Venezuela wählt rot:

17. Dezember 2012 13:58; Akt: 17.12.2012 14:04 Print

Chávez-Partei siegt bei Gouverneurswahl

Die Vereinigte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) von Präsident Hugo Chávez hat die Gouverneurswahlen haushoch gewonnen. 20 von 23 Sitzen gehören neu ihr.

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Die Vereinigte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) feiert ihren Wahlsieg. (Bild: Keystone)

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Mit einem klaren Wahlsieg haben die Venezolaner den sozialistischen Kurs des an Krebs erkrankten Staatschefs Hugo Chávez bestätigt. Zehn Wochen nach dem Sieg bei der Präsidentschaftswahl errang die Vereinigte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) in 20 von 23 Bundesstaaten die Gouverneurssitze.

Das teilte die Wahlkommission in der Nacht zum Montag nach Auszählung von knapp 95 Prozent der Stimmen mit. Die Chavistas feierten den Wahlerfolg als «historischen Sieg». Die Opposition konnte sich lediglich in den Bundesstaaten Miranda, Lara und Amazonas behaupten. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 54 Prozent.

Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski setzte sich in dem strategisch wichtigen Bundesstaat Miranda gegen Ex-Vizepräsident Elías Jaua mit 51,94 zu 47,71 Prozent durch. Der 40-jährige Jurist Capriles war bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober unterlegen.

Sollte der vor einer Woche auf Kuba operierte Chávez wegen seiner Krebserkrankung dauerhaft an der Amtsausübung gehindert sein, gilt Capriles bei dann erforderlichen Neuwahlen erneut als möglicher Präsidentschaftskandidat. Capriles bedauerte den Wahlsieg der Sozialisten: «Wir hatten die gesamte Staatsmacht gegen uns.»

Chávez verfolgte die Wahlen nach Angaben der Regierung vom Krankenbett in Havanna aus. PSUV-Wahlkampfchef Jorge Rodríguez wertete den Sieg der Sozialisten als einen Sieg von Chávez. «Der Comandante kann nun auf 20 Gouverneure, auf 20 revolutionäre Kader zählen», sagte Rodríguez.

Sieg für Chávez in Erdöl-Staat

Die Regierungspartei siegte auch im wichtigen Erdöl-Staat Zulia, der bislang von der Opposition gehalten wurde. Rund 17,4 Millionen Stimmberechtigte waren am Sonntag zur Wahl aufgerufen. Der Opposition waren bislang insgesamt acht Bundesstaaten zugerechnet worden.

Chávez hatte sich vor rund einer Woche auf Kuba einer komplizierten sechsstündigen Krebsoperation unterzogen. Durch den Eingriff wurde fraglich, ob der 58-Jährige am 10. Januar 2013 sein neues, bis 2019 dauerndes Mandat antreten kann. Bis zum 10. Januar kann sein Vize, Aussenminister Nicolás Maduro, die Amtszeit vollenden.

Sollte Chávez sein Amt nicht antreten können, übernimmt zunächst der Präsident der Nationalversammlung die Amtsgeschäfte. Danach müsste entschieden werden, ob die Abwesenheit des seit 1999 regierenden Chávez temporär oder dauerhaft ist.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rodrigo Perez am 17.12.2012 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    Socialismo sera el porvenir

    Venezuela strebt weiter einer besseren und gerechteren Zukunft entgegen! Auch durch die imperialistischen, weltzerstörenden, scheinsozialen Mächte ist Chavez nicht zu stoppen. Hasta siempre comandante!

  • Gyre 13 am 17.12.2012 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    Südamerika befreit sich von der USA

    Bravo Chavez.Mal sehen wie lange es dauern wird bis die Amis versuchen werden die linken Länder Südamerikas mit Militärdiktaturen a la Pinochet zur "Vernunft" bringen zu wollen.Die Amis haben ja ihren Spezialisten Henry Kissinger,der kennt sich aus mit solchen Dingen. El pueblo undio jamas se avencido.

  • Falcon am 17.12.2012 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Klar

    War abzusehen. Die Weihnachtsferien wurden um eine Woche vorgezogen, damit die Mittelschicht etc. in die Ferien geht und die Familie besucht. Somit waren sie nicht an ihrem "Wählerort" und konnten nicht abstimmen. Wiedermal sehr geschickt von den Chavistas. Klar trägt auch die "Geschenke-für-Wählerstimmen"Aktion von PSUV dazu bei. Einzig der Bundesstaat Lara hat richtig gewählt( wie schon seit Jahren). Die haben den höchsten Standard in Venezuela, dank ihrem genialen Gouverneur! In Barinas haben Chavistas Wähler eingeschüchtert und die Oppositionellen aus den Wahllokalen vertrieben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Emanuel am 18.12.2012 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Chavez ist ein Held

    Capriles ist ein Vertreter der reichen Elite Venezuelas. Seid Hugo Chavez geht es der Bevölkerung endlich besser und auch arme Menschen haben Zugang zu kostenloser Behandlung in Spitälern. Die Verstaatlichung der Erdölindustrie war das einzig richtige, auch wenn es den reichen Egoisten nicht gefällt. Wichtig ist, dass alle ein anständiges Leben in Würde leben können und nicht, dass einige wenige ihren Egoismus durchsetzen. Den USA gefällt die Sache mit dem Erdöl natürlich nicht also setzen sie alles daran, dass ein Präsident eingesetzt wird, welcher die Interessen der USA vertritt.

  • Rodrigo Perez am 17.12.2012 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    Socialismo sera el porvenir

    Venezuela strebt weiter einer besseren und gerechteren Zukunft entgegen! Auch durch die imperialistischen, weltzerstörenden, scheinsozialen Mächte ist Chavez nicht zu stoppen. Hasta siempre comandante!

  • Falcon am 17.12.2012 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Klar

    War abzusehen. Die Weihnachtsferien wurden um eine Woche vorgezogen, damit die Mittelschicht etc. in die Ferien geht und die Familie besucht. Somit waren sie nicht an ihrem "Wählerort" und konnten nicht abstimmen. Wiedermal sehr geschickt von den Chavistas. Klar trägt auch die "Geschenke-für-Wählerstimmen"Aktion von PSUV dazu bei. Einzig der Bundesstaat Lara hat richtig gewählt( wie schon seit Jahren). Die haben den höchsten Standard in Venezuela, dank ihrem genialen Gouverneur! In Barinas haben Chavistas Wähler eingeschüchtert und die Oppositionellen aus den Wahllokalen vertrieben.

  • Gyre 13 am 17.12.2012 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    Südamerika befreit sich von der USA

    Bravo Chavez.Mal sehen wie lange es dauern wird bis die Amis versuchen werden die linken Länder Südamerikas mit Militärdiktaturen a la Pinochet zur "Vernunft" bringen zu wollen.Die Amis haben ja ihren Spezialisten Henry Kissinger,der kennt sich aus mit solchen Dingen. El pueblo undio jamas se avencido.