Abu Katada

13. November 2012 14:32; Akt: 13.11.2012 14:54 Print

Briten lassen Terror-Prediger laufen

Der radikalislamische Prediger Abu Katada ist wieder auf freiem Fuss. Nachdem ein Gericht die Auslieferung an Jordanien verhindert hat, dürfte der 51-Jährige das Gefängnis wieder verlassen.

storybild

Freut sich: Katada bei seiner Freilassung. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Die britische Justiz hat den radikalislamischen Prediger Abu Katada am Dienstag aus der Haft entlassen. Der 51-jährige Terrorverdächtige verliess am Vormittag in einem dunklen Transporter das Hochsicherheitsgefängnis Long Lartin, wie Fernsehbilder zeigten.

Die britische Justiz hatte am Montag einem Einspruch Katadas gegen seine geplante Auslieferung an Jordanien stattgegeben und entschieden, dass der Extremist unter strengen Auflagen auf freien Fuss kommt.

Grossbritannien versucht seit einem Jahrzehnt, den mutmasslichen Al-Kaida-Aktivisten nach Jordanien auszuweisen. Die britische Regierung sieht in ihm ein Risiko für die nationale Sicherheit.

Die Justiz begründete die Entscheidung zu seiner Freilassung am Montag damit, dass Katada in seinem Heimatland ein Prozess drohe, in dem unter Folter erzwungene Beweise gegen ihn verwendet werden könnten.

Zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt

Zu den Auflagen der Haftentlassung gehören nun eine ständige elektronische Überwachung und stark begrenzte Ausgangsmöglichkeiten. Er darf zudem kein Internet nutzen und mit einem bestimmten Personenkreis nicht in Kontakt treten.

Katada war in Jordanien wegen Verwicklungen in Terroranschläge im Jahr 1998 zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden. Er hatte bereits im Jahr 1993 in Grossbritannien Asyl beantragt.

Den Grossteil der vergangenen Jahre verbrachte er in Grossbritannien allerdings in Haft oder unter strengen Auflagen kurzzeitig in Freiheit.

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • jowe am 13.11.2012 23:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie immer

    die spinnen die Briten..