George Weah

28. Dezember 2017 20:04; Akt: 29.12.2017 07:20 Print

Vom Weltfussballer zum Präsidenten

Mit 61,5 Prozent Stimmenanteil ist der ehemalige Fussballstar George Weah zum neuen Präsidenten Liberias gewählt worden.

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Mit 61,5 Prozent gewählt: George Weah ist der neue Präsident Liberias. (Bild: AFP)

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Aus der Präsidentschaftsstichwahl im westafrikanischen Liberia ist der ehemalige Fussballstar George Weah als klarer Sieger hervorgegangen. Wie die Wahlkommission am Donnerstag nach Auszählung fast aller Stimmen mitteilte, kam Weah auf 61,5 Prozent. Auf seinen Kontrahenten, den Vizepräsidenten Joseph Boakai von der regierenden Einheitspartei (UP) entfielen 38,5 Prozent.

Zu der Stichwahl waren am Dienstag rund 2,1 Millionen Menschen aufgerufen gewesen. Schon in der ersten Wahlrunde am 10. Oktober hatte der frühere Weltfussballer Weah, der in den 1990er Jahren mit Paris Saint-Germain und dem AC Mailand Erfolge feierte, mit rund 38 Prozent der Stimmen vorn gelegen. Boakai kam auf knapp 29 Prozent.

Bereits 2005 um Präsidentenamt beworben

Wegen «massiver Unregelmässigkeiten» legte Boakais UP Widerspruch gegen den Wahlgang ein. Die Klagen wurden aber abgewiesen. Wegen der juristischen Auseinandersetzungen wurde die ursprünglich für den 7. November geplante Stichwahl auf den 26. Dezember verschoben.

Der 51-jährige Weah hatte sich 2005 erfolglos um das Präsidentenamt beworben und 2011 vergeblich um das Amt des Vizepräsidenten. Seit 2014 ist der einstige Stürmer Senator. Insbesondere bei jungen Wählern geniesst er grosse Sympathien. Der 73-jährige Vizepräsident Boakai galt als Kandidat der Kontinuität.

Der für sechs Jahre gewählte Präsident wird am 22. Januar die Nachfolge der langjährigen Staatschefin und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf antreten, die nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren durfte.

Das kriegszerstörte Land im Westen Afrikas zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die schwere Ebola-Epidemie zwischen 2014 und 2016 hat die Wirtschaft zusätzlich belastet.

(fur/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Adri W. am 28.12.2017 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Milan

    Hoffentlich regiert er so gut wie er gespielt hat

  • Onurb am 28.12.2017 21:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alles gut George

    schwieriges Umfeld. Hoffen wir das beste für Liberia

    einklappen einklappen
  • R.E.S.E.T am 28.12.2017 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnung stirbt leider zuerst

    ... sollten seine Geschicke seiner zehn Zehen nicht in sein Oberstübchen wandern, wandern wahrscheinlich die Erträge der reichhaltig gehobenen Bodenschätze wieder einmal mehr nur ins Ausland, sowie in seine eigenen Taschen, als dass sie dem Volke zugutekommen würden :-/

Die neusten Leser-Kommentare

  • Don Toscani am 07.01.2018 07:14 Report Diesen Beitrag melden

    So und nicht anders

    Habe immer gedacht, wer dort die grösste Knarre hat, ist der nächste Präsident !!

  • Typhoeus am 30.12.2017 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Fussballstar als Präsident

    eines Landes in Scherben nach einem Bürgerkrieg. Eine Mammutaufgabe.

  • the mään am 30.12.2017 11:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nostalgia

    Das waren noch Zeiten!Alles gute George Weah!!!

  • Bürger am 30.12.2017 09:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahlen?

    Korruption geht überall, Dort wie hiersind Wahlsiege nur eine Frage des Geldes.

  • noldi am 30.12.2017 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Karriere

    In Mailand hat er lesen und schreiben gelernt...... und jetzt?