US-Bundespolizei

06. Januar 2018 02:22; Akt: 06.01.2018 02:39 Print

FBI ermittelt gegen Clinton-Stiftung

Hat Hillary Clinton Geldgebern der Clinton-Stiftung Gefälligkeiten gewährt? Die US-Bundespolizei geht diesem Vorwurf nach.

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Die Arbeit ihrer Stiftung wird immer wieder untersucht: Hillary und Bill Clinton. (Archivbild) (Bild: Keystone/Seth Wenig)

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Die US-Bundespolizei FBI hat Medienberichten zufolge die Stiftung des früheren Präsidenten Bill Clinton ins Visier genommen. Ermittelt wird wegen des Verdachts politischer Gefälligkeiten im Gegenzug für Spenden an die Clinton Foundation.

Dies berichten am Freitag unter anderem der Nachrichtensender CNN und die amerikanische Zeitung «New York Times». Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum 2009 bis 2013, als Clintons Ehefrau Hillary US-Aussenministerin war.

Ein Sprecher der Stiftung wies die Vorwürfe zurück. Die Stiftung sei immer wieder Ziel «politisch motivierter Anschuldigungen» geworden, die sich jedes Mal als falsch herausgestellt hätten.

US-Präsident Donald Trump hat immer wieder Druck auf das Justizministerium ausgeübt, gegen seine frühere Wahlkampfrivalin Hillary Clinton vorzugehen. Im November informierte Justizminister Jeff Sessions das Parlament darüber, sein Ministerium lasse die Rolle der Clinton-Stiftung beim Verkauf eines Uran-Unternehmens an Russland vor vier Jahren untersuchen.

Merkwürdige Zufälle

Dabei geht es um den Verkauf der kanadischen Firma Uranium One an den russischen Staatskonzern Rosatom zur Amtszeit von Trumps Vorgänger Barack Obama. Rosatom erlangte dadurch die Kontrolle über ein Fünftel der US-Uranbestände. Obama genehmigte den Deal im Jahr 2010. Zuvor hatte Uranium One die Clinton-Stiftung mit mehreren Spenden bedacht.

Ein Sprecher von Hillary Clinton sagte dem Nachrichtenportal «The Hill» nun, die FBI-Ermittlungen seien Betrug. Sessions habe auf Trumps Geheiss gehandelt. Der US-Präsident wie auch sein Justizminister stehen selbst wegen der Affäre um mutmassliche russische Manipulationen zugunsten Trumps im US-Wahlkampf unter massivem Druck.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Verärgerter Bürger am 06.01.2018 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld von Micheline Calmy-Rey

    Natürlich hat sie das. Sie hat CHF 600'000 von Micheline Calmy-Rey angenommen, als diese noch Bundesrätin war. Geld der Schweizer Eidgenossenschaft. Klare Korruption von beiden Seiten. Es müsste auch gegen Calmy-Rey eine Strafuntersuchung geben.

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  • Mk am 06.01.2018 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Korruption

    "Geld gegen Gefälligkeiten" das nennt man korrupt! Man stelle sich vor, wie die Medien darüber berichten würden, wenn es Trump und nicht HC wäre!

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  • Mike Zac am 06.01.2018 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wird auch Zeit

    jetzt fehlt nur noch dass Europa einen internatioalen Haftbefehl gegen Obama und Bush ausstellt. Beide haben Kriegsverbrechen begangen und niemanden interessierts. Auf dem Balkan wurde jeder hinterst letzte Politiker im exJugoslawien für Morde von 10 Menschen verurteilt, aber Amis für zehntausende von Toten nicht. Wo bleibt die Gerechtigkeit?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Meister Yoda am 07.01.2018 14:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    war schon lange überfällig!

  • Swizzi am 07.01.2018 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erstaunt?

    Nein Trump war die richtige Wahl.

  • Realist am 06.01.2018 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufgesetzt

    Was mich an Hillary am meisten stört ist ihr aufgesetztes, falsches, ja etwas an Hysterie erinnernde Lachen.

  • A.Surrer am 06.01.2018 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    ja das hat sie und alle wissen es!

    z.b. wollte ein Geschäftsmann ein Termin als HC Aussenministerin war, das Aussenministerium erteilte ihn eine Absage, anschliessend spendete er 30 $Millionen an die Clintons Stiftung, worauf sich die besagte Stiftung beim Aussenminsterium gemeldet hatte... kurz darauf hatte der Geschäftsmann seinen Termin bei der Aussenministerin. Ob diese jetzt illegal ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen, was es jedoch 100% ist, es ist unmoralisch.

  • EMM am 06.01.2018 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zitat

    ((Dabei geht es um den Verkauf der kanadischen Firma Uranium One an den russischen Staatskonzern Rosatom zur Amtszeit von Trumps Vorgänger Barack Obama. Rosatom erlangte dadurch die Kontrolle über ein Fünftel der US-Uranbestände. Obama genehmigte den Deal im Jahr 2010. Zuvor hatte Uranium One die Clinton-Stiftung mit mehreren Spenden bedacht)) Also welchen Einfluss aus Russland, hätte grössere Politische Sprengkraft? -Ein Uran-Deal mit Russland? - Eine (Mutmassliche) Wahlmanipulation durch Russland? Hmmm, da wird bei der Politische Schlammschlacht, mit Russische Bälle geworfen :-)

    • JonSnow am 06.01.2018 19:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @EMM

      Sie wissen schon, dass Uranium One nur 1. schwachradioaktives und nicht-waffenfähiges Material in den USA kaufte 2. dies nicht exportieren durfte 3. es in US KKWs eingesetzt wurde Ein Nothingburger. Etwa so interessant wie Trumps Dakota Pipeline die mit russischem Stahl gebaut wurde. Ausser, dass diese dann barst und ein paar qKm Land und viel Wasser verschmutzte.

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