Erste Wahl-Umfragen

16. Dezember 2012 07:21; Akt: 16.12.2012 07:34 Print

Japan steht vor einem Rechtsrutsch

Japan steht vor einem erneuten Regierungswechsel. Die Liberaldemokratische Partei des Rechtskonservativen Shinzo Abe liegt bei den Unterhaus-Wahlen laut Umfragen klar in Front.

storybild

Der frühere japanische Premierminister Shinzo Abe will zurück an die Macht. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

In Japan ist am Sonntag ein neues Parlament gewählt worden. Umfragen deuteten darauf hin, dass die konservativen Liberaldemokraten (LPD), die Japan seit dem Zweiten Weltkrieg fast durchgehend regiert haben, wieder den Ministerpräsidenten stellen könnten. Der Demokratischen Partei (DJP) von Regierungschef Yoshihiko Noda droht nach nur drei Jahren an der Macht eine empfindliche Niederlage.

«In dieser Wahl geht es um eine Bestrafung der DJP», erklärte der Politikwissenschaftler Koichi Nakano. Offenbar seien die Menschen von Nostalgie getrieben. Sie wollten aus Mangel an besseren Alternativen die LDP zurück an die Macht bringen.

Angeschlagene Wirtschaft als Herausforderung

Fast alle Umfragen deuten daraufhin, dass sich die LDP die Mehrheit der 480 Sitze im Unterhaus des japanischen Parlaments, dem Kokkai, sichern dürfte. Sie könnte so möglicherweise allein regieren oder in einer Koalition mit der eng verbündeten Komeito-Partei, die von einer grossen buddhistischen Laienorganisation unterstützt wird.

Ministerpräsident dürfte dann erneut Shinzo Abe werden, der den Posten bereits von 2006 bis 2007 innehatte. Für Japan wäre er der siebte Regierungschef innerhalb von sechseinhalb Jahren.

Die Herausforderungen für die neue Regierung sind vor allem die angeschlagene Wirtschaft des Landes und der Inselstreit mit China. Mit einer Wahl des konservativen Abe könnte vor allem im Territorialstreit um die Inseln im Ostchinesischen Meer ein härterer Kurs des Landes gegenüber China bevorstehen.

(dapd)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.