USA

30. November 2016 13:20; Akt: 30.11.2016 15:18 Print

Ex-Goldman-Sachs-Banker wird Finanzminister

Steven Mnuchin, ehemaliger Investmentbanker, hat das Rennen gemacht. Er wird nach eigenen Angaben US-Finanzminister.

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Der frühere Manager der Investmentbank Goldman Sachs, Steven Mnuchin, soll US-Finanzminister werden. Mnuchin selbst gab am Mittwoch im Fernsehsender CNBC bekannt, dass der designierte US-Präsident Donald Trump ihn für diesen Posten nominiert habe.

Mnuchin war bereits der Finanzchef von Trumps Wahlkampagne. Der 53-Jährige arbeitete 17 Jahre lang für die Investmentbank Goldman Sachs, später reüssierte er als Produzent von Hollywoodfilmen. Mnuchin teilte in dem Fernsehinterview auch mit, dass der milliardenschwere Investor Wilbur Ross von Trump als Handelsminister nominiert worden sei.

Trump will «nur» Präsident sein

Trump selbst äusserte sich zu den neuen Kabinettsbesetzungen zunächst nicht. Er teilte aber über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit, dass er am 15. Dezember seine erste Pressekonferenz seit seinem Wahlsieg abhalten wolle. Darin werde er darüber sprechen, dass er die Leitung seines Unternehmensimperiums abgeben wolle.

Die Trump-Geschäfte sollen künftig von seinen drei erwachsenen Kindern Donald junior, Ivanka und Eric geleitet werden. Diese sollen nach Angaben des künftigen Präsidenten bei der Pressekonferenz dabei sein.

Trump schrieb, dass er mit der Abgabe der Unternehmensleitung möglichen Interessenkonflikten aus dem Weg gehen wolle. Er empfinde es als wichtig, dass nicht der Eindruck entstehe, «dass ich als Präsident in irgendeiner Weise einen Interessenkonflikt mit meinen diversen Geschäften habe».

Trump unterstrich aber auch, dass er keineswegs zu diesem Schritt verpflichtet sei. Tatsächlich ist es so, dass es in den USA keine gesetzliche Vorgaben gibt, die den Präsidenten dazu zwängen, seine privatwirtschaftlichen Aktivitäten aufzugeben.

(kat/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dr. Unwichtig am 30.11.2016 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich...

    Die bisherigen Mitglieder des Teams um Donald Trump verfügen gemeinsam über ein Privatvermögen von über 35 Milliarden (!) Dollar. Nie zuvor war die Hochfinanz und die Politik so direkt miteinander verknüpft. Viel Spass damit, liebe Trump-Fans...

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  • NurZu am 30.11.2016 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Soll

    Soll mir noch einer sagen, der "Revoluzer" Trump gehöre nicht zum Establishment.

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  • Fidel Trump am 30.11.2016 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    keine Ueberraschung ...

    ... ein Milliardär als Vorkämpfer für soziale Gerechtigkeit und Arbeiterrechte? Wie naiv von den Trump-Anhängern! Es lebe die Oligarchie im "demokratischen Amerika"!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Köbinho am 01.12.2016 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    Das volCH ist der chef auch in den USA

    Ist doch gut so, der einfache Mann resp. das Volch wollte es so. Der wird seinen job sehr gut machen.

  • Justus am 01.12.2016 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Oh man

    Er war von 1985 bis 2002 bei Goldman. Das liegt grob vor der Finanzkrise. Und ja, sein Vater war dort Partner. Aber ich dachte eigentlich, wir hätten keine Sippenhaft. Aber ich täusche mich wohl.

    • Dr. Unwichtig am 01.12.2016 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Justus

      Ja, allerdings verantwortete er dort genau die Bereiche, welche in der Finanzkrise schwer unter die Räder kamen. Ausserdem wurden ihm persönlich immer wieder unlautere Geschäftspraktiken vorgeworfen und er war Finanzpartner des bösen, bösen George Soros, der von Clinton-Gegnern im Wahlkampf ja geradezu zum Antichristen hochstilisiert wurde. Mehr Wall Street-Establishment geht fast nicht mehr...

    • Schneidewind am 01.12.2016 13:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dr. Unwichtig

      Passt scho !

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  • Trump auf Pump am 01.12.2016 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Toll!!!

    Auch die Finanzelite zockt weiter, bleibt am Ball und hilft den heute eigentlich wertlosen US-Dollar an die Wand fahren.

  • ususamamijuhu am 01.12.2016 09:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten

    Wieso nicht? Vieleicht er versteht etwas von Finanzen.

    • Pro am 01.12.2016 11:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ususamamijuhu

      Richtig. Mnuchin ist EX! Banker und weiss sicher Bescheid. Verschiedene Anti-Trolle schreien sofort schon "hellseherisch" los, bevor Trump mit all seinen gewählten Leuten überhaupt zu regieren begonnen hat. Man wird erst nach einer gewissen Zeit erkennen können, wohin der Hase tatsächlich läuft. Dann erst kann beurteilt werden. Offenbar gibt's massenhaft "Propheten" hüben wie drüben.. Sofort losmöggen zeugt nicht gerade von höchster Intelligenz, da ist noch viel Luft nach oben ;)

    • Slado am 01.12.2016 14:06 Report Diesen Beitrag melden

      Pro.

      Ein bisschen in die eigene Tasche lügen? Schon vergessen wie Sie hier an dieser Stelle die Wahlversprechen Trumps als grossartige Leistung eines unabhängigne Kandidaten lobpreisten? Was ist geblieben. Mauer? Wohl eher Zaun. Illegale? Wohl nur die schlimmen Finger. Moslems? War da was? Clinton? Schön in Ruhe lassen. Steuersenkungen? Yep, für die Reichen. Es gibt Menschen die nicht eine Weile warten müssen um die Laufrichtung des Hasens zu erkennen. Bei anderen ist wohl der Haseimmer zu schnell unterwegs. Ja wohl läuft er denn?

    • Pro am 01.12.2016 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Slado

      Ein Geduldiger ist besser als ein Starker - gewusst? Nach wie vor bin ich überzeugt, dass Trump sein Amt gut ausführen wird. In die allgemein verbreitete Hysterie der Trolle stimme ich nicht ein. Schon vergessen, wie peinlich daneben die Prognosen vor der Wahl lagen? Nichts gelernt daraus? Schade.

    • Mels am 01.12.2016 14:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Pro übertreib mal nicht

      Bitte nicht mit dem Wahl-Argument kommen. Denn Clinton hat fast 3 Mio Stimmen mehr. Die Prognosen waren von da her nicht daneben. Einfach mal bei den Fakten bleiben. Aber was erwarte ich - Trump und seine Jünger glauben an alles - nur nicht an Fakten.

    • Pro am 01.12.2016 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mels

      Die Übertreibung liegt ganz auf eurer Seite, sorry. Wer regt sich denn auf? Ebenso besteht ein gewisses Wahrnehmungsdefizit. Aber was soll's, jedem seine eigene Meinung. Schönen Tag trotzdem noch;)

    • Ton ton am 02.12.2016 07:27 Report Diesen Beitrag melden

      USA privatisieren mit trump

      Trump wird das Amt gut führen - nur zu wessen Vorteil? Steuersenkungen für reiche geben schon einmal die marschrichtung vor. Und trump ist auch reich, nicht vergessen. Hätte nie gedacht, dass einer die USA als sein Privatunternehmen missbrauchen könnte...

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  • Mels am 01.12.2016 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    Erstaunt?

    Und es gibt tatsächlich immer noch Leute die Trump verteidigen... Unglaublich... Trump hat lügen salonfähig gemacht und das Fussvolk merkt es immer noch nicht.

    • Felix W. am 01.12.2016 09:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mels

      Jein. Ich denke hier haben Trump vor allem Trolle immer verteidigt. Diese Propaganda war so offensichtlich dass nur wirklich naive diese lobenden Kommentare ernst genommen haben. Und jetzt wo sind diese Trolle? Keine lobenden Worte zum neuen Finanzminister;-)

    • Carla am 01.12.2016 09:59 Report Diesen Beitrag melden

      Mels

      Die fröhlichen Zeitgenossen die Trump so verehren, haben ja schon die ersten Erklärungen für Trumps Kabinettswahl auf Lager. Das geht von " von Innen das System zerstören" bis " Trump will, aber das böse Establishment lässt ihn nicht" Alles wird angeführt, mag es auch völlig hirnrissig sein, nur um die eigene Fehleinschätzung nicht eingestehen zu müssen. So wird es immer ein paar wirre Trump Anhänger geben, die mit allen Mitteln versuchen die Realität zu ignorieren. Man müsst sich sonst eingestehen etwas naiv und nicht sehr wissend einem Bauernfänger auf den Leim gegangen zu sein.

    • Troll am 01.12.2016 12:47 Report Diesen Beitrag melden

      demfalls bin ich ein Propaganda-Troll

      Ich hätte für Trump und vor allem gegen Clinton gestimmt, wäre ich US Staatsbürger. Wir "Trolle" halten uns zurück und warten mal ab, was passiert, ich zumindest. Bis jetzt hat Trump noch nichts schlechter gemacht als Obama oder besser gemacht als Bush, er hat nämlich noch gar nichts als US Präsident gemacht. Die Trolle des Gegenlagers (du) sind aber schon wieder prächtig aktiv. Mal schauen ob ein Finanzminister mit Background aus der Finanzwelt doch gar nicht so schlecht ist... Aber demfalls bitte unserem Ueli nicht vorwerfen, dass er keine Ahnung von der Materie hat ;-)

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