Rekordzahl an Erkrankten

28. November 2012 02:54; Akt: 28.11.2012 03:01 Print

Dengue-Fieber grassiert in Indien

Die Zahl der Dengue-Fieber-Opfer in Indien steigt. 216 Menschen sind bisher am «Knochenbrecher-Fieber» gestorben, bis Mitte November sind 35'066 Fälle registriert worden. Doppelt so viel wie im Vorjahr.

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Der Kampf gegen das Dengue-Fieber überfordert das indische Gesundheitssystem. (Bild: Keystone)

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In Indien sind im diesem Jahr so viele Menschen am Dengue-Fieber erkrankt wie nie zuvor. Das Gesundheitsministerium berichtete am Dienstag in Neu Delhi, die Labore hätten bis Mitte November 35'066 Fälle registriert. Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahr.

216 Menschen seien im ganzen Land bislang an den Folgen des Fiebers gestorben, das auch «Knochenbrecher-Fieber» genannt wird, weil es starke Gelenkschmerzen verursacht.

Tigermücke überträgt das Fieber

Das Dengue-Virus wird von der Asiatischen Tigermücke auf den Menschen übertragen. Das Ministerium machte für den Anstieg der Fallzahlen unter anderem das starke Bevölkerungswachstum Indiens verantwortlich. Auch unzureichende Müllbeseitigung und Lücken in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung seien Schuld.

Kritiker bemängeln allerdings, die meisten Dengue-Fälle in Indien würden überhaupt nicht registriert. Die Regierung zählt nur diejenigen Betroffenen, die in staatlichen Spitälern behandelt und deren Ergebnisse von Laboren bestätigt werden.

(sda)