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Rücktritt bei BBC
11. November 2012 22:11; Akt: 11.11.2012 22:33 Print
Dritte Festnahme in Missbrauchs-Skandal
Grossbritannien kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Rücktritt des BBC-Generaldirektors ist es nun im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal zu einer weiteren Festnahme gekommen.
Das letzte Kapitel im Missbrauchsskandal um den ehemaligen BBC-Moderator Jimmy Savile ist noch längst nicht geschrieben. Am Sonntag gab die Polizei eine weitere Festnahme in dem Fall bekannt. Den Namen des Verdächtigen, dem sexueller Missbrauch vorgeworfen wird, blieb indes geheim. Er wurde auf Kaution bereits wieder auf freien Fuss gesetzt.
Die Identität des Mannes sorgt in den britischen Medien bereits für Spekulationen. Der «Telegraph» benennt einen Verdächtigen, der ebenfalls aus dem BBC-Umfeld stammt.
Zuvor waren im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal bereits der Komiker Freddie Starr und Glam-Rocker Gary Glitter vorübergehend festgenommen worden. Auch sie kamen auf Kaution frei.
Falsche Anschuldigungen gegen konservativen Politiker
Die mutmassliche Verwicklung dieser beiden Prominenten in die Savile-Affäre und die darauf folgende Spekulation über weitere Beteiligte waren es auch, die BBC-Chef George Entwistle schliesslich den Job kosteten. Er nahm den Hut, nachdem auf BBC ein Beitrag ausgestrahlt wurde, in dem ein mutmassliches Opfer von Kindesmissbrauch angegeben hatte, es sei von einem bekannten Mitglied der konservativen Partei missbraucht worden.
Obwohl er im Bericht nicht namentlich genannt wurde, geriet der frühere konservative Politiker Alistair McAlpine sofort in den Fokus der Medien und wurde vorschnell als mutmasslicher Täter gehandelt. Als dieser die Vorwürfe zurückwies und schliesslich auch das Opfer bestätigte, dass es sich bei seinem Peiniger nicht um McAlpine gehandelt habe, sah sich BBC-Generaldirektor George Entwistle massiver Kritik ausgesetzt, die ihn schliesslich zum Rücktritt zwang.
Es macht also den Anschein, als wäre die Fahndung nach weiteren mutmasslichen Tätern im Fall Savile auch nach diesem Paukenschlag noch in vollem Gang. In den letzten Wochen kursierten sogar Namenslisten mit potenziellen Verdächtigen im Internet und in den Medien, was sogar den britischen Premierminister David Cameron dazu bewegte, gegen die «Hexenjagd auf Schwule» zu intervenieren.
(jbu/sda)

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