Florida

27. November 2012 20:59; Akt: 27.11.2012 21:17 Print

Musik zu laut - Mann erschiesst Jugendlichen

Kaum haben sich in die USA die Wogen nach dem Tod von Trayvon Martin geglättet, erregt ein neuer Fall die Gemüter. Ein 45-jähriger Weisser erschoss einen 17-jährigen Afroamerikaner.

Michael Dunn vor Gericht. (Video: wptv.com)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Wegen eines Streits um zu laute Musik hat ein Mann in Florida einen Jugendlichen erschossen. Nach Angaben der Justizbehörden vom Dienstag ereignete sich der Vorfall am Freitag an einer Tankstelle in Jacksonville.

Laut Polizei beschwerte sich der 45-jährige Michael Dunn bei dem 17-jährigen Jordan Davis über zu laute Musik aus dessen Geländewagen, in dem dieser mit anderen Jugendlichen sass. «Jordan und Dunn wechselten Worte, dann zog Dunn eine Kanone und schoss acht oder neunmal, zweimal traf er Jordan», sagte der Sheriff Rob Schoonover.

Niemand sonst sei von den Kugeln getroffen worden, im Auto des afroamerikanischen Jugendlichen seien keine Schusswaffen gefunden worden. Dunn, ein Weisser, befand sich den Angaben zufolge mit seiner Freundin in Jacksonville, um die Hochzeit seines Sohnes zu feiern. Das Paar sei nach den Schüssen geflüchtet, am Samstag sei Dunn dann aber verhaftet worden.

«Wie jeder verantwortungsbewusste Waffenträger»

US-Medien zitierten Dunns Anwalt, wonach der Schütze auf unschuldig plädieren will. Sein Mandant habe sich bedroht gefühlt und so verhalten «wie jeder verantwortungsbewusste Waffenträger unter solchen Umständen», sagte der Anwalt den Berichten zufolge.

Der Vorfall erinnert an den Tod des schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin, der im Februar in Florida von dem Nachbarschaftswächter George Zimmerman erschossen wurde. Zimmerman sagte aus, in Notwehr gehandelt zu haben. Martin, der sich auf dem Weg von einem Einkauf nach Hause befand, war allerdings unbewaffnet.

Der Tod des afroamerikanischen Jugendlichen hatte in den USA eine aufgeheizte Debatte über Rassismus ausgelöst, in die sich auch Präsident Barack Obama einschaltete.

(aeg/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ich am 27.11.2012 22:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Halloooooo......?

    Nur wegen zu lauter Musik ein junges leben zerstören? Sorry, ein Warnschuss in die Luft hätte gereicht, ist aber dän auch schon übertrieben!! Gleich 8 Schüsse ?? Sind wir in Tortuga, Piraten oder sonnst irgendwo angelangt ??

  • A.M. am 27.11.2012 22:02 Report Diesen Beitrag melden

    Meinung

    1. Zitat :"«Jordan und Dunn wechselten Worte, dann zog Dunn eine Kanone und schoss acht oder neunmal, zweimal traf er Jordan», sagte der Sheriff Rob Schoonover." 2. Zitat :"Sein Mandant habe sich bedroht gefühlt und so verhalten «wie jeder verantwortungsbewusste Waffenträger unter solchen Umständen», sagte der Anwalt den Berichten zufolge." Fällt euch etwas auf ? Wenn er sich "bedroht" fühlte, warum hat er dann 8 / 9 mal auf ihn geschossen ? man braucht sicherlich nicht so viele Schüsse, um sich zu "verteidigen".

  • santaklaus am 28.11.2012 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    verständlich

    wenn die musik zu laut war.

Die neusten Leser-Kommentare

  • santaklaus am 28.11.2012 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    verständlich

    wenn die musik zu laut war.

  • Oli Camenzi am 27.11.2012 23:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Was jeder VERNÜFTIGE waffenträger tun würde"

    Wow echt krass... Diese art zu denken ist echt schlimm! Jeder hatte doch bestimmt einen streit wegen zu lauter musik. Bestimmt hat der junge auch nicht leise zurück gebelt, wie jeder 17 jährige der mit seinem freund gerade unterwegs ist. Das hat weder mit seinem land, seiner hautfarbe, musik die erhört oder seiner art sich zu kleiden zu tun sondern seine jugendliche art aussprobiert und rebeliert. Das passiert doch praktisch x 1000 mal(sad story). Der mann könnte zurück schreien, weg laufen oder die polizei rufen. Doch er machte "Was jeder vernünftige waffenträger tun würde"

  • OldCoolMan am 27.11.2012 22:43 Report Diesen Beitrag melden

    So langsam...

    ...sollte es sich in den U.S.A. doch herumgesprochen haben, dass viele Leute Schusswaffen auf sich tragen. Da sollte man es tunlichst vermeiden, mit unbekannten Leuten in Streit zu geraten. Die Waffe ist schnell gezückt. Aber mit 17 Jahren ist das Mundwerk scheinbar oft schneller als der Verstand. Auch hierzulande scheinen immer mehr Leute mit einem Messer herumzulaufen, man liest ja des öfteren von schwer verletzten oder gar erstochenen Leuten, nach einem spontanen Streit im Ausgang...bedenkliche Entwicklung.

  • Ich am 27.11.2012 22:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Halloooooo......?

    Nur wegen zu lauter Musik ein junges leben zerstören? Sorry, ein Warnschuss in die Luft hätte gereicht, ist aber dän auch schon übertrieben!! Gleich 8 Schüsse ?? Sind wir in Tortuga, Piraten oder sonnst irgendwo angelangt ??

  • si mon am 27.11.2012 22:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    RIP

    RIP Verdammter Rassismus unglaublich. Als wären wir im Mittelalter