Oprah Winfrey 2020

08. Januar 2018 18:00; Akt: 08.01.2018 19:46 Print

Wird sie die erste US-Präsidentin?

Ihre Rede an den Golden Globe Awards hörte sich für einige an wie ein Schlachtruf für den Wahlkampf 2020. Jetzt diskutieren die USA: Soll Oprah Winfrey Präsidentin werden?

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Kurz nach ihrer beeindruckenden Rede bei den Golden Globes trendete «Oprah 2020» in den sozialen Medien. Denn die langjährige Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey (63), eine Instanz in der US-Unterhaltungsbranche, hat in den Augen ihrer Fans genau das, was Donald Trump fehlt: etwas Präsidiales.

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Oprah Winfrey for president. Für Sie vorstellbar?

Winfrey, die mit dem Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde, hatte mit ihrer Rede das Publikum zu Tränen gerührt und begeistert von den Sitzen aufspringen lassen. Die Regisseurin Ava DuVernay schrieb auf Twitter, der Saal habe auch nach der Rede noch lange unter Strom gestanden. Andere erklärten Winfrey gleich zur Fahnenträgerin einer neuen politischen Bewegung. «Sie tritt an. Ein neuer Tag ist unterwegs.»

Bewegender Moment: Oprah Winfreys Rede an der Golden-Globe-Verleihung. (Video: Tamedia/AFP)

Sie kokettiert schon lange damit

Dass Winfrey in die Politik gehen und sich als Präsidentin zur Verfügung stellen könnte, ist keine neue Vorstellung. Sie selbst kokettiert gerne mit der Idee, erst recht, seit Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde. «Ich habe diese Möglichkeit nie in Erwägung gezogen. Ich dachte nur ‹Oh ... oh?›», sagte sie letzten Frühling in einem Interview mit Bloomberg TV. «Ich dachte immer, ich hätte nicht genug Erfahrung. Aber jetzt denke ich ... ‹Oh.›.»

Im Juni wies sie die Spekulationen in ihrer Talkshow zurück («Ich werde mich nie um ein politisches Amt bemühen. Das steht fest.») – nur um dann im September einen Artikel der «New York Post» zu tweeten. Die Schlagzeile: «Die grösste Hoffnung der Demokraten für 2020: Oprah.»

«Sie würde es auf jeden Fall machen»

Der fromme Wunsch einiger Amerikaner – in einer noch laufenden Umfrage von TMZ mit über 8000 Teilnehmern würden 55 Prozent die 63-Jährige wählen – wurde durch die Bemerkung von Winfreys langjährigem Partner, Stedman Graham, weiter beflügelt: «Es liegt in der Hand des Volkes», sagte dieser nach der Golden-Globe-Veranstaltung. «Sie würde es auf jeden Fall machen.»

Und so dominierte das Thema «Oprah for president» am Montag die Morgen-Talkshows. CNN zitierte zwei Freunde der Talkshow-Legende, die anonym bleiben wollen: Winfrey befasst sich demnach «seit einigen Monaten» ernsthaft mit dem Thema einer Kandidatur, und in ihrem Bekanntenkreise gebe es viele, die sie dazu ermuntern würden. Winfrey habe sich, so betonten beide, aber noch «zu nichts entschlossen».

Geld, Charisma, Bekanntheit, aber keine Erfahrung

Sie hätte das Geld für einen Wahlkampf, sie hätte das Charisma und sie hätte den Bekanntheitsgrad, um in das Präsidentschaftsrennen einzusteigen, so CNN. Was ihr fehle, sei die politische Erfahrung. Ausserdem sei fraglich, ob das amerikanische Volk nach Trump wieder eine TV-Celebrity im Präsidentenamt sehen wolle.

Die beste Freundin von Oprah, Gale King, sprach hingegen längst Klartext. Gegenüber der CBS verwarf sie die Vorstellung einer Mrs. President Oprah Winfrey: «Ich verwette mein Erst- und mein Zweitgeborenes und alle noch ungeborenen Kinder, dass dies nie passieren wird.»






(gux)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sil Via am 08.01.2018 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht?

    Passt doch. Die USA sind schon seit Jahrzehnten nicht mehr ernst zu nehmen.

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  • Serzo am 08.01.2018 19:03 Report Diesen Beitrag melden

    Frau an die Macht?

    Als ob es eine Rolle spielen würde wer die USA regiert... Oprah wird jedenfalls sowieso niemals Präsidentin werden, obwohl sie wahrscheinlich eine sehr gute Marionette für die Lobbyisten wäre.

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  • Edler Ritter am 08.01.2018 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Go 4 Bundesrat

    Wenn dem so sein wird, sollten aber Beni Thurnheer, Kurt Aeschbacher und Röbi Koller in den Bundesrat gewählt werden!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • bebbeli am 09.01.2018 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    gebildet

    Sie ist auf jeden Fall intelligent und gebildet. Sie kann mit den Menschen reden, ohne sie gleich zu beleidigen. Sie ist bestimmt besser als DT.

  • Paul Z am 09.01.2018 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Forget it

    Frau und schwarz - hat in Trump-Land keine Chance.

  • Show Biz am 09.01.2018 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Voraussetzung,

    sie stammt aus dem Show-Business, die beste Basis als Präsidenten-Darstellerin für's Volk. Der Rest passiert hinter den Kulissen.

  • Sonja am 09.01.2018 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Düstere Gestalten

    Washington D.C. - ein sonniges Plätzchen für düstere Gestalten.

  • Loosli am 09.01.2018 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nicht...

    das wäre einfach der nur nächste oberflächliche Narzist(-in). Aber eigentlich ist es mir egal wen die Amis wählen