«Charlie Hebdo»

09. Januar 2015 15:08; Akt: 12.01.2015 08:28 Print

Karikaturisten schlagen mit voller Kraft zurück

Seit dem Attentat auf «Charlie Hebdo» reisst die weltweite Solidarität von Zeichnern mit den ermordeten Karikaturisten nicht ab. Sie bannen ihre Wut auf Papier.

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Nach dem Anschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» zeichneten etliche Karikaturisten rund um den Globus Sujets zum Thema. Fast immer geht der Slogan «Je suis Charlie» mit den Karikaturen einher. Im Himmel ist der Teufel los. «Mein Lieblings-Cartoonist kehrt aus der Rente zurück für diesen Moment», schreibt Twitter-User David Kagiri. «Andere Propheten haben Follower mit einem Sinn für Humor!...» «Möge der Stift immer mächtiger sein als das Schwert.» «Unsere neue Film-Kritik» und «Unserer neue Kunst-Kritik». Diese Zeichnung, die der Asterix-und-Obelix-Schöpfer Uderzo zum Tod des Comicautoren René Goscinny schuf, aber nie nutzte, überarbeitete er leicht aus Anlass des Anschlags auf «Charlie Hebdo». Das schreibt Mathieu Charrier, Kulturjournalist bei «Europe 1». Die Karikaturisten rund um den Globus reagierten auf den Anschlag in Paris. Hier illustriert Ferran Martin, dass ein Anschlag die Meinungs- und Pressefreiheit nicht kleinkriegen kann. «Hmm, je mehr ich abschneide ..., desto schärfer wird er ...» «Freiheit - Barbarei: 0 zu 12» «Gott ist gross», lässt Rod Emmerson diesen Islamisten sagen, und der Karikaturist antwortet: «Genauso wie die Meinungsfreiheit.» «Sei vorsichtig, sie könnten Stifte haben.» Ein iranischer Cartoonist verarbeitet die Anschläge in einem blutigen Smiley. «Kein Platz für den Terror» In Anlehnung an René Magritte: «Dies ist keine Religion.» Die schreibende und zeichnende Zunft in Gefahr. Die Hand zum Victory-Zeichen erhoben. «Gestorben für die Meinungsfreiheit: Cabu, Wolinksi, Tignous, Charb» «Unser heiliges Geschenk aus Frankreich ...» «Ich bin Charlie» Stifte wiegen schwerer als Waffen. «Meinungsfreiheit» fordert «La Liberté» auf diesem Bild. «Von Extremisten genehmigter Cartoon» «Allahu Akbar» - «Warum lachen diese Hurensöhne noch über uns?» Die Freiheit wurde mit Blut besudelt. Magnus Shaw veröffentlichte über Twitter einen Charlie Brown, der sehr traurig über das ist, was seinem Namensvetter, der französischen Satirezeitschrift «Charlie Hebdo», zugestossen ist. Das Motto: «Ohne Humor sind wir tot» «Er hat zuerst gezeichnet.» «Was ist das für eine kleine Waffe, die uns so sehr verletzt hat?» Der Zeichenstift als mächtige Waffe. Selbst nach dem Tod streckt der Satiriker dem, der Gewalt ausübt, noch die Zunge heraus. «Enten/Zeitungen fliegen immer höher als Gewehre». «Cabu, Wolinski, Tignous, Charb - ein dummer und gemeiner Tod ... Gott: Cabu? Für einmal bist du pünktlich.» «Ich bin am Boden zerstört über das, was in Frankreich passiert ist», twitterte Jean Jullien zusammen mit dieser Zeichnung. «Was in Frankreich passiert ist, ist ein Drama», twittert Cyprien. «Schrotflinte? Kalaschnikow? Granate?» Na! Dessinateur zeigt, wie harmlos diese Schreibutensilien im Vergleich zu Waffen sind. Mit ihrem Angriff schaden die Täter dem Islam. Stinkefinger gegen Gewalt. «Als ob wir noch mehr humorlose Vorgesetzte bräuchten, die uns über die Schulter schauen und mit Kürzungen drohen.» «An die Waffen, Kollegen!» Gezeichnete und niedergeschriebene Gedanken sind mächtiger als Waffen. «Du hast verloren!» Federn, Bleistifte und Kugelschreiber gegen Waffen. «Mit ganzem Herzen bei Charlie Hebdo» Der Anschlag auf «Charlie Hebdo» wird mit 9/11 verglichen. «Oh nein ... nicht ihr ...»

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Das französische Satireblatt «Charlie Hebdo» wird Ziel eines Terrorangriffs. Zwölf Menschen sterben – mutmasslich durch die Hand islamischer Extremisten. Das Magazin hatte mehrfach Drohungen wegen seiner Mohammed-Karikaturen erhalten. Nach dem Anschlag haben Zeichner weltweit zum Stift gegriffen, um die schreckliche Tat zu verarbeiten und zu zeigen, dass sie sich nicht unterkriegen lassen. In der Bildstrecke sehen Sie eine Sammlung.











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