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12. November 2012 05:56; Akt: 12.11.2012 14:50 Print
Israel feuert Warnschüsse auf Syrien ab
Neue Gewalteskalation im Nahen Osten: Soldaten der israelischen Armee haben Warnschüsse gegen Syrien abgegeben - als Antwort auf den syrischen Granatenbeschuss der Golanhöhen.

Die israelische Armee ist nicht nur wegen des Bürgerkriegs in Syrien in Alarmbereitschaft. (Bild: Keystone)
Die israelische Armee auf den Golan-Höhen hat am Montag erstsmals gezielt auf Kampfverbände in Syrien geschossen. Zuvor sei erneut eine Granate aus Syrien in der Nähe eines israelischen Postens eingeschlagen, teilte das Militär in Tel Aviv mit.
USA begrüssen Zusammenschluss der syrischen Opposition gegen AssadDer stellvertretende Sprecher des US-Aussenministeriums, Mark Toner, erklärte am späten Sonntagabend, die Bildung der syrischen Nationalen Koalition sei ein Meilenstein auf dem Weg zum «Ende von Assads blutiger Herrschaft und zum Beginn einer friedlichen, gerechten und demokratischen Zukunft» für alle Menschen in Syrien.
«Wir werden mit der Nationalen Koalition zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass unsere humanitäre und nicht-tödliche Unterstützung den Bedürfnissen der syrischen Menschen dient», fügte der Sprecher hinzu. Zugleich dankte er der Regierung des Golfemirats Katar für deren Unterstützung.
In der katarischen Hauptstadt Doha hatten die syrischen Regierungsgegner am Sonntag nach einwöchigen Beratungen eine Vereinbarung zur Bildung einer Nationalen Koalition unterzeichnet. Zum Präsidenten des Verbundes wurde der gemässigte Geistliche Scheich Ahmed al-Chatib bestimmt.
Die Vereinbarung sieht auch vor, die kämpfenden Einheiten unter einem Obersten Militärrat zu vereinen. Für Gebiete in Syrien, die von den Aufständischen kontrolliert werden, soll ein Nationaler Rechtsausschuss eingerichtet werden.
Nach internationaler Anerkennung der Nationalen Koalition will diese eine Provisorische Regierung bilden. Nach dem Sturz der Assad-Regierung ist die Bildung einer Übergangsregierung vorgesehen. (sda)
Israelische Panzer hätten daraufhin die Quelle des Feuers aus Syrien beschossen und getroffen, hiess es in einer schriftlichen Mitteilung weiter.
Am Sonntag hatte eine aus Syrien abgeschossene Granate einen israelischen Militärposten auf den Golan-Höhen getroffen. Dabei wurde niemand verletzt, die israelische Armee feuerte daraufhin aber mehrere Warnschüsse ab - es handelte sich um die ersten Schüsse in Richtung syrischer Streitkräfte seit dem Jom-Kippur-Krieg von 1973.
Grenzkonflikt
Regierungschef Benjamin Netanjahu warnte daraufhin, Israel beobachte sehr genau die Ereignisse an seiner Grenze zu Syrien und sei auf alle Eventualitäten eingestellt.
In den vergangenen Tagen waren von syrischem Gebiet aus mehrere Granaten auf die von Israel besetzten Golan-Höhen abgefeuert worden. Offenbar handelte sich bei den Schüssen um Irrläufer der Auseinandersetzungen zwischen den Konfliktgruppen in Syrien.
Syrien fordert grundsätzlich das von Israel besetzte und 1981 annektierte Gebiet zurück. Die UNO erkennt die Annexion nicht an. Israel und Syrien befinden sich offiziell weiterhin im Kriegszustand. Seit einem Abkommen der beiden Nachbarländer von 1974 patrouillieren etwa 1200 unbewaffnete UNO-Blauhelmsoldaten in dem Gebiet.
(sda)

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