«Falscher» Präsident

11. November 2012 21:11; Akt: 11.11.2012 22:50 Print

Chef feuert 160 Mitarbeiter wegen Obama

Die Wiederwahl von Barack Obama hat für dutzende Kohlearbeiter fatale Folgen: Sie verlieren ihren Job. Gemäss ihres CEOs sind die Aussichten der Kohleindustrie wegen Obama düster.

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Verschiedene Firmenchefs haben in den USA ihren Mitarbeitern Entlassungen oder Lohnkürzungen angekündigt, falls Barack Obama zum Präsidenten wiedergewählt wird. Nun hat Robert E. Murray, CEO der Kohleabbaufirma Murray Energy mit Sitz in Ohio, seine Drohung wahr gemacht. In einem Schreiben an seine Mitarbeiter kündigte er gemäss des Nachrichtensenders CNN an, insgesamt 160 Arbeiter entlassen zu wollen.

Als Begründung gab Murray an, dass die Obama-Administration einen «Krieg gegen die Kohle» führe und deshalb die Aussichten für die Kohleindustrie düster sei. Besonders eine mögliche CO2-Steuer habe Murray zum Handeln veranlasst.

Arbeiter mussten an Romney-Rede gehen

«Amerika hat sich zu Gunsten der Umverteilung, nationaler Schwäche, reduziertem Lebensstandard und grossen Einschränkungen der persönlichen Freiheit entschieden», heisst es im Schreiben weiter. Insgesamt werden 102 Stellen in Utah, 54 in Illinois und 7 in West Virginia abgebaut.

Bereits vor den Wahlen sorgte Murray für Schlagzeilen. Gemäss des «New Republic» hatte er im August Minenarbeiter dazu gedrängt, eine Wahlkampf-Ansprache von Mitt Romney in Ohio zu besuchen. Insgesamt soll die Murray Energy ausserdem über 1.4 Millionen Dollar an Wahlkampfspenden seit 2007 an die Republikaner gezahlt haben.

(bat)