Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Deutscher Bundesrat
14. Dezember 2012 11:42; Akt: 14.12.2012 11:42 Print
Neuer Anlauf für ein NPD-Verbot
Der deutsche Bundesrat stellt beim höchsten deutschen Gericht einen Antrag für ein Verbot der rechtsextremen NPD. Das erste Verfahren gegen die Partei war im Jahr 2003 gescheitert.
Die NPD sorgt mit ihren hetzerischen Plakaten immer wieder für Wirbel.
Der deutsche Bundesrat wird vor das Bundesverfassungsgericht ziehen, um ein Verbot der rechtsextremen NPD zu erreichen. Die Länderkammer beschloss am Freitag mit grosser Mehrheit als Verfassungsorgan einen entsprechenden Antrag beim höchsten deutschen Gericht zu stellen.
Bildstrecken Schlag gegen rechte KameradschaftenNeonazi Sebastien N. wird in Hamburg verhaftetDie Länderkammer folgte damit einer Empfehlung der Ministerpräsidentenkonferenz von vergangener Woche. Von den 16 Ländern enthielt sich nur Hessen der Stimme, weil das Land ein Scheitern in Karlsruhe fürchtet.
«Wir sind davon überzeugt, die NPD ist verfassungswidrig», sagte die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU). Die Organisation verfolge ihre Ziele in aggressiv, kämpferischer Weise. Sie habe damit den geistigen Nährboden für die Morde der Terrorzelle NSU bereitet. Sie dürfe daher nicht länger als Partei anerkannt und mit Steuergeldern finanziert werden.
Lieberknecht betonte, Grundlage für das Verbotsverfahren bilde eine umfassende Materialsammlung mit Äusserungen hunderter Funktionsträger der NPD. Da kein Material von V-Leuten benutzt worden sei, werde den Anforderungen des Verfassungsgerichts Rechnung getragen.
Nicht ohne Risiko
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit räumte ein, das Verfahren sei nicht frei von Risiken. Die Fakten seien aber mit bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen worden und die Beweislage sei erdrückend.
Die Partei wolle die freiheitlich demokratische Grundordnung beseitigen. Zugleich appellierte der SPD-Politiker an Bundestag und Bundesregierung, ebenfalls einen Antrag in Karlsruhe zu stellen. «An dieser Stelle brauchen wir die Geschlossenheit und Gemeinsamkeit der Demokraten», mahnte der SPD-Politiker. Die Bundesregierung will erst im kommenden Jahr entscheiden, ob sie ebenfalls einen Verbotsantrag stellen wird.
Das erste Verbotsverfahren gegen die rechtsextreme Partei war im März 2003 in Karlsruhe gescheitert, weil im Beweismaterial auch Äusserungen von NPD-Mitgliedern zitiert waren, die zugleich als Spitzel für den Verfassungsschutz arbeiteten.
(sda/dapd)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 21 Kommentare

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt


















NPD ist unbedeutend
Die NPD dümpelt landesweit bei etwa 2% Stimmenanteil herum! Die Partei ist ein Witz und sicher keine Gefahr für die Gesellschaft. Eine demokratische Partei zu verbieten ist zudem sehr heikel! Deutschland würde sich besser mal um die klar Verfassungsfeindliche "Die Linke (SED)" kümmern! Die sind eine Gefahr für Verfassung und Gesellschaft und sind teilweise sogar in den Länderregierungen vertreten....
Menschenverbot? Meinungsverbot?
Die Partei kann man verbieten, die Menschen, welche dort Mitglied sind und vor allem die Gründe, weshalb sie dort Mitglied sind aber nicht. Daran sollte man arbeiten!
Toleranz?
Wo bleibt dann hier die Toleranz?