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Zentralkomitee wird gewählt
13. November 2012 16:10; Akt: 13.11.2012 16:30 Print
Machtkampf um Chinas neue Führung
Nach Skandalen und Machtkämpfen um die neue Führung geht der Parteitag der chinesischen Kommunisten am Mittwoch zu Ende. In Peking steht ein Generationswechsel an.
Parteitag in China.
Nachfolger des 69-jährigen Staats- und Parteichefs Hu Jintao soll der zehn Jahre jüngere Vizepräsident Xi Jinping werden. Trotz Spekulationen um grössere innerparteiliche Mitbestimmung, und obwohl Rufe nach mehr Demokratie im chinesischen Einparteiensystem immer lauter geworden waren, gab es nur wenig politischen Wettbewerb.
Bildstrecken China putzt sich für den 18. Nationalkongress heraus Infografik China auf ExpansionskursBei den Beratungen des Parteitags-Präsidiums schieden «mindestens acht Prozent» der Kandidaten aus, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. So viele waren es auch vor fünf Jahren. Ob die Zahl noch steigt, war offen.
Heftiges Tauziehen um höchstes Machtgremium
Zum Ende des Parteitages billigen die Delegierten am Mittwoch in der Grossen Halle des Volkes die rund 200 Vollmitglieder und 160 beratenden Mitglieder des Zentralkomitees. Auf der ersten Sitzung des neuen Zentralkomitees am Donnerstag wird dann das 25-köpfige Politbüro bestimmt. Aus diesem rekrutiert sich wiederum der Ständige Ausschuss - das eigentliche Machtzentrum von Partei und Staat.
Um dieses höchste Gremium gab es hinter den Kulissen ein heftiges Tauziehen. Die Liste der potenziellen Kandidaten, die in offiziell unbestätigten Berichten genannt wurden, änderte sich im Laufe des Parteitages immer wieder.
Zemin zieht im Hintergrund die Fäden
In dem Machtorgan könnten sich die Konservativen und die Fraktion des 2002 abgetretenen, früheren Staats- und Parteichefs Jiang Zemin durchgesetzt haben. Der 86 Jahre alte Patriarch zieht im Hintergrund noch die Fäden.
Ob jüngere wirtschaftliche Reformer wie der Parteichef der Boom- Provinz Guangdong, Wang Yang, den Sprung in das Machtgremium schaffen, scheint nicht ausgemacht. Es war schon unklar, ob der Ständige Ausschuss künftig wieder neun oder weniger Mitglieder haben wird.
Änderung der Parteiverfassung
Die 2300 Delegierten werden zum Abschluss des einwöchigen Parteitages auch Änderungen der Parteiverfassung annehmen, um ihre kommunistische Führungsideologie zu ergänzen. Ebenso wird der Bericht der Disziplinarkommission über den Kampf gegen Korruption und insbesondere den Skandal um den entmachteten Spitzenpolitiker Bo Xilai angenommen.
Dessen Sturz im Frühjahr und die Verurteilung seiner Frau wegen Mordes an einem britischen Geschäftsmann hatten die Partei in eine schwere Krise gestürzt. Ihm soll der Prozess wegen Amtsmissbrauchs und Korruption gemacht werden.
(sda)
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