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25. Februar 2018 22:52; Akt: 25.02.2018 22:52 Print

Die 10 skandalösesten Aussagen der Waffenlobby

NRA-Sprecherin Dana Loesch behauptet, Medien in den USA liebten Schulmassaker – das ist nicht die erste empörende Aussage der Waffenlobbyisten.

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Zum Schulmassaker in Parkland, Florida, sagte NRA-Sprecherin Dana Loesch am 22. Februar 2018: «Viele in den Medien lieben Schulmassaker. Nicht die Tragödie, aber die Einschaltquoten. Weinende weisse Mütter sind Gold für die Quote.» In einem Werbevideo, das die NRA auf ihrer Facebook-Seite im Juni 2017 veröffentlichte, hält Dana Loesch eine Brandrede gegen die Linke: « Sie benutzen ihre Kinostars und Sänger und Comedy-Shows und Preisverleihungen, um ihre eigene Botschaft wieder und wieder zu wiederholen.» NRA-Boss Wayne LaPierre schrieb 2013 im konservativen Nachrichtenportal «The Daily Caller»: «Hurrikane. Tornados. Aufstände. Terroristen. Banden. Einsame Kriminelle. Das sind Gefahren, denen wir uns stellen müssen - und nicht nur vielleicht. Es ist keine Paranoia, eine Waffe zu kaufen. Es geht ums Überleben. » Der Nachbarschaftswächter George Zimmerman erschoss 2012 den schwarzen unbewaffneten Teenager Trayvon Martin. 2013 wurde er freigesprochen. Der konservative Musiker und Radiomoderator - und Mitglied des NRA-Verwaltungsrats - Ted Nugent dazu: » An der Jahreskonvention 2013 der NRA verglich TV-Moderator Glenn Beck New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg mit Adolf Hitler. 2013 ehrte die Frauenzeitschrift «Glamour» die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai und die Abgeordnete Gabrielle Giffords – beide Opfer von Waffengewalt. Die Reaktion des konservativen Radiomoderators Cam Edwards dazu: «‹Glamour› verbreitet Ideen, die den Menschen verbieten, sich selbst zu schützen. » Im Januar 2013 veröffentlichte die NRA ein Werbeplakat mit dem Slogan: «Sind die Kinder des Präsidenten wichtiger als unsere?» Damit kritisierten die Skepsis des früheren Präsidenten Barack Obama, bewaffnete Wächter an Schulen würden Amokläufe verhindern. Obamas Töchter würden von bewaffnetem Sicherheitspersonal beschützt. Das sei . Im Februar 2013 sagte NRA-Boss LaPierre zu Obamas Absicht, das Waffenrecht zu verstärken: «Ein abscheulicher Massenmord - entweder durch Terroristen oder durch einen Psychotiker, der vor langer Zeit hätte eingesperrt werden müssen -, wird der Vorwand sein, » Im Jahr zuvor hatte sich LaPierre gegen ein Verbot von Waffen an Schulen gewehrt: «Waffenfreie Schulzonen sind eine Mitteilung an jeden wahnsinnigen Killer in Amerika, dass Schulen der sicherste Ort sind, um » Die ehemalige Präsidentin der NRA, Marion Hammer, sagte 2013, Waffen zu verbieten, sei diskriminierend: «Menschen und Dinge zu verbieten wegen der Art und Weise, wie sie aussehen, .»

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Nach dem Amoklauf von Parkland spricht sich die National Rifle Association (NRA) einmal mehr gegen eine Verschärfung des Waffenrechts aus. Ein Heraufsetzen des Alters für den Waffenerwerb sei «verfassungswidrig», heisst es in einem Statement der Waffenlobby.

NRA-Chef Wayne LaPierre kritisierte, dass das Parkland-Blutbad in «schändlicher» Weise politisch ausgeschlachtet werde. Den Gegnern seines Verbandes gehe es nicht um die Schulsicherheit. Vielmehr hassten sie das Verfassungsrecht auf Waffenbesitz. «Sie hassen die individuelle Freiheit», sagte LaPierre bei einer Versammlung von Konservativen nahe Washington. Waffengegner würden mit ihrer Agenda «die Fehler der Schule, der Familie und des FBI vertuschen» wollen.

Die NRA weiss, wie sie provozieren kann

US-Präsident Trump hatte zuvor fünf Massnahmen vorgeschlagen, um auf Schulangriffe zu reagieren: die Bewaffnung bestimmter Lehrer, schärfere Sicherheitsprüfungen von Käufern, das höhere Mindestalter von 21 für den Erwerb von Gewehren, ein Verbot von Schnellfeuerkolben und einen besseren Umgang mit psychischen Problemen.

«Wir erwarten nicht, mit der NRA in jedem Punkt übereinzustimmen», sagte Trumps Sprecher. Die Waffenlobby sei aber gleichwohl sicher an Schulsicherheit interessiert.

NRA-Sprecherin Dana Loesch ätzte am Donnerstag gegen Waffengegner: «Viele in den Medien lieben Schulmassaker. Nicht die Tragödie, aber die Einschaltquoten. Weinende weisse Mütter sind Gold für die Quote.»

Wie die NRA schon in der Vergangenheit mit skandalösen Aussagen die Öffentlichkeit schockierte, zeigt die obige Bildstrecke.

(kle)