Neuwahlen

28. Dezember 2017 18:31; Akt: 29.12.2017 09:10 Print

Italiens Präsident löst Parlament auf

Der italienische Präsident Sergio Mattarella hat das Parlament aufgelöst und damit den Weg für Neuwahlen freigemacht.

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Parlamentsauflösung: Italiens Präsident Sergio Mattarella unterzeichnete am Donnerstag das dazu nötige Dekret. (Bild: Luis Vieira/AP)

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Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella hat das Parlament aufgelöst und damit den Weg für Wahlen in Italien im kommenden Frühjahr freigemacht. Mattarella unterzeichnete am Donnerstag das dazu nötige Dekret und gab damit den offiziellen Startschuss für den Wahlkampf. Als wahrscheinlicher Termin für die Wahl gilt der 4. März.

Bis dahin wird der sozialdemokratische Ministerpräsident Paolo Gentiloni die Amtsgeschäfte weiterführen. Den Italienern droht allerdings eine schwierige Regierungsfindung, da keine einzelne Partei derzeit in Umfragen auf die notwendige Mehrheit kommt.

Vor allem die Migrationskrise und die immer noch schwache Wirtschaft machen Italien - der drittgrössten Volkswirtschaft in der Eurozone – zu schaffen.

Stärkste Einzelpartei ist die eurokritische Fünf-Sterne-Bewegung, die sich als Anti-Establishment-Kraft versteht. Vorne liegt jedoch das Mitte-rechts-Bündnis der Forza Italia des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi mit der rechtspopulistischen Lega Nord. Berlusconi selbst kann wegen einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung allerdings nicht selber kandidieren.

Die regierenden Sozialdemokraten des Partito Democratico (PD) mit ihrem Parteichef, Ex-Regierungschef Matteo Renzi, liegen auf Platz drei dahinter. Renzi machen vor allem Gegner auf dem linken Flügel zu schaffen, die sich von seiner Partei abgespalten haben.

Update folgt...


(fur/sda/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Italo am 28.12.2017 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    Die können noch Millionen mal ...

    Wählen. Italien wird mit einer Demokratie niemals aus den Sumpf herausfinden. Es ist eine Schande, was aus so viel das Land zu bieten hat gemacht wird.

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  • Na sowas? am 28.12.2017 19:03 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird mal Zeit...

    das die Uropas, Opas und alle Dottoris und Proffessoris samt Berlusconis in Exil gehen und Platz schaffen für eine neue Generation und Zukunft für dieses tolles Land.

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  • m.b am 28.12.2017 19:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    erster schritt, raus aus der eu

    Die EU hat Italien völlig zerstört

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fausto Frisella am 05.01.2018 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Der Fisch beginnt beim Kopf zu stinken.

    Die italienische Regierung bedarf meiner Meinung nach einer Generalüberholung. Da drin sind 630 Abgeordnete, 315 Senatoren, 5 Senatoren auf Lebenszeit... und alle verbrauchen tonnenweise Geld. Diese Wasserkopfregierung stützt sich auf eine Wasserkopfbürokratie. Für Ordnung sorgen zwei Polizeikorps. Italiener im In- und Ausland werden im Stich gelassen. Die Landwirtschaft wird nicht geschützt. Unternehmer sollen 60% ihrer Gewinne an den Staat zahlen. Die Gewerkschaften sind so stark, dass Unternehmer Angst haben, Arbeitsverträge auszustellen. Den Staat zu umgehen ist dort überlebensnotwendig.

  • Schweizer am 01.01.2018 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Italien mehr als nur Marode

    Da helfen keine neuen Regierungen mehr. Nur noch Deutschland mit Ihrer Angela Ferkel

  • es am 30.12.2017 16:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh Volk

    Ja, ja Italien hier, Europa da, Schweiz hin, Deutschland her. ... Am Ende steht der Mensch mit seiner unersättlichen Gier ...

  • Waterpolo1s am 30.12.2017 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dauer.....

    ..... Dauerthema in Italien !!!!

  • Paul B. am 30.12.2017 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Klartext

    Fährdienst aus Lybien beenden und in entgegengesetzte Richtung beginnen und Austritt aus der EU. Dann kommt es wieder mit "Bella Italia". Ansonsten sehe ich "no future".

    • Tanti Auguri am 30.12.2017 13:31 Report Diesen Beitrag melden

      Faksimile

      L'Aquila wieder tip top aufbauen und allen Erdbebengeschädigten in dieser Region ein gutes 2018 wünschen. Viva Italia.

    • Antonio am 30.12.2017 17:21 Report Diesen Beitrag melden

      Klartext

      Raus aus der EU und schon fliest Milch und Honig für alle. Wie beim BREXIT, oder? Stimmt es eigentlich, dass Putin die ganzen raus aus der EU Aktivisten unterstützt? Damit die EU auseinander fällt und er die Baltischen Staaten heim ins Russische Reich holen kann?

    • tonda am 30.12.2017 19:30 Report Diesen Beitrag melden

      Antonio

      vielleicht solltest Du etwas Abstand von der Glotze nehmen, sonst fällst Du noch auf der anderen Seite raus.

    • Scorpione am 04.01.2018 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tanti Auguri

      In Sizilien wohnen immer noch Leute in Provisorischen Behausungen. Das Erdbeben war irgendwann in den 60'ern. Viva l'Italia

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