FBI-Bericht

11. September 2017 20:38; Akt: 12.09.2017 01:38 Print

Saudiarabien soll Testlauf für 9/11 finanziert haben

Zwei Jahre vor 9/11 sollen zwei als Studenten getarnte saudische Agenten einen Testlauf für die Attacke durchgeführt haben.

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Erst Ende März 2017 veröffentlichte die US-Regierung neue Bilder der 9/11-Anschläge. Die Fotos des FBI sind undatiert: Überreste des entführten American-Airlines-Flugs 77 beim Pentagon. Terroristen steuerten am 11. September 2001 Flugzeuge in das World Trade Center in New York und ins Pentagon in Arlington. Dieses Foto zeigt FBI-Investigatoren nach dem Angriff. Nahezu 3000 Menschen kamen bei den Angriffen ums Leben: Eine zerstörte Innenwand und Überreste von Flug 77. Trümmer des American-Airlines-Flugs auf dem Grundstück des Pentagons in Arlington County, Virginia. Die Feuerwehr löscht die Feuer, die durch das Flugzeug entfacht wurden. Mutmasslicher Drahtzieher der koordinierten Terroranschläge war Osama Bin Laden: Das Gebäude des Pentagons wurde schwer getroffen. Aus der Luft ist die Zerstörung des Gebäudes noch klarer ersichtlich. Zehn Jahre nach dem Angriff wurde Bin Laden, der Chef des Terrornetzwerkes al-Qaida, in Abbottabad gefunden und von einer US-Spezialeinheit getötet. Kurz nach dem Angriff steigen Flammen und Rauch im Pentagon auf. Mit dem World Trade Center und dem Pentagon wurden zwei zentrale Symbole amerikanischer Macht getroffen. Die Einsatzkräfte durchsuchen mithilfe eines Krans die Trümmer. Die Arbeiten nach dem Anschlag. Zu diesem Bild gab das FBI keine genaueren Angaben, als dass die Reihe der veröffentlichten Bilder die Zerstörung im Inneren und Äusseren des Gebäudes zeigen. Rettungskräfte durchsuchen die Trümmer mit einem Suchhund. Das Pentagon in Arlington nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. FBI-Mitarbeiter suchen nach Spuren. Das Pentagon nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Das FBI veröffentlichte die Bilder mit unkenntlich gemachten Gesichtern der Ermittler. Das FBI ermittelt nach den Anschlägen im Pentagon. Das zerstörte Gebäude. Das FBI durchsucht das Gebäude. Das FBI ermittelt nach dem Anschlag. Blick von aussen auf die Zerstörung. Blick von aussen auf die Zerstörung. Trümmer des entführten Flugzeugs.

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Vor wenigen Tagen, kurz vor dem 16. Jahrestag der Terroranschläge auf das World Trade Center in New York, kamen neue Details zum 11. September ans Licht: Einem FBI-Bericht zufolge haben zwei saudische Geheimagenten am 19. November 1999 einen Testlauf auf einem Flug von Phoenix nach Washington durchgeführt. Dabei sollen die Männer versucht haben, sich Zugang zum Cockpit zu verschaffen.

Der Bericht, der im Rahmen einer zivilen Sammelklage von rund 1400 Opfer-Angehörigen gegen die Regierung Saudiarabiens präsentiert wurde, bezichtigt die saudiarabische Botschaft in Washington D.C. ausserdem, die Aktion finanziert zu haben.

«Studenten» trainierten in Afghanistan

Wie die «New York Post» berichtet, sassen auf jenem America-West-Flug die in Arizona wohnhaften Mohammed al-Qudhaeein und Hamdan al-Shalawi. Gegenüber US-Behörden galten sie als Studenten, ihre Flugtickets wurden jedoch von der saudiarabischen Botschaft bezahlt.

Laut dem FBI-Bericht waren die Männer Angestellte des saudiarabischen Regimes: al-Qudhaeein erhielt seinen Lohn vom Ministerium für islamische Angelegenheiten, al-Shalawi war ebenfalls ein «langjähriger Mitarbeiter der Regierung». Die beiden wurden zudem in einem Al-Qaida-Camp in Afghanistan ausgebildet — und zwar zur selben Zeit wie die Attentäter von 9/11.

Das FBI liess sie gehen

Kurz nachdem die Agenten die Maschine bestiegen hatten, begannen sie, dem Personal technische Fragen zum Flug zu stellen. Während des Flugs soll al-Qudhaeein eine Flight Attendant dann gefragt haben, wo sich die Toilette befände. Die Hostess zeigte auf den hinteren Teil des Fliegers, dennoch lief al-Qudhaeein nach vorn und rüttelte an der Cockpit-Türe, um hineinzugehen. Den Vorgang soll er sogar wiederholt haben.

Die Piloten seien wegen des «aggressiven Verhaltens der Araber» so alarmiert gewesen, dass sie einen Notfallstopp in Ohio einlegten. Die beiden Männer wurden in Handschellen abgeführt und vom FBI intensiv befragt. Ohne Anzeige zu erstatten, liess die Behörde sie aber wenig später wieder frei.

Saudiarabien dementiert weiterhin

«Dieser Testlauf zeigt, dass die saudiarabische Regierung ihre Finger beim Attentat mit im Spiel hatte», sagt Mitklägerin Kristen Breitweiser. Ihr Mann kam im World Trade Center ums Leben, als zwei Terroristen zwei Passagierflugzeuge in die New Yorker Wolkenkratzer steuerten. Ein weiteres Flugzeug stürzte bei Pennsylvania ab. 15 der 19 involvierten Terroristen waren saudiarabische Staatsbürger.

Die saudiarabische Regierung hat eine Verbindung zu den Anschlägen stets dementiert. Ihre Anwälte haben nun einen Antrag eingereicht, um die Klage der Hinterbliebenen abzuweisen.

(kle)