Schon wieder Panne

16. Januar 2013 01:47; Akt: 16.01.2013 14:29 Print

Dreamliner musste notlanden - wegen Batterie

Kein Tag ohne Panne bei der Boeing 787. Im Westen Japans musste eine Maschine notlanden. Offenbar gab es einen Warnhinweis auf Batterieprobleme. Andere Medien berichteten über Qualm im Flugzeug.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Für den amerikanischen Flugzeughersteller Boeing und 137 Insassen seines neuen «Dreamliners» hielt der Mittwoch eine neue Hiobsbotschaft parat: Nachdem eine Maschine des Typs 787 wegen Batterieproblemen im japanischen Takamatsu notlanden musste, wurden nach Angaben des Verkehrsministeriums sämtliche Maschinen des gleichen Typs für Sicherheitschecks am Boden gehalten. All Nippon Airways (ANA) und Japan Airlines (JAL) hätten angekündigt, alle ihre 24 Dreamliner vom Himmel zu holen. Für Boeing setzt sich damit eine lange Pannenserie fort.

Ein ANA-Sprecher erklärte, die Notlandung in Takamatsu sei wegen der Anzeige von Batterieproblemen im Cockpit vorgenommen worden. Schwer verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Der Flughafen wurde wegen der Notlandung geschlossen, der Dreamliner von Feuerwehrfahrzeugen umringt. Die Passagiere verliessen den Flieger über Notrutschen. In örtlichen Medien wurde zudem über Qualm im Flugzeuginneren berichtet.

Das Verkehrsministerium wertete die Notlandung als «schwerwiegenden Vorfall», der zu einem Unglück hätte führen können. ANA habe 17 Dreamliner und JAL sieben Flugzeuge des gleichen Typs vorübergehend aus dem Betrieb genommen, um weitere Untersuchungen vorzunehmen. Die Entscheidung sei von den Fluggesellschaften freiwillig getroffen worden, hiess es weiter.

Passagiere und Crewmitglieder werden aus dem notgelandeten Flieger evakuiert:
Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen
(Video: Reuters)

Kinderkrankheiten oder grundlegendes Problem?

Der als Verkaufsschlager ersonnene Dreamliner beschert Boeing dieser Tage eine Negativschlagzeile nach der anderen. Schon 2012 waren mehrmals technische Probleme gemeldet worden, vorige Woche ordnete die US-Luftfahrtbehörde FAA dann nach mehreren Pannen binnen kürzester Zeit eine Untersuchung an, erklärte den Dreamliner aber grundsätzlich für flugtauglich. Zuvor hatten Treibstofflecks, eine zersprungene Cockpit-Scheibe und ein Batteriebrand für Aufsehen gesorgt. In allen Fällen war All Nippon Airways betroffen.

Der erst 2011 in Dienst gestellte zweimotorige Dreamliner ist das neueste und technisch anspruchsvollste Modell des amerikanischen Airbus-Konkurrenten. Die Maschine ist zu grossen Teilen aus leichten Karbonfasern gebaut und gilt daher als sparsam im Spritverbrauch. Allerdings kam es schon vor der Premiere immer wieder zu technischen Problemen.

Die Probleme bei der 787 sind nach Darstellung von Boeing nicht schlimmer als die Kinderkrankheiten der 777 Mitte der 90er-Jahre - und dieser Typ ist inzwischen ein Verkaufsschlager. Von den mittelgrossen Dreamlinern hat Boeing seit Ende 2011 bereits 50 Stück ausgeliefert, fast 800 weitere sind bestellt. Um den Nachfragestau abzubauen, will das Unternehmen die Fertigung bis Ende des Jahres von derzeit fünf auf zehn Maschinen im Monat ausbauen.

(sda/dapd)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marco Weber am 16.01.2013 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    "Dreamfressen"

    Dieser "Dreamliner" scheint für die Medien ein gefundenes "Dreamfressen" zu sein.

  • Joshi am 16.01.2013 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    Pannenvogel

    Ein Experte behauptete, dies sei das Flugzeug des Jahrhunderts. Mag sein. Aber sicher auch wegen der häufig(st)en Pannen aller bisherigen Modelle. :D

  • J.K am 16.01.2013 04:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Horrorliner

    Von Dreamliner zum Horrorliner! Tjjja kauft lieber mal den Airbus ist viel verlässlicher ;-)