Enthüllungsbuch über Trump

05. Januar 2018 18:09; Akt: 05.01.2018 18:09 Print

Das müssen Sie zum Release des Buchs wissen

Das Enthüllungsbuch «Fire and Fury» über Donald Trumps Präsidentschaft kommt am 5. Januar in den Handel. 20 Minuten hat für Sie die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

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Am 5. Januar erscheint «Fire and Fury: Inside the Trump White House». Es dokumentiert Trumps Wahlkampf und sein erstes Jahr als US-Präsident. Das Buch liefert eine Reihe spektakulärer Enthüllungen über die Präsidentschaft Trumps. So soll er in der Wahlnacht im November 2016 über seinen Sieg so erschrocken gewesen sein, «als hätte er einen Geist gesehen». «Fire and Fury» verrät auch die präsidialen Ambitionen Ivanka Trumps. «Die erste Frau im Präsidentenamt, meinte Ivanka, wäre nicht Hillary Clinton, sondern Ivanka Trump.» Direkt nach Trumps Wahlsieg soll seine Frau Melania in Tränen ausgebrochen sein, weil sie gar nicht glücklich über den Sieg ihres Mannes war. Medienmogul Rupert Murdoch, Besitzer des Trump sehr nahen Senders Fox News, soll eine wenig schmeichelhafte Meinung von Donald Trump haben. So soll er den US-Präsidenten unter anderem als «Fucking Idiot» bezeichnet haben, als er von Trumps Migrationsgesetzen erfuhr. Geschrieben hat das Buch Michael Wolff. Im Buch spielt Steve Bannon eine zentrale Rolle. Viele Interviews darin seien auf dessen Ersuchen geführt worden. Steve Bannon war Donald Trumps Chefstratege, ... ... bis er von Trump gefeuert wurde. Bannon spricht an der Conservative Political Action Conference (CPAC) in Oxon Hill. (23. Februar 2017) Einst die engsten Mitarbeiter des Präsidenten: Steve Bannon (l.) und Reince Priebus, der von Januar bis Juli 2017 Stabschef im Weissen Haus war. Trump verfolge das Ziel eines «Rückbaus der Staatsverwaltung», erklärte Bannon an der CPAC. Die Medien watschte er als Oppositionspartei ab. Für Donald Trump sind die Medien die «Feinde Amerikas». Im Gegensatz zu ihrem Präsidenten hat die Mehrheit der Amerikaner den Journalisten aber einen hohen Grad an Glaubwürdigkeit bescheinigt. Im innersten Machtzirkel: Bannon und Michael Flynn im Oval Office (28. Januar 2017). Steve Bannon (mit Michael Flynn, 5. von rechts, Jared Kushner, 4. v.r. und Ivanka Trump, 3. v.r.) an einer Medienkonferenz des Präsidenten. (10. Februar 2017).

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Kaum ein anderes Thema hat in den letzten Tagen die Schlagzeilen so dominiert wie das Enthüllungsbuch «Fire and Fury». Es dokumentiert «mein Jahr in Trumps verrücktem Weissem Haus», wie Autor Michael Wolff in einer Kolumne für den «Hollywood Reporter» schreibt. Ursprünglich sollte das Buch am 9. Januar erscheinen, die Publikation wurde aber auf den 5. Januar vorverlegt. 20 Minuten hat für Sie die wichtigsten Fakten zusammengetragen:

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Wie gross ist die Nachfrage?
Die Vorbestellungen gehen durch die Decke: Auf Amazon ist das Buch auf der Bestsellerliste auf Platz 1. Und auf der Website von Target, nach Walmart der zweitgrösste Discounter der USA, konnte man «Fire and Fury» am Freitagvormittag gar nicht mehr vorbestellen.

Wie hat Trump reagiert?
Offenbar versuchte der US-Präsident, die Herausgabe des Buchs zu verhindern. Wie der «Guardian» berichtet, schrieb ein Anwalt Trumps Autor Michael Wolff und dessen Verlag Henry Holt & Co. einen Brief, in dem verlangt wurde, «jede künftige Publikation zu unterlassen» und sich bei Präsident Trump zu entschuldigen. Ein ähnlicher Brief wurde offenbar schon am Mittwoch auch an Trumps Ex-Strategen Steve Bannon geschickt. Er wurde beschuldigt, eine von ihm unterschriebene Vereinbarung verletzt und den Präsidenten diffamiert zu haben.

Was haben Verlag und Autor auf Trumps Drohung hin getan?
Am Donnerstag sagte eine Verlagssprecherin dem «Guardian», die Publikation des Buchs in allen Formaten sei auf Freitag vorverlegt worden, «wegen unvorhergesehener Nachfrage». Weiter hiess es in einer schriftlichen Stellungnahme von Henry Holt & Co: «Wir bestätigen, einen Brief von einem Anwalt Trumps erhalten zu haben. Wir sehen das Buch aber als einen aussergewöhnlichen Beitrag zum nationalen Diskurs und werden es publizieren.»

Am Donnerstagabend schrieb der Autor auf Twitter: «Ihr könnt das Buch morgen kaufen. Vielen Dank, Herr Präsident.»


Könnten Trumps Anwälte die Publikation des Buchs vor Gericht anfechten?
«Nicht mal Donald Trumps Anwälte sind verrückt genug dafür», sagt Ben Wizner von der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Die Klage hätte keinerlei Erfolgschance.

Wer ist der Autor?
Michael Wolff ist 64 Jahre alt und hat fünf Bücher geschrieben, unter anderem eine kontroverse Biografie über US-Medienmogul Rupert Murdoch. Als Journalist arbeitete er unter anderem für «Vanity Fair» und das «New York Magazine» und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Er ist aber nicht unumstritten. So schrieb etwa der frühere «New York Times»-Kolumnist über ihn: «Es war schon immer ein Problem Wolffs, dass er zwar alle Dinge weiss, aber einige davon falsch versteht.»

Worauf basiert das Buch?
Wolff hat laut eigenen Aussagen während 18 Monaten über 200 Gespräche geführt, so auch mit hochrangigen Beamten im Weissen Haus und dem Präsidenten selbst. Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte aber, Wolff habe nur einmal kurz mit dem Präsidenten gesprochen, nachdem der sein Amt angetreten hatte. Sie bezeichnete das Buch als «Fiktion».

Was steht in dem Buch?
20 Minuten hat die zehn brisantesten Aussagen in «Fire und Fury» zusammengefasst. Darunter etwa Steve Bannon über Treffen mit russischen Diplomaten: «Die drei führenden Leute im Wahlkampf dachten, es sei eine gute Idee, sich im Trump Tower mit einer ausländischen Regierung zu treffen – ohne Anwälte. Selbst wenn man dachte, das sei nicht verräterisch gewesen oder unpatriotisch oder üble Scheisse – und ich denke, dass all das zutrifft –, hätte man sofort das FBI anrufen sollen.»

Was hat Trump selbst zu den Vorwürfen gesagt?
Er streitet bisher kategorisch alles ab. Das Buch sei «voller Lügen, Falschdarstellungen und Quellen, die nicht existieren». Auf Twitter schrieb er am Donnerstagabend, er habe dem Autor keinen Zugang zum Weissen Haus gewährt und nie mit ihm gesprochen.


(nk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cogito ergo sum am 04.01.2018 05:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    es wid Zeit

    der/die nächste PräsidentIn wird wohl den grössten Teil der Amtszeit benötigen, um den Scherbenhaufen wieder aufzukehren.

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  • Avi Atiker am 04.01.2018 07:02 Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch

    Das Tragik liegt nicht unbedingt im Wahrheitsgehalt der Aussagen Bannons, sondern in der Tatsache, dass sich Mr. T. so lange halten kann in seinem Amt.

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  • Toni Toni am 04.01.2018 05:38 Report Diesen Beitrag melden

    und jetzt alles auf einmal

    das wurde auch langsam zeit. das ist der beginn vom ende. bye bye

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martial2 am 05.01.2018 21:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Obama for ever...

    Dieses Buch sollte dem Mr. President den Gnadenschuss geben. Dann der Nächste besten wählen, aber wen überhaupt in diesem schizophrenen Land?

  • Lorry am 05.01.2018 21:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Its to resign Mr. President

    Langsam dürfte es Herrn Präsident reichen und er sollte freiwillig das Amt niederlegen. Wenn nicht wird ihn die Realität hart treffdn...

  • Barba Papa am 05.01.2018 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja, ich will!

    Ich will dieses Buch!

  • Heinz Meier am 05.01.2018 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Quot erat demonstrandum

    Trum ist primär Präsident der US Amerikaner. Was hat er bis heute an Schaden seinem Volk (auch die die in nicht gewählt haben) zugefügt.

    • Thomas Schoch am 05.01.2018 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Der Schaden...

      ... liegt bei 7 Millionen mehr Arbeitsplätzen sein Amtsantritt und der tiefsten Arbeitslosenquote seit 17 Jahren.

    • Roger am 05.01.2018 22:12 Report Diesen Beitrag melden

      Herr Schoch, ...

      ... finden sie das nicht eine etwas einseitige Sicht? Was ist mit dem indirekten Schaden den er nachhaltig initiiert hat wie den zugelassenen Ölbohrungen, der Aufhebung von Naturschutzzonen, der gewollten Abschaffung der Krankenkasse, den Kriegsprovokationen, dem Macht gehabe als Repräsentant eines Landes, den sexuellen Anspielungen, der öffentlichen Abwertungen Behinderter,... Ich bitte sie Herr Schoch!

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  • Gommer Joe am 05.01.2018 20:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fake hype?

    Fake news, thats it! Es gibt bessere Bücher. Hillaries Buch wurde ebenfalls gehiped, jetzt redet niemand davon!