Wegen Trump-Tweets

02. Januar 2018 13:36; Akt: 02.01.2018 13:36 Print

Pakistan bestellt US-Botschafter ein

Pakistan hat auf Vorwürfe des US-Präsidenten reagiert. Er hatte geschrieben, das Land unterstütze Terroristen.

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Schwierige Beziehungen: In einem Tweet zum Jahresanfang stellt US-Präsident Donald Trump die Milliardenhilfe für Pakistan in Frage. (Bild: Keystone/Fareed Khan)

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Die pakistanische Regierung hat nach den jüngsten Anschuldigungen von US-Präsident Donald Trump den Botschafter der Vereinigten Staaten einbestellt. Ein Sprecher der Botschaft in Islamabad bestätigte, dass Botschafter David Hale am Montagabend ins pakistanische Aussenministerium einbestellt worden sei.

Trump hatte Pakistan in seiner ersten Twitter-Botschaft des neuen Jahres ins Visier genommen: Er warf dem Land vor, «Terroristen» Zuflucht zu gewähren und drohte mit einer Einstellung der US-Hilfen.

«Die Vereinigten Staaten haben Pakistan törichterweise mehr als 33 Milliarden Dollar an Hilfen im Laufe der vergangenen 15 Jahre gegeben», schrieb der Präsident. Pakistan habe den USA seinerseits «nichts als Lügen und Betrug» geboten und sie für dumm gehalten, kritisierte Trump weiter. «Sie gewähren den Terroristen Zuflucht, die wir in Afghanistan jagen. Das ist vorbei!», drohte er.

Pakistan wies die Vorwürfe verärgert zurück. Das Land habe viel für die USA getan und dabei geholfen, das Terrornetzwerk al-Qaida zu «dezimieren», habe im Gegenzug aber nur «Beschimpfungen und Misstrauen» geerntet, hiess es in Stellungnahmen des Aussen- und des Verteidigungsministeriums.

Beziehungen verschlechtert

Seit Trumps Amtsantritt vor etwa einem Jahr haben sich die ohnehin schwierigen Beziehungen zwischen Washington und Islamabad weiter verschlechtert. Die US-Regierung teilte dem Kongress im August mit, sie erwäge, für Pakistan vorgesehene Hilfen in Höhe von 255 Millionen Dollar zurückzuhalten, weil Islamabad nicht hart genug gegen Extremisten vorgehen.

Auch Trumps Vorgänger Barack Obama hatte die Haltung Pakistans gegenüber den radikalislamischen Taliban kritisiert, die Washington seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in Afghanistan bekämpft.

Die Regierung in Islamabad hat die Vorwürfe, nicht entschlossen genug gegen radikale Islamisten vorzugehen, wiederholt zurückgewiesen. Sie verweist auf Ausgaben in Milliardenhöhe im Kampf gegen Extremismus und auf tausende Menschen, die in Pakistan getötet worden seien.

(ij/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Amerikaner am 02.01.2018 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Putsch

    Die CIA hat zugegeben dass sie die IS und Al-Kaida unterstützt, bzw. ins Leben gerufen hat. Wieso wird darüber nicht geschrieben?

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  • Ahmed A.. am 02.01.2018 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    Pakistan = Gaunerstaat

    Der Anti-US-Amerikanismus ist in der Schweiz so gross, dass manche Kommentarschreiber naiverweise (?) sogar einen Gaunerstaat wie Pakistan unterstützen, der die Stabilität weiterer Regionen untergräbt und Unterschlupf für Terroristen gewährt ... nur um den USA eins auszuwischen.

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  • Borra Torra am 02.01.2018 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Länder um und mit Pakistan...

    . . Sind seit immer rückständig und um tausend Jahre zurück. Analphabetismus Rückständigkeit, Kriege und Fanatismus haben diese Länder zugerichtet. Dafür haben sie Atomwaffen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Calimocho am 03.01.2018 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Die USA sind hauptverantwortlich für die Probleme in Pakistan. Es ist nur richtig dass denen mal die Leviten gelesen werden.

    • Maler50 am 03.01.2018 23:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Calimocho

      Hauptverantwortlich? Das Land hat sehr viele seiner Probleme selber zu verantworten. Sicher hat die USA einige Probleme des Landes verursacht aber auch nicht mehr.

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  • Freund am 03.01.2018 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Wenigstens einer der Mut hat

    Wenigstens jemand auf dieser Welt der gegen die fortlaufende Islamisierung des Westens kämpft und sich nicht alles sagen lässt und dauernd den Bückling macht wie das bei uns der Fall ist.

  • Olly am 03.01.2018 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    Müll, soweit das Auge reicht

    Schaut euch mal die hautsächlich von Pakistani bewohnten Strassen in London an, dann wisst ihr, dass da etwas nicht richtig läuft.

  • Jacqueline am 03.01.2018 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Auch wir brauchen einen Trump

    Auch wir in der Schweiz brauchen einen Trump, der aufhören will, Geld an alle Welt zu verteilen. Uns wird es nämlich auch fehlen.

  • Patriot am 03.01.2018 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pakistan helfen?

    Wir Schweizer helfen Pakistan mit Million pro Jahr, aufhören! Lieber das Geld im eigenen Land investieren, statt in einem Schurkenstaat. Unser Helfitis muss ein Ende haben.