Nach Verhaftung

07. Dezember 2012 08:21; Akt: 07.12.2012 11:11 Print

McAfee ins Spital eingeliefert

Nachdem er in Guatemala verhaftet worden war und ein anschliessender Asylantrag abgelehnt wurde, klappte John McAfee zusammen. Mit Verdacht auf einen Herzinfarkt wurde der Software-Guru in ein Spital eingeliefert.

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Am Abend des trifft John McAfee in Miami, Florida, ein. Seine Odyssee scheint damit ein vorläufiges Ende zu haben. Am , kann John McAfee das Gefängnis in Guatemala verlassen. Er will in die USA zurückkehren. Kurz nach seiner Verhaftung muss John McAfee am in Guatemala-Stadt in ein Spital eingeliefert werden. Software-Pionier John McAfee, der in Belize in Zusammenhang mit einem Mord gesucht wird, wird am . Der 67-Jährige war auf seiner Flucht zwei Tage zuvor in Guatemala angekommen. Am . Die beiden wollen nach Aussagen McAfees heiraten. Am . Von Guatemala aus will McAfee die Korruption in Belize bekämpfen. Am Montag, veröffentlicht «Vice» auf seiner Website ein Bild von McAfee: Angeblich sind zwei Journalisten des US-Magazins mit dem Flüchtigen unterwegs. Die Meta-Daten des Bildes sollen Hinweise auf seinen Aufenthaltsort enthalten – diese seien aber von ihm manipuliert, sagte McAfee. Drei Wochen nach der Flucht, mit einem sichtlich gezeichneten McAfee. Auf die Frage, wie es weitergehe, antwortete er: «Ich habe keine Ahnung. Ich werde weiterkämpfen, mich keinesfalls ergeben.» Ob er Angst habe? «Hättest du keine Angst?» Nach seinem Rückzug aus der IT-Branche betätigt sich McAfee in Colorado als Yogalehrer und schreibt mehrere Bücher zum Thema. Eine weitere Leidenschaft ist das Aerotrekking – das Fliegen in geringen Höhen mit einem Ultraleichtflugzeug. Ein bizarres Katz-und-Mausspiel beginnt: Auf . 2008 wandert er in den zentralamerikanischen Staat Belize aus. . John McAfee wird in England geboren, den grössten Teil seines Lebens verbringt er in den USA. Er arbeitet für verschiedenste IT-Firmen und gründet das Computer-Sicherheitsunternehmen McAfee. 1997 verkauft er dieses und wird zum Multimilionär.

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Der nach einer wirren Flucht in Guatemala festgenommene Gründer der Computersicherheitsfirma McAfee hofft weiter auf politisches Asyl in dem mittelamerikanischen Land. Zwischenzeitlich wurde John McAfee am Donnerstag in ein Polizeikrankenhaus gebracht, weil er Schmerzen in der Brust hatte, wie er der Nachrichtenagentur AP sagte. Er glaube aber nicht, dass ein Herzinfarkt die Ursache sei. Nach Angaben eines Arztes war offenbar Stress der Grund für McAfees Beschwerden.

Der exzentrische Software-Guru war am Mittwoch in Guatemala festgenommen worden, nachdem er illegal in das Land eingereist war. Die guatemaltekischen Behörden lehnten am Donnerstag einen Antrag McAfees auf politisches Asyl ab. Ein Grund dafür wurde nicht genannt. In seinem Blog appellierte McAfee daraufhin an die Öffentlichkeit, den guatemaltekischen Präsidenten Otto Pérez Molina zur Unterstützung seines Asylantrags aufzurufen.

McAfees Anwälte kündigten an, gegen die Verweigerung politischen Asyls in Berufung gehen zu wollen. Ein derartiges Verfahren vor dem Verfassungsgericht Guatemalas hätte womöglich zur Folge, dass McAfee noch ein bis zwei Tage in dem Land bleiben könnte.

Anwalt: «Wenn er nach Belize zurückkehrt, ist er in Gefahr»

Der Firmengründer will verhindern, dass er nach Belize ausgeliefert wird, wo ihn die Polizei im Zusammenhang mit dem Mord an dem Amerikaner Gregory F. befragen will. Für die Polizei in Belize ist McAfee in dem Mordfall eine «Person von Interesse». Das heisst, dass die Behörden eine Verwicklung des Unternehmers in den Fall vermuten. McAfee bestreitet dies.

Ein Anwalt McAfees, Telesforo Guerra, warnte vor den Konsequenzen einer Auslieferung. «Wenn er (McAfee) nach Belize zurückkehrt, wird er in Gefahr sein.» McAfees Worten zufolge suchen ihn die Behörden in Belize, weil er über heikle Informationen über Korruptionsfälle in dem Land verfüge. Der Ministerpräsident von Belize, Dean Barrow, zog den Geisteszustand McAfees in Zweifel. «Ich will nicht unfreundlich sein, aber ich glaube, er ist extrem paranoid, übergeschnappt.»

Trickreiche Flucht

Die Flucht aus Belize war McAfee nach eigener Darstellung mit einem Trick gelungen. Dabei habe er einen Doppelgänger mit einem gefälschten nordkoreanischen Pass nach Mexiko geschickt, der sich dort absichtlich festnehmen lassen sollte. Seine wochenlange Flucht hatte McAfee über seinen Blog im Internet dokumentiert. Zudem nahm er immer wieder Kontakt zu Medien auf, um seine Sicht der Dinge darzulegen. In Guatemala sei er dann in einem Hotel in einer vornehmen Gegend der Hauptstadt Guatemala-Stadt in Gewahrsam genommen worden, teilte Innenminister Mauricio López Bonilla mit.

McAfee war vor drei Jahren nach Belize gezogen, um weniger Steuern zu zahlen. Der «New York Times» sagte er 2009, dass von seinem Vermögen von einst 100 Millionen Dollar durch die Finanzkrise nur rund vier Millionen Dollar übrig seien. Andernorts wurde er mit den Worten zitiert, diese Darstellung «sei überhaupt nicht zutreffend».

(dapd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • D E am 07.12.2012 18:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein wunder

    Wer wärenicht gestresst wenn er vieleicht( unschuldig) in so schlechtes Gefinnis muss.

  • Roberto am 07.12.2012 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hundsgewöhnlicher Gesuchter Verdächtiger

    Nichts anderes als ein gewöhnlicher Verdächtiger oder Verbrecher - politisch hat dies null und nichts zu tun, das ist nur ein Vorwand. Wäre ja auch ungerecht, wenn er nicht verfolgt würde.

  • rexi29 am 07.12.2012 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hoffentlich

    hat er keinen virus..

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • D E am 07.12.2012 18:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein wunder

    Wer wärenicht gestresst wenn er vieleicht( unschuldig) in so schlechtes Gefinnis muss.

  • rexi29 am 07.12.2012 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hoffentlich

    hat er keinen virus..

    • Esmeralda am 07.12.2012 13:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Witzig

      Sauglatt, Kompliment!

    • René am 07.12.2012 19:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ironie des Schicksals

      Musste auch schmunzlen...

    einklappen einklappen
  • Roberto am 07.12.2012 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hundsgewöhnlicher Gesuchter Verdächtiger

    Nichts anderes als ein gewöhnlicher Verdächtiger oder Verbrecher - politisch hat dies null und nichts zu tun, das ist nur ein Vorwand. Wäre ja auch ungerecht, wenn er nicht verfolgt würde.