Triebwerkprobleme

12. November 2012 17:02; Akt: 12.11.2012 17:02 Print

Emirates-Airbus muss in Sydney notlanden

Kurz nach dem Start musste ein Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates in Sydney notlanden. Ein lauter Knall und Flammen aus dem Triebwerk hatten einen Weiterflug nach Dubai verhindert.

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Wegen Triebwerkproblemen musste ein Airbus A380 von Emirates in Sydney notlanden. (Bild: Keystone/Archivbild)

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Zwei Airbus vom Typ A380 der arabischen Fluggesellschaft Emirates sind innerhalb von fünf Tagen wegen Triebwerksausfalls notgelandet. In der Nacht zum Montag kehrte einer von ihnen nach Sydney zurück. Am 7. November war bereits ein anderer Flieger ausserplanmässig in Paris gelandet.

In beiden Fällen kamen keine Menschen zu Schaden. Es handelte sich jeweils um GP7270-Triebwerke der Engine Alliance, einem Joint Venture der amerikanischen Hersteller General Electric und Pratt and Whitney.

Der am Sonntagabend in Sydney gestartete Flieger mit Ziel Dubai musste kurz nach dem Start zum Ausgangs-Flughafen zurückkehren. Dort landete er ohne weitere Zwischenfälle mit dem abgeschalteten Triebwerk. Die Fluggäste wurden auf andere Flüge umgebucht.

Offen liess Emirates, worin der Schaden genau bestand. Passagiere berichteten von einem lauten Knall und Flammen, die aus einem der Triebwerke schlugen. Eine Emirates-Sprecherin bestritt dies allerdings. Die Ursache des Triebwerksausfalls werde untersucht.

Vermutlich Triebwerkausfall

Am vergangenen Mittwoch hatte es bereits einen Emirates-Flug von Dubai nach New York getroffen. Einem Bericht des Branchendienstes «Aviation Herald» zufolge schaltete die Crew das rechte Aussentriebwerk etwa über Kosice in der Slowakei ab.

Zunächst wollte die Crew in Frankfurt am Main landen. Erst in einer Flughöhe von etwa 10'000 Fuss (etwa 3000 Meter), rund 145 Kilometer östlich von Frankfurt, änderte das Flugzeug seinen Kurs und landete schliesslich auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle.

Emirates nannte lediglich «technische Gründe» für den ausserplanmässigen Stopp, dementierte aber den Triebwerksausfall auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dapd nicht.

Nicht zum ersten Mal Probleme mit Airbus A380

Die arabische Emirates ist der weltweit grösste Kunde für die A380-Flugzeuge. Aktuell sind nach Angaben des Unternehmens 27 Jets in der Flotte.

Vor fast genau zwei Jahren erlitt ein Airbus A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas bei Singapur kurz nach dem Start einen fast fatalen Triebwerkschaden. Die Piloten konnten die Maschine mit 466 Menschen an Bord sicher wieder in Singapur landen. Die Ursache waren Öllecks im Triebwerk. Viele Fluggesellschaften liessen die Triebwerke ihrer A380 daraufhin nachrüsten oder auswechseln.

(dapd)