London

22. Juni 2014 23:27; Akt: 22.06.2014 23:27 Print

Bürgermeister will vor Wasserwerfer stehen

Eben erst wurde Boris Johnson 50. Ist er jetzt reifer? Kaum: Er will sich vor einen Wasserwerfer stellen, um dessen Harmlosigkeit zu beweisen. Es ist nicht sein erster Coup.

Boris Johnsons beste Momente. (Quelle: YouTube/Will Wallace)
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Boris Johnson ist ebenso konservativ wie exzentrisch. Der Tory-Politiker mit der blonden Strubbelmähne ist seit sechs Jahren Bürgermeister von London. Regelmässig fällt er durch schräge Auftritte und gnadenlos scharfe Sprüche auf.

Sein neuster Coup: Der Amtsträger will sich von einem Wasserwerfer abspritzen lassen, um zu beweisen, dass dies völlig ungefährlich ist. Wie es dazu kam? In einem Radiointerview beharrte Johnson auf der Harmlosigkeit von Wasserwerfern. Auf die Frage des Journalisten, ob er den Beweis persönlich antrete, sagte er: «Okay – Mann oder Maus. Sie haben mich herausgefordert. Ich fürchte, ich muss das jetzt machen.»

Ob es tatsächlich dazu kommen wird, ist noch nicht klar. Eine Genehmigung für den Einsatz eines Wasserwerfers für diese Art von Demonstration hat Johnson nicht. Doch dass er sich davor drücken wird, ist nicht anzunehmen.

Am Donnerstag wurde Johnson 50. Wer dachte, dass er damit auch gesetzter wird, muss sich eines Besseren belehren lassen. Immer wieder fiel er in der Vergangenheit durch markige Sprüche und schräge Auftritte auf. Schwule, Frauen, Linke kriegen ebenso ihr Fett weg wie Prominente. Im Folgenden seine schärfsten Zitate und unvergesslichsten Auftritte.

Über Drogen:
«Ich glaube, man hat mir mal Kokain gegeben. Doch ich musste gleich niesen und konnte es nicht die Nase hochziehen. Und überhaupt: Das war bestimmt nur Puderzucker.»

Über die Homo-Ehe:
«Wenn die Schwulenehe okay ist, dann verstehe ich nicht, warum nicht auch eine Heirat zwischen drei Männern okay ist, oder zwischen drei Männern und einem Hund.»

Über Studentinnen:
«Die sind auf der Suche nach heiratsfähigen Männern.»

Über die Vorteile des Stadt-Lebens:
«Unsereins zieht in die Städte, weil da viel mehr Frauen an der Bar stehen. Die Talentierten aber ziehen in die Städte wegen des Ruhms. In einem verd*** Dorf wird niemand berühmt.»

Über Sex:
«Die Anzahl der Frauen, mit denen ich geschlafen habe, liegt weit unter 1000.»

Über Prinz Harrys Nackt-Party-Skandal in Las Vegas:
«Es wäre eine Schande, wenn ein Junge in Las Vegas keinen Spass mehr haben dürfte. Der wahre Skandal wäre es, wenn man den ganzen Weg nach Las Vegas reist und sich dann nicht so richtig schön daneben benimmt.»

Über Tony Blair (Ex-Premier, Labour-Partei):
«Es ist einfach unglaublich. Der Mann ist eine Mischung aus Harry Houdini und einem eingefetteten Ferkel. Der ist kaum noch menschlich in all seiner Fähigkeit, allem auszuweichen. Blair festzunageln ist etwa so einfach, wie einen Wackelpudding an die Wand zu nageln.»

Über die Gründe für die Torys zu stimmen:
«Wenn du die Torys wählst, wird dein Wagen schneller und deine Frau wird einen grösseren BH brauchen.»

Über Menschen mit niedrigen Einkommen:
«In Familien mit kleinen Einkommen sind die Frauen gezwungen zu arbeiten – oft mit gravierenden Nachteilen für das Familienleben und die Gesellschaft als Ganzes. Weil aus ungeliebten und schlecht erzogenen Kindern eher Taugenichtse und Arbeitslose werden, die dich eines Tages auf der Strasse ausrauben.»

Über seine Chancen, Premierminister zu werden:
«Eher werde ich von einem Frisbee geköpft, in einem kaputten Kühlschrank eingesperrt oder als Olive wiedergeboren, als dass ich Premierminister werde.»

Johnson gegen Deutschland:

(Quelle: YouTube/Ellisaacson)

Diskutiert mit Will Smith über Aristoteles:

(Quelle: YouTube/The Telegraph)

Gondelfahrt mit Schwarzenegger:

(Quelle: YouTube/ITN)

Die besten Olympia-Momente:

(Quelle: YouTube/ITN)

(kmo)