Schwierige Rettung

16. November 2012 15:37; Akt: 16.11.2012 15:38 Print

Drei Wanderer in Chile vermisst

Seit acht Tagen werden drei junge Männer aus Europa im Schnee um den Vulkan Villarrica im Süden Chiles gesucht. Helikopter und Wärmebildkameras sind im Einsatz.

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Die Spuren verlaufen sich im Schnee. Seit acht Tagen fehlt von dem 32-jährigen Russen Dmitry Sivenkov, dem 25-jährigen Gillhem Bellon aus Frankreich und dem 25 Jahre alten Italiener Luca Ogliengo jede Spur. Die drei Männer waren vor über einer Woche auf eine Wandertour zum Vulkan Villarrica aufgebrochen und sind seither verschwunden.

Einzig an einem Baum haben Retter des Nationalparks La Araucania ein Notrufzeichen eingeritzt gefunden. Das internationale Hilfezeichen besteht aus einem Rechteck mit einem Kreuz im Inneren. Mit zwei Helikoptern durchkämmen die Suchtrupps nun seit Tagen die Wüste aus Schnee und Eis. Auch Wärmebildkameras sollen helfen, die Wanderer zu finden. Doch die Chancen, die drei Hiker lebend zu bergen, werden von Tag zu Tag geringer.

Eine Nadel in einem Heuhaufen

Die chilenischen Behörden geben jedoch nicht auf. Auch auf der argentinischen Seite seien die Forstaufseher des Nationalparks Lanín, die auf die Andenregion spezialisiert sind, auf der Suche nach den Verschollenen. Auch Freiwillige der örtlichen Universität suchen mit.

«Die Suche gestaltet sich sehr schwierig. Es ist, als müssten wir eine Nadel in einem Heuhaufen suchen», erklärt der chilenische Nationalparkdirektor Roberto Leslie gegenüber der Zeitung «El Periódico». Es handle sich schliesslich um eine Fläche von 60'000 Hektaren.

Inzwischen sind die Angehörigen der Hiker im Süden Chiles eingetroffen. Ihnen bleibt vorerst nur die Hoffnung.

(kle)