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Nach tödlichem Unglück
03. Dezember 2012 10:59; Akt: 03.12.2012 14:59 Print
Japan überprüft seine Tunnel
Nachdem ein Tunnel in Tokio einstürzte und mehrere Menschen unter sich begrub, wollen die japanischen Behörden nun weitere Katastrophen verhindern. Sie suchen nach Rissen oder anderen Auffälligkeiten.
Nach dem teilweisen Einsturz eines Autobahntunnels mit neun Todesopfern hat die japanische Regierung die Überprüfung aller baugleichen Tunnel angeordnet. Alle 49 Tunnel gleicher Bauart würden nach dem Unglück vom Wochenende inspiziert, teilte das Verkehrsministerium mit.
Video
Tunneleinsturz fordert neun Todesopfer
Für alle Tunnel gleicher Bauweise seien sofortige Inspektionen veranlasst worden, erklärte das Verkehrsministerium am Montag in Tokio weiter. Wahrscheinlich würden «umfangreiche Investitionen» in die Infrastruktur der Autobahnen nötig, die vielfach aus der Zeit des Wirtschaftsbooms in den 1950er bis 70er Jahren stammt.
Das Unglück hatte sich am Sonntag im Sasago-Tunnel, etwa 80 Kilometer westlich der Hauptstadt Tokio, ereignet. Auf mindestens 110 Metern fielen Betonplatten, jede von ihnen anderthalb Tonnen schwer, auf die Fahrbahn und begruben mehrere Autos unter sich. Ausserdem brach ein Feuer aus.
Der Sasago-Tunnel ist mit 4,7 Kilometern einer der längsten Tunnel Japans. Bereits am Montag begannen Ingenieure, mehrere ähnlich gebaute Tunnel in der Umgebung zu untersuchen.
Fehlende Tests an Stahlträgern
Der Tunnel-Betreiber NEXCO nannte das Alter des Tunnels als eine mögliche Unglücksursache. Laut NEXCO wird bei den Inspektionen insbesondere auf eventuelle Risse oder andere Auffälligkeiten im Baumaterial geachtet.
Ausserdem werden Rückschlüsse aus der Akustik des Baus gezogen, indem er mit einem Hammer abgeklopft wird. Bei der alle fünf Jahre fälligen Überprüfung des Sasago-Tunnels im September gab es allerdings keine akustischen Tests an den Stahlträgern, die die schweren Betonplatten stützten, wie die Behörden eingestanden.
Auf Videoaufnahmen aus dem Tunnel war zu sehen, dass Betonblöcke in einem V-Muster hinabgestürzt waren. Experten zufolge könnte dies darauf hindeuten, dass es ein Problem mit der Stabilität der tragenden Säulen gegeben habe. Drei Fahrzeuge wurden verschüttet, Augenzeugen schilderten erschütternde Szenen.
Einsatzkräfte bergen Leichen
In einem Fahrzeug wurden die verkohlten Leichen von drei Männern und zwei Frauen gefunden, die laut einem Bericht alle um die 20 Jahre alt waren. Auch die Leiche eines Lastwagenfahrers wurde geborgen. Berichten zufolge handelte es sich um einen 50-Jährigen, der zuvor seine Kollegen telefonisch um Hilfe gebeten hatte. In einem weiteren Fahrzeug starben nach Behördenangaben ein älterer Mann und zwei ältere Frauen.
NEXCO-Chef Takekazu Kaneko sprach den Hinterbliebenen sein «zutiefst empfundenes Beileid» aus. Am Montag waren weiter Einsatzkräfte am Unglücksort. Es ging vor allem um die Bergung der Leichen.
Zu Japans riesigem Autobahnnetz zählen mehr als 1500 Tunnel. Nach Angaben des Verkehrsministeriums sind rund ein Viertel von ihnen über 30 Jahre alt. Sicherheits-Checks sind auch deshalb wichtig, weil es in Japan häufig Erdbeben gibt.
(sda)
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Statik
ein Tunnel ist doch ein Gewölbe! D.h. es stützt sich in sich selber ab! Oder bauen die Japaner mit anderer Technik?
Zwischendecke
So wie das ausieht ist nicht das Tunnelgewölbe sonder die Zwischendecke eingestürzt. Im Bild 4 ist gut zu sehen das die Fachkräfte auf der Zwischendecke stehen. Der Hohlraum über der Fahrbahn dient zur Lüftung und im Brandfall zum Rauchabzug. Darum ist diese Zwischendecke auch "relativ" dünn, da Sie nicht für die Tragsicherheit des Gewölbes relevant ist.
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Die Armen Japaner... Ich will mal in dieses Schöne Land, Aber bevor es Zerstört ist!
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das passiert, wenn man die infrastruktur eines landes privatisiert.