Ivanka for President

04. Januar 2018 17:05; Akt: 04.01.2018 17:05 Print

10 brisante Aussagen aus dem Trump-Buch

Seine Tochter träumt von der Präsidentschaft, und er hat Angst, vergiftet zu werden – das sind einige Highlights im neuen Enthüllungsbuch über Donald Trump.

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Am 5. Januar erscheint «Fire and Fury: Inside the Trump White House». Es dokumentiert Trumps Wahlkampf und sein erstes Jahr als US-Präsident. Das Buch liefert eine Reihe spektakulärer Enthüllungen über die Präsidentschaft Trumps. So soll er in der Wahlnacht im November 2016 über seinen Sieg so erschrocken gewesen sein, «als hätte er einen Geist gesehen». «Fire and Fury» verrät auch die präsidialen Ambitionen Ivanka Trumps. «Die erste Frau im Präsidentenamt, meinte Ivanka, wäre nicht Hillary Clinton, sondern Ivanka Trump.» Direkt nach Trumps Wahlsieg soll seine Frau Melania in Tränen ausgebrochen sein, weil sie gar nicht glücklich über den Sieg ihres Mannes war. Medienmogul Rupert Murdoch, Besitzer des Trump sehr nahen Senders Fox News, soll eine wenig schmeichelhafte Meinung von Donald Trump haben. So soll er den US-Präsidenten unter anderem als «Fucking Idiot» bezeichnet haben, als er von Trumps Migrationsgesetzen erfuhr. Geschrieben hat das Buch Michael Wolff. Im Buch spielt Steve Bannon eine zentrale Rolle. Viele Interviews darin seien auf dessen Ersuchen geführt worden. Steve Bannon war Donald Trumps Chefstratege, ... ... bis er von Trump gefeuert wurde. Bannon spricht an der Conservative Political Action Conference (CPAC) in Oxon Hill. (23. Februar 2017) Einst die engsten Mitarbeiter des Präsidenten: Steve Bannon (l.) und Reince Priebus, der von Januar bis Juli 2017 Stabschef im Weissen Haus war. Trump verfolge das Ziel eines «Rückbaus der Staatsverwaltung», erklärte Bannon an der CPAC. Die Medien watschte er als Oppositionspartei ab. Für Donald Trump sind die Medien die «Feinde Amerikas». Im Gegensatz zu ihrem Präsidenten hat die Mehrheit der Amerikaner den Journalisten aber einen hohen Grad an Glaubwürdigkeit bescheinigt. Im innersten Machtzirkel: Bannon und Michael Flynn im Oval Office (28. Januar 2017). Steve Bannon (mit Michael Flynn, 5. von rechts, Jared Kushner, 4. v.r. und Ivanka Trump, 3. v.r.) an einer Medienkonferenz des Präsidenten. (10. Februar 2017).

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Das neue Werk des Autors Michael Wolff mit dem Originaltitel «Fire and Fury: Inside the Trump White House» (zu Deutsch: «Feuer und Wut») liefert eine Reihe spektakulärer Enthüllungen über die Präsidentschaft von Donald Trump. Noch bevor das Buch am 9. Januar in den Handel kommt, veröffentlichten das «New York Magazine», der «Guardian» und die «Washington Post» Auszüge daraus. Einige zentrale Passagen aus dem Buch im Wortlaut:

• Ivanka Trump hat präsidiale Ambitionen

«Die zwei (Jared Kushner und Ivanka Trump) hatten einen ernsthaften Deal miteinander: Sollte sich in der Zukunft die Möglichkeit bieten, wäre sie diejenige, die sich um die Präsidentschaft bewirbt. Die erste Frau im Präsidentenamt, meinte Ivanka, wäre nicht Hillary Clinton; es wäre Ivanka Trump sein.»

• Trump-Team glaubte nicht an Sieg

«Kurz nach 20 Uhr in der Wahlnacht, als der unerwartete Trend – Trump könnte tatsächlich gewinnen – sich zu bestätigen schien, erzählte Don Junior (der Sohn von Donald Trump) einem Freund, dass sein Vater, oder DJT, wie er ihn nennt, aussah, «als ob er einen Geist erblickt hätte».

• Melanias bittere Tränen

Direkt nach dem Wahlsieg soll auch Ehefrau Melania in Tränen ausgebrochen sein – weil sie gar nicht glücklich über den Sieg ihres Mannes im November 2016 gewesen sei. «Melania weinte – und zwar nicht vor Freude», heisst es in «Fire and Fury». Trumps Sprecherin stritt allerdings ab, dass Melania am Wahlabend Tränen der Traurigkeit vergossen habe.

• Keiner wusste, was im Weissen Haus zu tun ist

Im Buch wird auch die ehemalige Vize-Stabschefin Katie Walsh mit der Aussage zitiert, von Trump Anweisungen über politische Pläne zu erhalten, sei so schwierig, wie die Wünsche eines Kindes herauszufinden. «Sagen Sie mir drei Dinge, auf die der Präsident seinen Fokus legen will», forderte Walsh zu Beginn der Präsidentschaft. Es dauerte sechs Wochen, bis sie eine Antwort darauf erhielt – und zwar von Schwiegersohn Jared Kushner. Dann sagte er lediglich: «Ja, dieses Gespräch hätten wir möglicherweise schon früher führen sollen.»

• Trumps Angst, vergiftet zu werden

«Er hatte eine langjährige Angst davor, vergiftet zu werden, ein Grund, warum er gern bei McDonald's ass – niemand wusste, dass er kommen würde, und das Essen war bereits sicher zubereitet.»

• Für Rupert Murdoch ist Trump ein «Idiot»

Medienmogul Rupert Murdoch, Besitzer des Trump sehr nahe stehenden Senders Fox News, soll eine wenig schmeichelhafte Meinung von Donald Trump haben. So soll er den US-Präsidenten unter anderem als «fucking idiot» bezeichnet haben, als er von Trumps Migrationsgesetzen erfuhr.

• Steve Bannon über Treffen mit Russen

«Die drei führenden Leute im Wahlkampf (Donald Trump junior, Schwiegersohn Jared Kushner und Wahlkampfleiter Paul Manafort) dachten, es sei eine gute Idee, sich im 25. Stock im Konferenzraum des Trump Tower mit einer ausländischen Regierung zu treffen – ohne Anwälte. Sie hatten keine Anwälte. Selbst wenn man dachte, das sei nicht verräterisch gewesen oder unpatriotisch oder üble Scheisse – und ich denke, dass all das zutrifft –, hätte man sofort das FBI anrufen sollen.»

• Bannon über China

«Der wirkliche Feind, sagte (Bannon), sei China. (...) China ist jetzt da, wo Nazideutschland zwischen 1929 und 1930 war. (...) Wir werden einen hypernationalistischen Staat haben, und wenn das passiert, bekommt man den Geist nicht zurück in die Flasche.»

• Trump über seine Mitarbeiter

«Wenn er nach dem Abendessen telefonierte, spekulierte er über die Fehler und Schwächen all seiner Mitarbeiter. Bannon war illoyal (ganz zu schweigen davon, dass er immer wie Scheisse aussah). (Stabschef Reince) Priebus war schwach (ganz zu schweigen davon, dass er klein war – ein Zwerg). Kushner war ein Schleimer. (Sprecher des Weissen Hauses) Sean Spicer war dumm (und sah auch fürchterlich aus). (Die führende Beraterin Kellyanne) Conway war eine Heulsuse. Jared und Ivanka hätten nie nach Washington kommen sollen.»

• Die Erklärung der Frisur

«(Ivanka Trump) beschrieb Freunden oft den Mechanismus (hinter Trumps Frisur): Ein absolut glattes Haupt – eine Insel nach einer Kopfhaut-Reduzierungs-Operation – umgeben von einem pelzigen Kreis aus Haar an den Seiten und der Stirn, von wo alle Enden zur Mitte hingezogen, dann nach hinten gestrichen und mit Haarspray fixiert werden. Die Farbe, so betonte sie (...), stamme von einem Produkt mit dem Namen »Just for Men« (nur für Männer) – je länger man es einwirken liess, desto dunkler wurde es. Ungeduld führte zu Trumps orange-blonder Haarfarbe.»

(kle/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cogito ergo sum am 04.01.2018 05:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    es wid Zeit

    der/die nächste PräsidentIn wird wohl den grössten Teil der Amtszeit benötigen, um den Scherbenhaufen wieder aufzukehren.

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  • Avi Atiker am 04.01.2018 07:02 Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch

    Das Tragik liegt nicht unbedingt im Wahrheitsgehalt der Aussagen Bannons, sondern in der Tatsache, dass sich Mr. T. so lange halten kann in seinem Amt.

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  • Toni Toni am 04.01.2018 05:38 Report Diesen Beitrag melden

    und jetzt alles auf einmal

    das wurde auch langsam zeit. das ist der beginn vom ende. bye bye

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martial2 am 05.01.2018 21:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Obama for ever...

    Dieses Buch sollte dem Mr. President den Gnadenschuss geben. Dann der Nächste besten wählen, aber wen überhaupt in diesem schizophrenen Land?

  • Lorry am 05.01.2018 21:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Its to resign Mr. President

    Langsam dürfte es Herrn Präsident reichen und er sollte freiwillig das Amt niederlegen. Wenn nicht wird ihn die Realität hart treffdn...

  • Barba Papa am 05.01.2018 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja, ich will!

    Ich will dieses Buch!

  • Heinz Meier am 05.01.2018 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Quot erat demonstrandum

    Trum ist primär Präsident der US Amerikaner. Was hat er bis heute an Schaden seinem Volk (auch die die in nicht gewählt haben) zugefügt.

    • Thomas Schoch am 05.01.2018 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Der Schaden...

      ... liegt bei 7 Millionen mehr Arbeitsplätzen sein Amtsantritt und der tiefsten Arbeitslosenquote seit 17 Jahren.

    • Roger am 05.01.2018 22:12 Report Diesen Beitrag melden

      Herr Schoch, ...

      ... finden sie das nicht eine etwas einseitige Sicht? Was ist mit dem indirekten Schaden den er nachhaltig initiiert hat wie den zugelassenen Ölbohrungen, der Aufhebung von Naturschutzzonen, der gewollten Abschaffung der Krankenkasse, den Kriegsprovokationen, dem Macht gehabe als Repräsentant eines Landes, den sexuellen Anspielungen, der öffentlichen Abwertungen Behinderter,... Ich bitte sie Herr Schoch!

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  • Gommer Joe am 05.01.2018 20:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fake hype?

    Fake news, thats it! Es gibt bessere Bücher. Hillaries Buch wurde ebenfalls gehiped, jetzt redet niemand davon!