Fax aus Pyongyang

05. Januar 2018 03:03; Akt: 05.01.2018 09:07 Print

Nord- und Südkorea treffen sich am Dienstag

Kim Jong-un geht auf das Angebot aus Seoul ein: Am 9. Januar sollen Gespräche zwischen den beiden koreanischen Staaten stattfinden.

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Pyongyang und Seoul haben sich auf Gespräche geeinigt: Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un. (1. Januar 2017) Ein Treffen könnte am 9. Januar stattfinden: Südkoreas Vereinigungsminister Cho Myoung-Gyon wendet sich an die Medien. (2. Januar 2018) Kim Jong-un drohte in seiner Neujahrsansprache mit einem Atomwaffenangriff – zeigte sich aber auch zu Gesprächen mit Südkorea bereit. (1. Januar 2018) Der Atomkonflikt spitzt sich zu: Kim Jong-un an einer Konferenz in der Hauptstadt Pyongyang. (23. Dezember 2017) Kim forderte die USA auf, Pyongyang als Atommacht anzuerkennen. Sein Aussenministerium unterstellt den USA eine «feindselige Politik»: Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un. (3. September 2017) «Wir sind bereit, unsere Rolle als Vermittler anzubieten», sagte Bundespräsidentin Doris Leuthard in Bern. «Es ist nun wirklich Zeit, sich an den Tisch zu setzen. Grossmächte haben eine Verantwortung.» Die EU berät über neue Sanktionen gegen Nordkorea. «Das ist auch dringend notwendig», sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. «Die derzeitige militärische Hysterie kann nichts Gutes bringen»: Russlands Präsident Wladimir Putin, hier am Gipfeltreffen der Brics-Staaten in China. (5. September 2017) Washington werde jede Bedrohung durch Nordkorea mit einer «massiven militärischen Reaktion» beantworten: US-Verteidigungsminister James Mattis spricht vor den Medien beim Weissen Haus in Washington am 3. September 2017. Auf die Frage eines Journalisten, ob der US-Präsident nun Nordkorea angreifen wird, antwortet Donald Trump beim Verlassen einer Kirche: «Wir werden sehen.» Er hat mehrere Atomtest durchgeführt: Diktator Kim Jong-un besucht das Institut für chemisches Material der Akademie für Verteidigungswissenschaft in Nordkorea. (23. August 2017) Die Messungen der US-Erdbebenwarte USGS haben im August eine Stärke von zuerst 5,6 und später von 6,3 ergeben – ein Indiz für einen Test. Das japanische Warnsystem hat reagiert: Passanten in Südkorea sehen Nachrichten über den nordkoreanischen Raketenstart. (29. August 2017) Teile der Rakete sind östlich der japanischen Hauptinsel Hokkaido niedergegangen: Südkoreanische Nachrichten. (29. August 2017) Provoziert mit seinen Raketenstarts: Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un. (Archivbild) Die nordkoreanische Rakete habe eine «ernsthafte» Bedrohung der Sicherheit dargestellt: Eine japanische Flugabwehrrakete. (29. August 2017) Will seine Bevölkerung schützen: Der japanische Premierminister Shinzo Abe. (29. August 2017) Nordkorea testet eine Hwasong-14-Rakete. (Archivbild) Nordkorea setzt sich immer wieder über UNO-Resolutionen hinweg, welche Tests mit ballistischen Raketen verbieten. (Archivbild)

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Nord- und Südkorea haben sich nach Angaben aus Seoul auf direkte Gespräche in der kommenden Woche geeinigt. Das südkoreanische Vereinigungsministerium teilte am Freitag mit, am Morgen sei ein Fax aus Nordkorea mit der Mitteilung eingetroffen, dass die Führung in Pyongyang das südkoreanische Gesprächsangebot für den 9. Januar annehme.

Die Gespräche sollen im Grenzort Panmunjom in der entmilitarisierten Zone stattfinden. Dabei soll es um eine mögliche Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang gehen, aber auch um andere Themen zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen zwischen den seit Jahrzehnten verfeindeten koreanischen Nachbarn.

Entspannungssignale: Vertreter Nord- und Südkoreas wollen zu Gesprächen zusammenkommen. Video: Tamedia/Reuters

Pyongyang signalisierte Gesprächsbereitschaft

Südkorea hatte die Gespräche mit dem Norden am Dienstag vorgeschlagen, nachdem Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un in seiner Neujahrsansprache Dialogbereitschaft signalisiert hatte. Am Mittwoch schalteten Nord- und Südkorea bereits einen seit knapp zwei Jahren abgeschalteten Kommunikationskanal wieder frei.

Während der vergangenen Monate hatte der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Mehrfach provozierte Pyongyang die internationale Gemeinschaft mit Raketentests und dem sechsten, bislang gewaltigsten Atomwaffentest.

Die nordkoreanische Führung drohte, sie könne mit ihren Raketen das gesamte Festland der USA erreichen. Der UNO-Sicherheitsrat verschärfte in mehreren Runden die Sanktionen gegen das abgeschottete Land.

(chk/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roli1966 am 05.01.2018 05:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gut so

    und damit schlägt Nordkorea bewusst einen Keil zwischen die USA und Südkorea.. schlau gemacht

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  • Cleanearth am 05.01.2018 05:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frieden

    Hoffnung keimt auf. Wäre schön, wenn die zwei Länder sich einigen könnten. Ob Trump das gefallen würde?

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  • Maler50 am 05.01.2018 06:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    richtig Richtung

    Jedes Gespräch ist an für sich eine gute Sache.Die USA sollte sich jetzt vorallem öffentlich zurückhalten!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jacka am 05.01.2018 18:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dr.Asia

    ...ein Fax! Somit ging die Brieftaube doch verloren.

  • Henz Meier am 05.01.2018 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage der Zeit...

    Dann geht das Spiel von vorne los. Sobald die Erkenntnisse der Letzten Raketentests in die Entwicklung eingeflossen sind gehts wieder los Jetzt mal kurz auf gut Kollege machen damit alle Zufriden sind. Dem Mann ist nicht zu trauen und bleibt eine Gefahr - darum Isolation und Sanktionen

  • nano am 05.01.2018 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht

    Da gibt es einen Despoten so um die Jahre 35 bis 45. dieser hat mit Polen Friede gemacht und ein Nichtangriffspakt geschlossen. Eine Woche später oder so hat dieser dann Polen angegriffen und eingenommen. So geht es doch einfacher. Diesem Herr jong un würde ich kein Wort glauben.

  • Stormstepper am 05.01.2018 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Fazit

    Mischt euch nicht bei Nachbarstreitereien ein. Denn es regelt sich von selbst. Aber alle kennen ja immet beidE Parteien so gut das es zur Eskalation kommt. Immer das Gleiche...

  • kim schmiz am 05.01.2018 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    richtig stellung

    naja, eigentlich hat ja Kim aktuell auf einen Dialog gebeten, nicht Südkorea. Muss man denn immer die Tatsachen verdrehen?