Anschlag in Stockholm

07. Juni 2018 13:20; Akt: 07.06.2018 13:34 Print

Lebenslange Haft für Attentäter von Stockholm

Der IS-Anhänger, der 2017 in Stockholm vorsätzlich in eine Menschenmenge fuhr, muss lebenslang ins Gefängnis.

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Der Attentäter von Stockholm, Akhmat Akilov (hier bei seiner Festnahme am 7. April 2017), wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Prozess in Stockholm war mit Spannung erwartet worden. Zum Auftakt hat der angeklagte Jihadist ein Geständnis abgelegt. Zwei Wochen vor Prozessbeginn, am 30. Januar 2018, hatte die schwedische Polizei Bilder einer Überwachungskamera veröffentlicht, die den Attentäter nach dem Anschlag zeigen. Am Ort, wo der Lastwagen ins Einkaufszentrum fuhr, schmückten Menschen kurz nach dem Anschlag einen Polizeiwagen mit Blumen. (9. April 2017) Zehntausende Menschen legten Blumen nieder. Der schwedische Premierminister Stefan Lofven besucht den Tatort und legt Blumen für die Opfer nieder. Abgeschleppt: Der gestohlene Brauereilastwagen war zunächst durch die Fussgängerzone in der Innenstadt Stockholms gerast und dann in den Eingangsbereich eines Kaufhauses gekracht. (8. April 2017) Der LKW wird abtransportiert. Ein Polizist überwacht den Abtransport. Der zerstörte Eingang des Warenhauses, nachdem der Lastwagen entfernt wurde. Die Polizei veröffentlichte zwei Fahndungsfotos. Sie zeigen einen Verdächtigen mit über den Kopf gezogener schwarzer Kapuze und olivgrüner Jacke. (7. April 2017) Nach dem Anschlag konnte der Verdächtige zunächst fliehen. Fünf Menschen wurden bei dem Attentat getötet, zehn verletzt. Eine Augenzeugin berichtete, dass der Lastwagen mit mindestens 40 Kilometer pro Stunde durch die Fussgängerzone gerast sei. Der Vorfall ereignete sich im Zentrum von Stockholm. Die Polizei riegelte das Zentrum der Stadt ab. Die meisten zentralen Strassen wurden gesperrt, U-Bahnen, S-Bahnen und Busse stellten den Betrieb komplett ein Tausende mussten zu Fuss nach Hause gehen. Kinos und Theater sagten alle Vorstellungen für den Abend ab.

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Für den Terroranschlag in der Stockholmer Innenstadt mit fünf Toten muss ein IS-Anhänger lebenslang ins Gefängnis. Das Gericht in der schwedischen Hauptstadt verurteilte den Usbeken Rachmat Akilow am Donnerstag zur Höchststrafe.

Zuvor hatte der 40-Jährige gestanden, einen gestohlenen Lastwagen vorsätzlich in die Menschenmenge auf der Stockholmer Haupteinkaufsstrasse gelenkt zu haben.

Bei dem Anschlag am 7. April 2017 tötete er fünf Menschen und riskierte laut Anklage den Tod von fast 150 weiteren. Nach eigener Aussage wollte Akilow erreichen, dass Schweden den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aufgibt.

(fur/sda)