Deutschland

01. Mai 2018 10:03; Akt: 01.05.2018 13:16 Print

AfD-Politiker bei 1.-Mai-Demo festgenommen

Guido Reil wurde bei einer 1.-Mai-Demo in Essen in Polizeigewahrsam genommen. Der AfD-Politiker war einem Platzverweis nicht nachgekommen.

(Video: Tamedia/Glomex)

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Bei einer 1.-Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Essen wurde der AfD-Politiker von der Polizei in Gewahrsam genommen. Grund dafür war, dass der Politiker einem gegen ihn ausgesprochenen Platzverweis nicht nachkam.

Der Platzverweis wurde ausgesprochen, weil einer seiner Sicherheitsleute mehrere gefährliche Gegenstände mit sich geführte. Laut der Polizei soll es sich dabei unter anderem um Pfefferspray gehandelt haben.

Seine Partei veröffentlichte ein Video, die Festnahme zeigen soll.

Polizei in Deutschland bereitet sich vor

Die Polizei der beiden grössten Städte Deutschlands bereitet sich auf mögliche Gewaltausbrüche von Linksextremisten rund um die 1.-Mai-Veranstaltungen vor. In Berlin werden 5300 Polizisten aus der Hauptstadt selber, neun anderen Bundesländern und von der Bundespolizei im Einsatz sein.

Schon am Montag wollen linke Gruppen bei einer Demonstration gegen steigende Mieten und den Kapitalismus durch den Stadtteil Wedding ziehen. In der Nacht auf den 1. Mai haben ausserdem Zehntausende Menschen die Walpurgisnacht in verschiedenen Berliner Parks gefeiert. Laut der Polizei blieb es dabei «weitestgehend störungsfrei».

SPD-Innensenator Andreas Geisel erwarte in Berlin am Dienstag eine Situation, die «vielleicht etwas schwieriger als im vergangenen Jahr» sei.

CDU-Kundgebung abgesagt – zu heikel

Die sogenannte Revolutionäre 1.-Mai-Demo der linksextremen Szene soll wie in den vergangenen Jahren am frühen Abend des Feiertags selber starten. Eine im Stadtteil Kreuzberg geplante Kundgebung der CDU gegen linksradikale Gewalt gegen Polizisten wurde abgesagt.

Die Sache sei zu heikel, sagt Kurt Wansner, CDU-Abgeordneter im Berliner Parlament, dem «Tagesspiegel». Zum Entschluss kam es nach Rücksprache mit der Polizei, die davon ausgehe, dass es dieses Jahr etwas härter zugehen werde.

«Gewalt hat linke Szene Unterstützung gekostet»

Auch in Hamburg steht die extreme Linke nach den Krawallen beim G20-Gipfel im Juli 2017 unter besonderer Beobachtung der Polizei.

«Die Gewalteskalation bei G20 hat die linke Szene Unterstützung gekostet», sagt Hamburgs Polizeisprecher Timo Zill. Deshalb und weil die Revolutionäre 1.-Mai-Demo im vergangenen Jahr friedlich verlief, hofft die Behörde auch dieses Jahr auf eine gewaltfreie Veranstaltung.

Seitenhieb des Hamburger Rechtsanwalts Joachim Steinhöfel gegen gewaltbereite Linksextremisten:


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