Ukrainerin will rein

06. Dezember 2012 20:02; Akt: 06.12.2012 20:15 Print

Pornodarstellerin bittet EU um Asyl

Anastasia Grishay ist eine ukrainische Pornodarstellerin und zweifache Mutter. In ihrem Heimatland drohen ihr deswegen mehrere Jahre Haft. Jetzt will sie Asyl in der EU.

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Anastasia Grishay mit ihrem Kind vor dem tschechischen Parlament. (Bild: Reuters/DAVID W. CERNY)

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Anastasia Grishay alias «Wiska» will Asyl in der EU. Denn, so sagt die 27-Jährige, in der Ukraine werde sie wegen ihres Berufs verfolgt. Die Behörden ermitteln wegen der Produktion und Verbreitung von Pornos bereits seit zwei Jahren gegen sie.

Bereits vor zwei Jahren flüchtete die Mutter von zwei Kindern nach Tschechien. Hier aber will man die Dame loswerden, ihrem dort eingereichten Antrag auf Asyl wurde nicht stattgegeben. Jetzt hat Grishay den Europäischen Gerichtshof angerufen. Nach eigenen Angaben hat sie einen Antrag auf Asyl in der Europäischen Union gestellt.

Gegenüber der britischen «Times» erklärte sie: «Ich habe 15 Tage Zeit bekommen, das Land zu verlassen. Es kümmert niemanden, dass wir nicht zurück in die Ukraine gehen können.»

«Als Mutter ungeeignet»

Grishay zufolge wollten ukrainische Beamte ihr die Kinder wegnehmen, da sie wegen ihres Berufes «als Mutter ungeeignet» sei. «Ich wurde mit meinem ersten Kind sitzengelassen. Als man mir Pornos anbot, drehte ich sie, weil ich das Geld brauchte», verteidigt sie sich.

Tatsächlich verschärfte die Ukraine unter Präsident Wiktor Juschtschenko 2010 ihr Strafgesetz im Umgang mit Pornografie. Diese wird seither als illegal eingestuft: Das Drehen von Pornos, aber auch die Aufbewahrung und Vervielfältigung kann mit Gefängnisstrafen von bis zu fünf Jahren bestraft werden.

Pornos für «medizinische Zwecke»

Erlaubt ist Pornografie nur noch für «medizinische Zwecke» – was auch immer dies heissen mag, die Gesetzgebung schweigt sich über Details aus.

Klar ist zumindest, dass die ukrainischen Behörden an Grishay ein Exempel statuieren wollen. Unterstützung erhält die Ukrainerin von den Nakedeis der Frauenorganisation «Femen». Mit entblösstem Oberkörper, dem Kennzeichen der Organisation, demonstrierten die Frauen jetzt vor dem tschechischen Parlament für Grishays Rechte.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • fg am 06.12.2012 23:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    krass

    komische Gesetze haben die. ist sicher nicht ideal wenn die Kinder irgendwann ihre Mutter im Internet finden, aber deswegen ist sie trotz allem sicher eine gute Mutter. diesen koruppte Staat sollte die Eu boykottieren.

  • chrigu am 06.12.2012 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Legal nur für medizinische Zwecke...

    = Für die bedürftigen Parteibonzen? Eigenartige Weltanschauung.

  • SingleDude am 06.12.2012 21:20 Report Diesen Beitrag melden

    Heiraten?

    Warum nicht einen attraktiven Schweizer heiraten, ein paar Jahre hier bleiben und sich so Einbürgern lassen? Da würde sich doch sicher ein Männchen finden dass dazu bereit ist das "spielchen" einzugehen... Klar, man muss aufpassen dass es nicht als Schein-Ehe gewertet wird, aber da gibt es ja unzählige ziemlich offensichtliche Fälle wo nie jemand etwas dagegen unternehmen konnte weil man die "Regeln" beachtet hat. Die Gesetze mögen seit ein paar Jahren schärfer sein, aber verhindern können sies dennoch nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Friedli am 06.12.2012 23:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuerzahler

    Aber nicht bei uns, wir haben schon genügend aus dem horizontalen Gewerbe. Oder haben wir noch ein wenig AHV übrig.? Oder hat es noch freie Wohnungen im tiefen Preissegment? Hat sie ausser Porno und Kinder noch was anderes anzubieten?

    • Lisbeth am 07.12.2012 12:24 Report Diesen Beitrag melden

      Wir sind nicht

      EU. Das vergessen viele. Lustigerweise wäre Tschechien EU. Darum wohl der Gerichtshof. Wenn Sie gewinnt hat Sie evtl. eine Chance in einem anderen EU Land. Wobei das mit dem Asyl inzwischen mehr als lächerlich ist. Jeder behauptet inzwischen verfolgt zu werden nur damit sie in den "Westen" gelangen.

    • Sigi am 07.12.2012 14:27 Report Diesen Beitrag melden

      Typisch Bünzli

      Wer hat gesagt, dass Sie in der Schweiz um Asyl angefragt hat?

    einklappen einklappen
  • fg am 06.12.2012 23:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    krass

    komische Gesetze haben die. ist sicher nicht ideal wenn die Kinder irgendwann ihre Mutter im Internet finden, aber deswegen ist sie trotz allem sicher eine gute Mutter. diesen koruppte Staat sollte die Eu boykottieren.

  • Mr. Spitz am 06.12.2012 23:04 Report Diesen Beitrag melden

    Platz frei im Bett

    Ich gebe ihr Asyl. Hat noch Platz in meinem Bett.

  • Adnan Dzellili am 06.12.2012 22:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Olten City

    Komm nach Olten, da haben wir sicher ein Plätzchen für euch.

  • chrigu am 06.12.2012 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Legal nur für medizinische Zwecke...

    = Für die bedürftigen Parteibonzen? Eigenartige Weltanschauung.