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07. November 2017 05:17; Akt: 15.11.2017 11:01 Print

Jemen droht Hungerkatastrophe

Saudiarabien hat die Häfen und Airports im Jemen blockiert. Dauert dies länger als zwei Wochen, sind die Folgen für die unterernährte Bevölkerung fatal.

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Der Direktor des Welternährungsprogramms hat vor dem Hungertod von Hunderttausenden Kindern im Jemen gewarnt. Falls die saudiarabische Blockade aller Airports und Häfen anhalte, dürfte es im Jemen zu einer der verheerendsten humanitären Katastrophen kommen, die die Menschheit in den vergangenen Jahrzehnten gesehen habe, sagte David Beasley am Montag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. Er sagte, die Blockade dürfe keine zwei Wochen andauern.

Seine UN-Organisation erreiche lediglich sieben Millionen Menschen vor Ort, so Beasley. «Teils haben wir nicht genug Mittel, teils haben wir keine Zugänge.» Er beklagte, rund 70 Prozent der jemenitischen Bevölkerung wüssten nicht, woher sie ihre nächste Mahlzeit bekommen würden. In dem seit Jahren von Krieg erfassten Land leben zwischen 27 und 28 Millionen Menschen.

Die von Saudiarabien geführte Militärkoalition hatte am Montag die Schliessung aller Häfen und Airports im Jemen verfügt. Damit reagierte das Bündnis auf eine am Wochenende von dort gestartete Rakete, die in Riad abgefangen wurde. Die Militärkoalition kämpft seit März 2015 aus der Luft gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen, die die international anerkannte Regierung im Jemen verdrängt haben.

(foa)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roman Schneider am 07.11.2017 07:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wir schauen weg...

    Es ist schon eine unglaubliche Tragödie: Ich war vor 20 Jahren vor Ort und habe kaum woanders eine dermaßen freundliche, genügsame und liebenswertere Bevölkerung angetroffen. Hier wird für unsägliche Machtspiele ein großartiges Land (man denke an die buchstäblich einmalige Architektur von Sanaa) und eine liebenswerte Bevölkerung massakriert.

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  • mursur am 07.11.2017 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    saudis ole

    Ja wenn man helfen will sollen die saudis die Blockade aufgeben, wo liegt das Problem?

  • Seiler Markus am 07.11.2017 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hört auf

    Niemand sollte hungern auf dieser zum Teil von überfluss Lebenden Welt! Es ist Traurig das Kinder sterben weil keine Nahrung vorhanden ist! Es wird Wohl nie eine gerechte Verteilung der zum teil im überfluss vorhandenen Resourcen geben! Wegen Kriegen oder Sanktionen wird der Tod durch Hunger immer existent bleiben

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Die neusten Leser-Kommentare

  • B. Kerzenmacher am 09.11.2017 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Hungersnot im Jemen

    Liegt das vielleicht daran, dass in diesem Land nur etwa 0,3 Prozent der nutzbaren Ackerfläche bewirtschaftet werden, Jemen im Global Innovation Index mit 15,64 Punkten auf dem letzten Platz 130 von 130 Ländern liegt, oder an der Tatsache, dass sich die Einwohnerzahl innerhalb der letzten 40 Jahre von 5 auf 30 Millionen Einwohner versechsfacht hat?

  • Hundeführer am 09.11.2017 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Rettet die Kinder in Jemen!

    Dass ist alles das Werk der Saudis, Amerikaner und Briten die von einer gemeingefährlicher kleinen Religionsgemeinschaft geführt wird.

  • Coyote am 08.11.2017 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Überbevölkerung!

    Bei 2,7 Geburten und nur 2 sterbenden die Sekunde sind das ein Deutschland mehr pro Jahr. Hinzu kommt noch dass der durchschnittliche Ökofussabdruck 1,5 Erden ist! Dass weniger mehr ist, ist vielen klar. Aber eben und vor allem VON uns! Solch Sicht müsste auch klar sein, denkt man an Menschen die in ca. 200 Jahren auf der Erde leben MÜSSEN, denn schön kann das bei dem zwangsweisen Kannibalismus, (denn nix ausser 50 Milliarden Menschen wird mehr da sein), nicht sein. Wir in der jetzigen Menschen best möglichen Zeit, müssen unheimlich dankbar sein, haben wir genau dieses Zeitfenster erlebt!

  • Schluss am 07.11.2017 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rechnung zahlen

    Es sind Christliche Länder die dort Bombardieren ind Infrastruktur Schulen Krankenhäuser zerstören. Also tragen wir die volle Verantwortung. Die Quittung kommt noch und ich freue mich schon. Das Schweizer Kreuz ist schon lange im Blut getränkt desshalb diese Fahne!

  • Leserin am 07.11.2017 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Jemen und ihre Machthaber

    Die Bevölkerung leidet immer und es ist traurig anzusehen. Jemen bekam schon viel Hilfe in den letzten 55 Jahren. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als Helfer Jemen auf Grund von Drohungen verlassen mussten, nach dem ausreichend Geld und Hilfsgüter geflossen waren.