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Mursis Verfassung
27. November 2012 18:21; Akt: 27.11.2012 22:51 Print
Gegen diese Änderungen laufen die Ägypter Sturm
Auf dem Tahrirplatz fliegen wieder Steine, Zehntausende protestieren gegen die Verfassungserklärung von Präsident Mohammed Mursi. Eine Auflistung der umstrittensten Gesetzespunkte.
Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat mit seiner Verfassungserklärung im In- und Ausland einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Umstritten sind vor allem folgende Punkte seiner Erklärung:
Bildstrecken Massendemos gegen «Pharao» Mursi Infografik Die arabische Welt im Umbruch- Alle Dekrete, Gesetze und Verfassungserklärungen, die der Präsident seit seinem Amtsantritt am 30. Juni 2012 erlassen hat, sind gültig und dürfen von der Justiz nicht angefochten werden. Dies gilt so lange, bis eine neue Verfassung verabschiedet und ein neues Parlament gewählt sind.
- Der Präsident kann ohne Rücksprache mit den Justizbehörden einen Richter zum Generalstaatsanwalt ernennen.
- Kein Gericht darf den Schura-Rat (die zweite Kammer des Parlaments) oder die verfassungsgebende Versammlung auflösen.
- Der Präsident kann alle Massnahmen ergreifen, die nötig sind, um das Land und die Ziele der Revolution zu schützen.
Weniger umstritten sind folgende Punkte:
- Die Verfahren gegen ehemalige Funktionäre, die beschuldigt wurden, am Tod von Demonstranten bei den Protesten 2011 beteiligt gewesen zu sein, werden neu aufgerollt.
- Die verfassungsgebende Versammlung erhält acht statt sechs Monate Zeit, um einen endgültigen Entwurf für eine neue Verfassung vorzulegen.
(sda)

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