen Land bei mehreren Unwettern rund 100 Menschen getötet.

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Der Sturm Bopha, der als Taifun hunderte Menschen im Süden der Philippinen getötet hat, ist in das Land zurückgekehrt. Der Tropensturm wütete am Sonntag im Norden des Landes und brachte heftigen Regen.

«Wir erwarten, dass tief liegende Gebiete erneut überschwemmt werden», sagte Zivilschutzchef Benito Ramos. Es müsse auch mit Springfluten und Erdrutschen gerechnet werden. Die Rettungskräfte seien bereits in der Region und die Bevölkerung vorgewarnt.

Mindestens 548 Tote

«Bopha» hatte am Dienstag vor allem auf der südlichen Insel Mindanao schwere Zerstörungen angerichtet. Nach offiziellen Angaben kamen dabei mindestens 548 Menschen ums Leben.

Laut der Behörde für Katastrophenschutz wurden noch 827 Menschen vermisst. Fast 180'000 Menschen hielten sich noch immer in überfüllten Notunterkünften auf. Ramos sagte, die hohe Opferzahl durch «Bopha» im Süden habe die Bewohner des Nordens wachsamer gemacht.

Plünderungen auf Mindanao

Im Osten von Mindanao hatten inzwischen verzweifelte Überlebende des Taifuns «Bopha» Lebensmittelmärkte und andere Geschäfte geplündert. Die Plünderungen fanden im Küstenort Cateel statt, der beim ersten Durchzug von «Bopha» besonders getroffen wurde.

Die Lebensmittelhilfen hätten sich derart verzögert, dass die Anwohner auf der Suche nach Nahrung in jedes Haus eindrangen, das der Sturm übrig liess, sagte am Samstag ein Behördenmitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP.

In Cateel und umliegenden Küstenorten wurden nach Behördenangaben 97 Prozent aller Gebäude zerstört oder abgedeckt. Infolge von Erdrutschen seien rund 150'000 Menschen mindestens drei Tage isoliert worden. Am Donnerstag erreichte ein Marine-Schiff mit 31 Tonnen Hilfsmaterial an Bord die Stadt Baganga, rund 40 Kilometer südlich von Cateel.

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mike am 09.12.2012 18:04 Report Diesen Beitrag melden

    Film von Cateel.

    Leider sind diese Bilder wie oben gezeigt noch harmlos. In gewissen Regionen steht kein Stein mehr auf dem anderen. Sucht mal nach dem Video bei Youtube "Typhoon Pablo Aftermath" von "Sammy Grado". Da sieht man noch mehr Zerstörung, direkt aus Cateel

  • Franz am 09.12.2012 11:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir haben unsere Hilfe angeboten

    Sind zur Zeit in der Region. Es ist so schrecklich, einfach unglaublich was sich hier abspielt. Wir sind auf einer Asienreise für 1Monat auf den Philippinen. Nun sind wir aufgefordert worden zu helfen. Habe ärztliche Erfahrung. Es ist wie in einen Horrorfilm. Viele suchen auch ihre Familien Angehörigen. Die Philippinen sind ein sehr schönes Land unheimlich schönen Stränden usw. Aber es ist leider ein Anblick des grauens. Ganze Landstriche sind davon betroffen.

  • David am 09.12.2012 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Das sind keine "Plünderungen"

    Wen verzweifelte Überlebende des Taifuns «Bopha» in Lebensmittelmärkte und andere Geschäften Lebensmittel suchen um zu Überleben, sollte dass nicht negativ bewertet werden. Es sollte ein Menschenrechtsgesetz geben das solche Überlebensaktionen gutheisst. Ich denke wir alle würden gleich handel wenn wir in dieser Lebensbedrohenden Situation wären. Oder nicht?

    • Gerhard B. am 09.12.2012 12:21 Report Diesen Beitrag melden

      Und ich sage Ihnen jetzt

      wie die Realität genau aussieht! Ich habe jahrelang in den Philippinen gelebt und etliche Taifune wie auch Erdbeben und Vulkanausbrücher erlebt! Kommt ein starker Taifun werde, vor allem Leute in Küstennähe, aufgefordert ihre Häuser zu verlassen. Tun sie es kommen bereits die Plünderer, tun sie es nicht spielen sie mit ihrem Leben! Viele verlassen die Häuser wegen diesen Plünderer nicht und genau deswegen gibt es immer so viele Opfer.

    • Pinoy am 09.12.2012 15:50 Report Diesen Beitrag melden

      Notmassnahme

      BRAVO. So ist es!! Es lässt sich gut schimpfen wenn man im Ueberfluss lebt.

    • Steffen am 11.12.2012 10:21 Report Diesen Beitrag melden

      Urlaub

      Oh,oh... ich werde am 16.12.2012 das erste mal auf die Philippinen fliegen - hoffentlich geht alles glatt...!!!

    einklappen einklappen