UNO- Menschenrechtsrat

12. November 2012 19:33; Akt: 12.11.2012 20:06 Print

Deutschland, Irland und die USA neu dabei

Im Menschenrechtsrat der UNO waren für die nächsten drei Jahre drei Plätze frei - fünf Staaten kandidierten für diese. Deutschland, Irland und die USA wurden gewählt.

storybild

Griechenland und Schweden müssen in den sauren Apfel beissen: Sie wurden von der Vollversammlung der Vereinten Nationen nicht in den Menschenrechtsrat gewählt. (Bild: Keystone/Salvatore Di Nolfi)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Deutschland, Irland und die USA sitzen in den nächsten drei Jahren im UNO-Menschenrechtsrat. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen wählte am Montag die drei Staaten in das in Genf tagende Gremium.

Die Wahl war mit Spannung erwartet worden, weil es für die drei freiwerdenden Sitze für die westlichen Staaten fünf Bewerber gab. Den USA blieben die Peinlichkeit einer Niederlage erspart: 131 Staaten stimmten für Washington. Deutschland wurde von 127 der 193 UNO-Mitgliedsstaaten gewählt.

Drittes neues westliches Land im Kreis der 47 Mitglieder ist Irland, das 124 Stimmen bekam. Die Niederlage Griechenlands war erwartet worden, für Schweden sind die wenigen Stimmen aber eine bittere Schlappe. Das Land gilt als engagiertes UNO-Mitglied mit langer Menschenrechtstradition.

Geheime Wahl

Die Mitglieder des Menschenrechtsrats werden von der UNO-Vollversammlung in geheimer Wahl für drei Jahre gewählt. Dabei werden jedes Jahr ein Drittel der Mitglieder nach einem regionalen Proporz neu bestimmt.

Am Montag wurden in der Gruppe Afrika die Länder Elfenbeinküste, Äthiopien, Gabun, Kenia und Sierra Leone gewählt. Für Asien ziehen Japan, Kasachstan, Pakistan, Südkorea und die Vereinigten Arabischen Emirate neu ein, für Lateinamerika und die Karibik Argentinien, Brasilien und Venezuela. Estland und Montenegro wurden in der Gruppe Osteuropa gewählt.

Das Gremium war 2006 gegründet worden, nachdem sich die Vorgängerinstitution, die sogenannte UNO-Menschenrechtskommission, als ineffektiv erwiesen hatte.

Menschenrechtsorganisationen kritisierten die der Wahl vorausgegangenen Verabredungen in der Vollversammlung, dank derer auch Staaten gewählt worden seien, deren Menschenrechtsbilanz äusserst umstritten sei. So sei bereits vor der Abstimmung klar gewesen, dass Pakistan und Venezuela einen Sitz im Rat erhalten würden.

(sda)