Mugunga III

02. Dezember 2012 18:28; Akt: 02.12.2012 19:28 Print

Rebellen im Kongo überfallen Flüchtlingslager

In der Nacht auf den Sonntag haben bewaffnete Kämpfer ein Flüchtlingslager der Uno in der Nähe der Stadt Goma geplündert. Dabei sei es auch zu Vergewaltigungen gekommen. Getötet wurde niemand.

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Nach dem offiziellen Abzug der kongolesischen Rebellen der Bewegung M23 haben bewaffnete Kämpfer in der Nacht zum Sonntag das Flüchtlingslager Mugunga III bei Goma überfallen und geplündert. «Uniformierte sind von zwei Seiten ins Lager eingedrungen», sagte der Lagerleiter Eraston Ngulu Ndibito.

Ein Sprecher des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR erklärte, die Angreifer hätten «Lebensmittel, Telefone, Geld und sogar Kleider» geraubt. Auch sei es zu Vergewaltigungen gekommen. Es sei aber niemand getötet worden.

Zwölf Jugendliche zurückgekehrt

Jugendliche aus dem Lager seien gezwungen worden, die Beute fortzuschleppen. «Zwölf von ihnen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren sind zurückgekehrt», sagte der UNHCR-Sprecher. Unklar blieb, ob dies alle gewesen waren. In Mugunga III gut zehn Kilometer westlich von Goma leben etwa 30'000 bis 35'000 Menschen.

Die M23 war in diesem Jahr von früheren Rebellen gegründet worden, die hauptsächlich zur Volksgruppe der Tutsi gehören. Es heisst, sie werde von dem abtrünnigen General Bosco Ntaganda angeführt, den der Internationale Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen sucht.

Die Rebellen waren 2009 in die Armee integriert worden, hatten sich am Ende aber losgesagt, weil die Regierung in Kinshasa Versprechungen nicht eingehalten habe. Kongos Regierung und die Vereinten Nationen haben den Nachbarländern Uganda und Ruanda wiederholt vorgeworfen, die Rebellen zu unterstützen, was beide Länder zurückweisen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • marco am 03.12.2012 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    deja vu

    wiedermal ein rohstoffreiches land welches von terroristen/rebellen oder diktatoren gestört werden und von westlichen truppen befreit werden muss. als dank winken rohstoffe zinsen für aufbaukredite etc.

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  • Erwin am 03.12.2012 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    UNO abschaffen!

    Schon wieder UNO- Flüchtlingslager!? Also war Srebrenica definitiv nicht die Ausnahme! Die UNO tut sowas überall auf der Welt, Unschuldige in Sicherheit wiegen und diese danach den Kriminellen überlassen! Diese Organisation gehört abgeschafft!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Erwin am 03.12.2012 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    UNO abschaffen!

    Schon wieder UNO- Flüchtlingslager!? Also war Srebrenica definitiv nicht die Ausnahme! Die UNO tut sowas überall auf der Welt, Unschuldige in Sicherheit wiegen und diese danach den Kriminellen überlassen! Diese Organisation gehört abgeschafft!

    • Makus Matter am 03.12.2012 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Lieber Erwin

      Wenn sie hier allen Ernstes diesen Vorfall mit Srebrenica vergleichen wollen, rate ich ihnen ernsthaft sich vernünftig zu informieren!! Wüsste nicht das die Flüchtlinge vorher die Rebellen angegriffen hätten. Wenn sie es besser können als die Uno, dann erheben sie sich aus ihrem Sessel und fliegen sie da runter. Ich gebe ihnen keine 10 min.. Da unten läuft der Hase ein wenig anderst.. ;)

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  • marco am 03.12.2012 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    deja vu

    wiedermal ein rohstoffreiches land welches von terroristen/rebellen oder diktatoren gestört werden und von westlichen truppen befreit werden muss. als dank winken rohstoffe zinsen für aufbaukredite etc.

    • Sami G. am 03.12.2012 16:25 Report Diesen Beitrag melden

      Nichts ist Gratis!

      Westliche Truppsen!? Hallooo! Es sind UNO- Truppen, d.h. aus der ganzen Welt, sehr viele davon aus Afrika selbst! Ausserdem, jemand muss jeden Polizei-, Feuerwehr- und Sanitätseinsatz bezahlen! Genauso ist es hier! Die Welt greift zwar ein und versucht die Lage zu befriedigen, jedoch kann und wird sowas niemals unentgeltlich passieren! Jemandem wird immer die Rechnung, zu Recht, präsentiert werden! Niemand soll auf die Idee kommen, internationale und damit sehr kostspielige Einsätze provozieren zu wollen, ohne dafür zur Kasse gebeten zu werden!

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