Opfer des Heim-Brandes

27. November 2012 08:57; Akt: 27.11.2012 10:26 Print

13 Behinderte und eine Betreuerin starben13 Behinderte und eine Betreuerin starben

Es gibt erste Angaben zu den Opfern des schlimmen Brandes in einer Behindertenwerkstatt im Schwarzwald: Ums Leben gekommen sind 13 Behinderte und eine Betreuerin.

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Am Dienstag, 27. November, kennt die Polizei die Brandursache: Aus der Flasche eines Ofens in der Werkstatt ist offenbar Gas ausgetreten und hat sich entzündet. In der der Kirche des deutschen Dorfs Titisee-Neustadt brennen 14 Kerzen. Sie stehen für die 14 Menschen, die am Montag, 26. November, dem Brand in einem Behindertenheim zum Opfer gefallen sind. Das ganze Dorf in Baden-Würtemberg ist fassungslos. Manche Menschen legen Blumen vor das Behindertenheim ... ... andere zünden Kerzen an und beten. Tags zuvor ist in diesem Behindertenheim das Feuer ausgebrochen. Von aussen sieht man dem Gebäude im Schwarzwald am Dienstag bis auf wenige Brandspuren und zerborstene Scheiben wenig an. Ein vereinzelter Rollstuhl steht vor dem Gebäude. Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, ist am Montagnachmittag schnell zur Stelle. Die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Zehn behinderte Frauen im Alter von 28 bis 68 Jahren sowie drei Männer im Alter von 45 bis 68 Jahren und eine 50-jährige Betreuerin kamen beim Brand ums Leben. Weitere neun Personen - sieben behinderte Menschen aus der Werkstatt und zwei Feuerwehrleute - wurden verletzt. In der Einrichtung der Caritas befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs etwa 120 Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung. Weitere neun Personen - sieben behinderte Menschen aus der Werkstatt und zwei Feuerwehrleute wurden verletzt. In der Einrichtung der Caritas befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs etwa 120 Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung.

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Einen Tag nach dem verheerenden Brand in einer Behindertenwerkstatt in Titisee-Neustadt im Schwarzwald steht die Identität der 14 Todesopfer fest. Wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte, starben bei dem Unglück ausschliesslich Erwachsene. Unter den Toten ist eine 50-jährige Betreuerin. Ausserdem kamen zehn behinderte Frauen im Alter von 28 bis 68 Jahren ums Leben sowie drei Männer im Alter von 45 bis 68 Jahren.

Nähere Informationen, auch zur genauen Todesursache, gab es nicht. Angaben zur Unglücksursache konnten noch nicht gemacht werden. Die Kriminalpolizei richtete eine Sonderkommission ein. Am Nachmittag wollte die Polizei auf einer Pressekonferenz über den Stand der Ermittlungen informieren.

Notfall-Konzept auf dem Prüfstand

Der Präsident des Deutschen Caritas Verbandes, Peter Neher, will nach der Brandkatastrophe das Notfall-Konzept untersuchen lassen. Es sei logisch, dass nach so einer Katastrophe alle Einsatzmassnahmen und Notfallpläne genau überprüft werden müssten, sagte er am Dienstag im ZDF-«Morgenmagazin».

Bisher sei alles so geregelt gewesen, dass man davon ausgehen habe können, dass keine Katastrophe eintrete, sagte er weiter. Spezialisten müssten sich nun auf die Suche nach den Ursachen machen. Dann würden mögliche Konsequenzen geprüft.

Kirchen und die Gemeinde Titisee-Neustadt planen eine Trauerfeier. «Es gibt ein grosses Bedürfnis der Hinterbliebenen und der Bürger, gemeinsam Abschied zu nehmen», sagte Bürgermeister Armin Hinterseh. Auch die Rettungskräfte hätten diesen Wunsch geäussert, sagte Hinterseh am Dienstag. Voraussichtlich diesen Samstag werde es in Titisee-Neustadt einen ökumenischen Gottesdienst geben.

Telefon-Hotline läuft heiss

Unverändert gross ist das Interesse an Hilfsangeboten. Die am Montag nach dem Brand eingerichtete Telefon-Hotline im Rathaus der 12'000 Einwohner zählenden Gemeinde werde stark nachgefragt, sagte der Bürgermeister.

Das Feuer war am Montag in einer Behindertenwerkstatt der Caritas im Ortsteil Neustadt ausgebrochen, in der etwa 120 Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung unter anderem in der Metall- und Holzverarbeitung sowie in der Elektromontage beschäftigt waren. Feuerwehr und Rettungsdienste waren mit einem Grossaufgebot im Einsatz, auch zwei Rettungshelikopter flogen zum Unglücksort.


(Video: Youtube/nfgAKTUELL5)

(sda/dapd)