Reaktion auf Köln

12. April 2016 07:17; Akt: 12.04.2016 11:59 Print

Sex als Werbe-Masche soll verschwinden

Werbung soll Frauen nicht mehr auf Sexobjekte reduzieren. Der deutsche Justizminister reagiert mit einem geplanten Verbot auf die Übergriffe von Köln.

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Nackte Körper gehen in der Werbung immer – egal, welches Produkt vermarktet werden soll. In Deutschland könnten Werbeplakate mit leicht bekleideten Frauen aber bald passé sein – zumindest wenn es nach Heiko Maas geht.

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Der deutsche Justizminister will sexistische Werbung künftig verbieten. Maas plant, ein Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb so zu ändern, dass geschlechterdiskriminierende Reklame unterbunden wird, berichtet der «Spiegel».

Reaktion auf sexuelle Übergriffe

Maas setze damit einen Beschluss der SPD-Parteispitze um, heisst es. Als Reaktion auf die sexuellen Übergriffe durch Migranten in der Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Städten wollen die Sozialdemokraten ein «moderneres Geschlechterbild» im Land etablieren.

Plakate und Anzeigen, die Männer oder Frauen auf Sexualobjekte reduzieren, sollen laut dem Gesetzesentwurf in Zukunft unzulässig sein. Bei Unklarheit soll ein Gericht entscheiden, ob ein Motiv gegen diesen Grundsatz verstösst. Nach aktueller Rechtslage schreitet die deutsche Wettbewerbszentrale nur ein, wenn eine Reklame massiv menschenverachtend ist. Der Deutsche Werberat kann zudem eine Rüge aussprechen. Bei diesen Werbungen hat er das zum Beispiel getan:
Amtlich geprüfte sexistische Werbung

Hilfe von Pinkstinks

Der Minister holte sich bei der Ausarbeitung seines Entwurfs gemäss dem Nachrichtenmagazin Unterstützung bei der Organisation Pinkstinks, die sich seit Jahren gegen sexistische Werbung engagiert.

Auf Twitter stösst sein Vorschlag nicht überall auf Begeisterung.




Die Verbindung zwischen den Vorkommnissen in Köln und Werbeplakaten erschliesst sich nicht jedem.


(mlr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dani am 12.04.2016 07:40 Report Diesen Beitrag melden

    Komische Methode

    Das Eine hat doch nichts mit dem Anderen zu tun..

  • Rudolf am 12.04.2016 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut übertrieben!

    Sorry man kann auch alles übertreiben. Werbung spielt nun mal mit Klischees und Erotik. Eines Tages verbieten sie uns sogar noch die Boxen-Luder.

  • DaDude am 12.04.2016 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    mal schauen

    ob der durchtrainierte Colalight Mann dann immer noch den Damen den Kopf verdreht....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Frau Frau am 12.04.2016 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Geht's noch?

    Völlig übertrieben, vorallem wo fängts an und wo hörts auf? Werbung für Strumpfhosen, Werbung für Männerunterwäsche etc. müsste demnach auch verboten werden? Ich finde obige Beispiele nicht sexistisch, vielleicht die Bierwerbung, aber als Biertrinkerin nimm ich das nicht so ernst. Ich habe gar nichts gegen Immigranten, erwarte aber dass sie unsere freie Körperkultur akzeptieren und respektieren.

  • Walter R am 12.04.2016 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    Hat dieses Land wirklich keine grösser Probleme?

    Ich habe den Eindruck, mit diesem geplanten Verbot von angeblich sexistischer Werbung will der der deutsche Justizminister von wirklichen Problemen wie der Flüchtlings - Problematik und von den Übergriffen von Köln und von weiteren Übergriffen durch Flüchtlinge ablenken.

  • Grosi am 12.04.2016 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Kommt drauf an

    Wenn Unterwäsche präsentiert wird finde ich das ok. Da wird das Produkt beworben. Bei allem anderen gehört es nicht dazu, Autos, Pneus etc.

  • Rudolf am 12.04.2016 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut übertrieben!

    Sorry man kann auch alles übertreiben. Werbung spielt nun mal mit Klischees und Erotik. Eines Tages verbieten sie uns sogar noch die Boxen-Luder.

  • Chris K am 12.04.2016 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Problem?

    Es gibt Frauen und Männer, die ihre Körper gerne präsentieren und es gibt Leute, die sie sich gerne anschauen. Niemand wird gezwungen, sich auszuziehen und niemand wird gezwungen, es sich anzuschauen. Mir passt es auch nicht, dass ich vor den Wahlen wochenlang irgendwelche Politiker auf Plakaten anschauen muss, verboten wird es aber trotzdem nicht...