Zwei Millionen Euro

18. Dezember 2012 14:09; Akt: 18.12.2012 17:01 Print

EU schenkt Nobel-Preisgeld Kriegskindern

Das mit dem Friedensnobelpreis für die EU verbundene Preisgeld geht an Kinder, die von Kriegen betroffen sind. Die EU zeigte sich grosszügig und stockte die Summe von 930'000 Euro auf zwei Millionen auf.

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In Oslo erhielt die Europäische Union am 10. Dezember den Friedensnobelpreis. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande erhoben sich zusammen von ihren Zuhörerplätzen in der ersten Reihe und grüssten gemeinsam in den Saal, als der norwegische Komiteechef Thorbjörn Jagland die deutsch-französische Aussöhnung heraushob. In Stockholm übergab derweil der schwedische König Carl Gustaf (Mitte) die Nobelpreise. Zusammen mit ihm waren Königin Silvia (ganz links), die Prinzessinnen Madeleine (links von Carl Gustaf) und Victoria (im grünen Kleid), sowie Prinz Carl Philip (hinter dem König) und Prinz Daniel (ganz rechts) anwesend. Den Literaturnobelpreis erhielt der Chinese Mo Yan. Der Nobelpreis für Medizin ging an den 79-jährigen Briten John Gurdon ... ... und den 50-jährigen Japaner Shinya Yamanaka für ihre Arbeiten zur Verjüngung erwachsener Zellen. An einer Pressekonferenz hatten die beiden am 6. Dezember Auskunft gegeben. Den Physik-Nobelpreis nahmen der 68-jährige Serge Haroche aus Frankreich ... ... und sein gleichaltriger US-Kollege David Wineland für bahnbrechende Methoden in Empfang, mit denen sich kleine Teilchen beobachten lassen. In der Sparte Chemie wurden der 69-jährige US-Amerikaner Robert Lefkowitz und ... ... sein 57-jähriger Landsmann Brian Kobilka für bahnbrechende Erkenntnisse zur Kommunikation von Körperzellen ausgezeichnet. Der Wirtschafts-Nobelpreis 2012 ging wie fast jedes Jahr in die USA. Die Schwedische Wissenschaftsakademie vergab ihn an den 60-jährigen Alvin Roth und ... den 89-jährigen Lloyd Shapley. Die Nobelpreise sind in diesem Jahr mit je acht Millionen schwedischen Kronen (1,1 Mio. Franken) dotiert.

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Die EU zeigt ein Herz für Kinder. Sie schenkt ihr Preisgeld, welches sie mit dem Friedensnobelpreis erhalten hat, an Kindern aus Kriegs- und Konfliktgebieten weiter. Dies teilte die Europäische Kommission am Dienstag in Brüssel mit.

«Kinder sind die verwundbarsten Opfer von Konflikten. Sie sind unsere Zukunft, und es ist ihre eigene Zukunft, um die es geht», erklärte der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), zu dem Beschluss über die Verwendung des Preisgeldes. Schulz hatte den Beschluss mit Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Ratspräsident Herman Van Rompuy getroffen.

Flüchtlinge aus Syrien oder Kongo

Konkret soll das Geld rund 4000 syrischen Flüchtlingskindern an der syrisch-irakischen Grenze zugute kommen, mehr als 5000 kolumbianischen Flüchtlingskindern, 11'000 Minderjährigen, die vor Konflikten in der Demokratischen Republik Kongo oder Somalia fliehen mussten und 3000 Kindern in Nordpakistan.

Die EU will vor allem dabei helfen, den Kindern grundlegende Bildung zu vermitteln. Dabei arbeitet die Union mit Partnern wie dem UNO-Kinderhilfswerk UNICEF zusammen.

Der Nobelpreis war der EU am 10. Dezember im norwegischen Oslo für ihren Beitrag zu einem friedlichen Europa verliehen worden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Renè am 19.12.2012 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Helden!

    Mit Geld, dass ihnen nicht gehört, sehr Nobel! Wenn Merkel ihren Geldsack geöffnet hätte...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Renè am 19.12.2012 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Helden!

    Mit Geld, dass ihnen nicht gehört, sehr Nobel! Wenn Merkel ihren Geldsack geöffnet hätte...