Sarkozy-Partei UMP

18. Dezember 2012 04:45; Akt: 18.12.2012 04:57 Print

Copé und Fillon legen Führungsstreit bei

Kompromiss im Machtkampf um die Sarkozy-Nachfolge an der Spitze der rechtsbürgerlichen Partei UMP: Jean-François Copé und François Fillon haben eine neue Urabstimmung am 15. September 2013 vereinbart.

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Endlich einig im Kampf gegeneinander: François Fillon (l.) und Jean-François Copé. (Bild: Keystone)

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Mit einer Einigung auf Neuwahlen zum Parteivorsitz haben die französischen Konservativen ihren erbitterten Streit um die Führung der UMP beigelegt. Der umstrittene neue UMP-Vorsitzende Jean-François Copé und sein Herausforderer François Fillon besiegelten am Montagabend ein entsprechendes Sieben-Punkte-Abkommen.

Es bestehe Einigkeit über einen «Ausweg aus der Krise», hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden konservativen Politiker. Mit der Vereinbarung werde die Grundlage für eine tiefgreifende Reform der Statuten und internen Regelungen der UMP gelegt. Demnach soll Copé der UMP bis zur Abhaltung der erneuten Urwahl im September als Parteichef vorstehen.

Das Sieben-Punkte-Abkommen sieht Neuwahlen zur UMP-Führung spätestens bis zum Beginn der neuen Parlamentssitzung im Oktober 2013 vor. Das Leitungsgremium der UMP soll demnach in der ersten Januarhälfte gebildet werden, wobei die Wiedervereinigung der abtrünnigen Parteigruppe R-UMP, die Fillon unterstützt, mit der übrigen UMP vorgesehen ist.

Keine rechtlichen Schritte

Copé und Fillon verpflichten sich dem Text zufolge unter anderem auch dazu, auf rechtliche Schritte zu den bereits abgehaltenen Urwahlen zu verzichten.

Copé war nach der UMP-Urwahl Mitte November offiziell zum Chef der konservativen Oppositionspartei ausgerufen worden, der ehemalige Premierminister Fillon erkennt den knappen Sieg seines Konkurrenten aber nicht an. Die Krise hält die Partei von Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy nun schon seit Wochen in Atem.

Fillons Sprecher Jérôme Chartier begrüsste das «klare und eindeutige Abkommen». Es handle sich um einen wirklichen Ausweg aus der Krise und keine der beiden Seiten könne von einem Sieg für sich sprechen, sagte er am Montagabend. In dem Streit vermittelt hatte der frühere französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin.

(sda)

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